OpenOffice.org: Software-Qualität von OpenOffice.org angeblich nur „mittelmäßig“

Das niederländische Software-Analyse-Unternehmen Software Improvement Group (sig) hat sich in einer aktuellen Studie mit der Qualität von OpenOffice.org beschäftigt. Das freie Büro-Anwendungs-Paket erhielt dabei nur mittelmäßige Noten. Neben der Qualität des Quellcodes wurde auch die bevorstehende Übernahme von Sun durch Oracle kritisch hinterfragt. Möglicherweise könnte Oracle die Weiterentwicklung nicht genauso fördern, wie es Sun bisher getan habe.

Die Mitarbeiter von Sun Microsystems hätten derzeit einen wesentlichen Anteil an der Weiterentwicklung von OpenOffice.org, auch wenn sich jederzeit Entwickler anderer Unternehmen beteiligen könnten. Wie sich dieser Umstand auswirkt, wenn Sun in die Unternehmensstruktur von Oracle integriert wird, ist noch nicht konkret absehbar. Auch wenn Oracle den lizenzfreien Fortbestand bereits angekündigt habe, sei eine lizenzpflichtige Version von .org nach Ansicht von sig durchaus möglich. Dass es hier bereits mit StarOffice ein proprietäres Produkt auf der Basis von OpenOffice.org gibt, wird nicht erwähnt.

Als Empfehlung zur Verbesserung der Codequalität sollten die Entwickler mehr auf Code-Standards setzen, die speziell auf die technische Qualität des Quellcodes gerichtet sind. Auch sollten die manuellen Code-Reviews durch automatisierte Review-Tools abgelöst werden.

Die 12-seitige Studie lässt sich als PDF-Dokument (1,2 MByte) herunterladen.

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7 Answers

  1. von Tom 26.01.2010 (15:02Uhr) 1.

    Software Analyse Unternehmen und Unternehmensberater = Eunuchen! Theoretisch wissen sie wie es geht, allein es fehlt ihnen die Praxis.

    Eine wichtige Info fehlt: wer hat diese selbsternannten Götter des Quellcodes eigentlich auf den Plan gerufen? Von selbst sind die bestimmt nicht auf die Idee gekommen, oder?

    Kam da zufällig etwas Geld aus Redmond hinzu?

  2. von narres 26.01.2010 (15:05Uhr) 2.

    Wie mein Vater immer schon sagte: "Wenn ich schon in einen Haufen treten muss, dann tret ich in den kleineren." :)

    Die grundsätzliche Wertung "mittelmäßig" mag ja vielleicht stimmen - aber im Vergleich zu was?
    Im Vergleich zu "schlecht" ist "mittelmäßig" auf jeden Fall eine gute Wahl.

  3. von Ralf 26.01.2010 (15:10Uhr) 3.

    Also, ich kann mit den Code OpenOffice.org besser lesen als den von MS-Office. Der MS-Code sieht echt sch... aus.

  4. von Sebastian 26.01.2010 (15:34Uhr) 4.

    Wie wärs mal mit richten News. Da ist ja der Artikel nicht des Aufrufens wert.

    Was die Kommentare anbelangt spar ich mir die Mühe. Ist eh absehbar was für Trolle das wieder sind.

  5. von Stotti 26.01.2010 (15:34Uhr) 5.

    Fraglich ist tatsächlich, wie es mit der Entwicklung von OpenOffice.org (OOo) weitergehen soll. Noch vor einigen Jahren war es m.E. tatsächlich so, dass die Sun-Mitarbeiter aus Hamburg einen Großteil der Entwicklung von OOo übernommen haben. Hoffentlich ist es Sun in der Zwischenzeit gelungen, der Community mehr Verantwortung zu übertragen, so dass diese notfalls allein weiter arbeiten kann.

  6. von kai 26.01.2010 (15:34Uhr) 6.

    So ein Quatsch. An welchen Maßstäben soll denn nun eine Quellcodequalität gemessen werden?
    Und mit welcher Software wird denn verglichen?
    Mich würde mal interessieren, wer so eine Blödsinns-studie überhaupt bezahlt. Vermutlich die Konkurrenz.

  7. von Roman 26.01.2010 (15:46Uhr) 7.

    Man kann durchaus die Qualität von Quellcode messen. Beispielsweise kann man auf die konsequente Umsetzung von verwendeten Patterns achten und sich Bewertungskriterien dazu überlegen. Dies stellt auch einen grossen Forschungszweig in der Softwareentwicklung da (das Bewerten von Qualität des Quellcodes)
    Wie sinnig das im Einzelfall ist, ist natürlich fraglich.

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