Große Verwunderung hat das Ende von Muxtape in der Blogosphäre nicht ausgelöst. Zu offensichtlich waren die rechtlichen Probleme, die das Angebot angreifbar machten. Die Recording Industry Association of America (kurz RIAA) hatte bereits zuvor angemahnt, "illegale Inhalte" zu entfernen. Damit waren sowohl das Streaming der Musikstücke gemeint, als auch das mit etwas Aufwand mögliche Speichern der Musik. Muxtape-Gründer Justin Ouelette betonte in einem Interview Ende April, er habe Kontakt zu kleineren und mittleren Plattenlabeln, die alle Interesse an seinem Dienst hätten. Letztlich hatte die RIAA den größeren Einfluss und stoppte Muxtape.
Opentape ist ein 1:1 Muxtape-Clon, der genau das macht, was sein Vorbild getan hat. Mit zwei kleinen Unterschieden: Opentape ist Open Source und dezentral. Die Verbreitung der Software als Open Source hat den Vorteil, dass Anwender die Software nach ihren Bedürfnissen anpassen können. Zudem steht so kein Unternehmen und keine Einzelperson in der rechtlichen Schusslinie.
Viel wichtiger ist allerdings die Dezentralisierung des Dienstes. Während Muxtape eigene Server zur Verfügung stellte, deren Kapazität auch schnell an ihre Grenzen geriet, wird Opentape auf dem Webspace der Anwender installiert. Somit kann jeder seinen eigenen Musikserver erstellen und hier Mixtapes speichern.
Rein rechtlich ist ein solches Angebot, zumal es auch auf externen Websites eingebunden werden kann, sicher ebenfalls bedenklich. Allerdings wird es für die Vertreter der Rechteinhaber wie der RIAA somit deutlich schwerer, illegale Angebote zu unterbinden.
Ein Beispiel, wie Opentape aussieht und funktioniert, sieht man auf dieser Seite.





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