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Porträt

Optionspace: Dieses Startup hilft euch bei der Untervermietung

    Optionspace: Dieses Startup hilft euch bei der Untervermietung
Simon Schütz, Moritz ten Eikelder und Johannes Lomnitz (von links nach rechts) haben das Startup Optionspace gegründet. (Foto: Optionspace)

Ein Berliner Unternehmen will den Mietmarkt flexibilisieren: Über die Plattform Optionspace sollen Firmen ungenutzte Flächen für kurze Zeit untervermieten können. Was hinter dem Konzept steckt.

Mit Untervermietung kennt sich Moritz ten Eikelder persönlich aus. Sein Startup Optionspace sitzt nicht in einem klassischen Einzelbüro, sondern in den Räumen des Berliner Inkubators Makers, gemeinsam mit anderen Jungunternehmen. Von dort aus will der studierte Betriebswirt die flexible Vermietung von Büroflächen salonfähig machen.

Mit Optionspace launcht er am heutigen Dienstag seine Online-Buchungsplattform für Büroflächen. Auf dem Portal sollen Vermieter auf Mieter treffen, die an kurzfristigen Bleiben interessiert sind.  Das Startup spricht Firmen an, die ein Büro ab einem Monat Mietdauer suchen – ähnlich wie in Coworking-Spaces wie Wework und Business-Zentren wie Regus. Der Unterschied: Optionspace will günstiger sein als die herkömmlichen Alternativen.

„Startups sind der Prototyp eines potenziellen Mieters.“

Das Berliner Startup hat ein zentrales Problem auf dem gewerblichen Mietmarkt identifiziert: Bei gewöhnlichen Büroimmobilien müssen sich Mieter langfristig festlegen. Die Dauer eines Mietvertrags kann zwischen fünf und zehn Jahren liegen. Zu lange für Unternehmen, die nicht wissen, ob es sie in einem Jahr überhaupt noch gibt. „Startups sind der Prototyp eines potenziellen Mieters“, sagt ten Eikelder. „Aber auch ältere Firmen haben mittlerweile einen kürzeren Planungshorizont.“ Wenn sie wachsen, brauchen sie kurzfristig Platz; wenn sie schrumpfen, müssen sie schnell aus den Mietverträgen rauskommen. Gemeinsam mit seinen Mitgründern Johannes Lomnitz und Simon Schütz will ten Eikelder eine Alternative bieten, die günstiger ist als ein Coworking-Space oder ein Business-Center.

„Wir haben selbst mal in einem Coworking-Space gearbeitet“, berichtet ten Eikelder gegenüber t3n. Das sei relativ teuer – gerade dann, wenn das Unternehmen wachse. Und es stelle keine richtige Alternative zum Büro dar. So sei es beispielsweise schwierig, mit einem Sales-Team in den offenen Bereich eines Coworking-Spaces zu gehen.

Optionspace-Mitgründer Moritz ten Eikelder. (Foto: Optionspace)

Gleichzeitig soll die Plattform auch für Vermieter attraktiv sein:  Für Unternehmen, die ihre Büros selbst nicht voll auslasten und einen Untermieter suchen. Und für professionelle Eigentümer, die aufgrund der kürzeren Mietdauer mehr Geld für ihre Räume verlangen können. „Interessant ist unser Modell etwa für Immobilienbesitzer, die wegen Baumaßnahmen nicht langfristig vermieten können“, sagt Gründer ten Eikelder beim Gespräch in Berlin. Sie könnten die Räume über Optionspace für einen kurzen Zeitraum einstellen. Eine dreistellige Anzahl von Büroflächen hat das Startup bereits auf seiner Plattform.

Auch die Adenauer-Enkel glauben an Optionspace

Die Plattform konzentriert sich vorerst auf vier Großstädte: Berlin, Frankfurt, München und Hamburg. Bis Mitte des Jahres will das Startup in sieben Städten vertreten sein. Wenn alles nach Businessplan läuft, will es Ende 2017 in die DACH-Region expandieren. Geld verdient es mit einer Provision von zehn Prozent auf die Warmmiete. Dass es ausgerechnet die Warmmiete ist, begründet ten Eikelder so: „Im Untervermietungsbereich gibt es häufig Pauschalen, Netto-Kaltmiete und Nebenkosten sind nicht klar definiert.“

Das Startup zählt mittlerweile zehn Mitarbeiter. Um erstes Marketing betreiben und die Plattform weiter ausbauen zu können, hat Optionspace am Dienstag auch eine Seed-Finanzierung bekanntgegeben. Zu den Investoren zählt nicht nur der Inkubator Makers, sondern auch der Seed-Arm der Viessmann-Gruppe Vito One, Factory-Gründer Udo Schloemer, die Helpling-Gründer Benedikt Franke und Philip Huffmann, Andrew Goldstein sowie die Enkel des früheren Bundeskanzlers Konrad Adenauer, Paul-Bauwens-Adenauer und Patrick Adenauer. Wie hoch die Finanzierung genau ist, wollte das Startup auf Nachfrage nicht verraten.

Bisher kommen Mieter und Vermieter vor allem über Kontakte. Die ersten Flächen aus dem Untervermietungsbereich seien aus dem Bekanntenkreis gekommen, erzählt ten Eikelder. Professionelle Anbieter haben er und seine Mitgründer auf der Expo Real in München im vergangenen Jahr akquirieren können. Mit dem Kapital will das Startup nun auch aktiv Werbung für die eigene Plattform machen – und so sowohl Vermieter als auch Mieter für das Portal gewinnen.

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