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Oracle-Sun-Deal – Stand der Open Source Projekte, ein Jahr danach

Oracle-Sun-Deal – Stand der Open Source Projekte, ein Jahr danach

Ein Jahr ist es nun her, dass die lange angestrebte Übernahme von Sun Microsystems auch gegenüber den europäischen Kartellwächtern der EU durchsetzen konnte und damit auch offiziell die vielen Projekte von Sun übernahm. Die Übernahme sorgte im Vorfeld nicht nur bei bei der EU-Kommission für Diskussionen, sondern auch in der Open Source Community. Wie wird es mit , & Co. weitergehen? Zeit einmal einen Blick auf den aktuellen Stand der Projekte zu werfen.

Oracle-Sun-Deal – Stand der Open Source Projekte, ein Jahr danach

Oracle pickt sich die Rosinen heraus

Nicht wirklich überraschend ist die Tatsache, dass Oracle sich auf die etablierten und zum Teil auch kommerziellen Open Source Produkte von Sun konzentriert hat. Projekte, die sich in der unabhängigen Zeit von Sun noch in der experimentellen Phase befanden, hatten dagegen keine Chance auf eine durch Oracle gesponsorte Weiterentwicklung.

Oracle verfolgt eine eigene Open Source Strategie, mit der nicht alle Mitglieder der Community einverstanden sind. (Foto: Peter Kaminski / flickr.com, Lizenz: CC-BY)

Projekte wie beispielsweise der Database Server Drizzle, werden von Oracle finanziell nicht weiter unterstützt und werden stattdessen von anderen kleinen Unternehmen mit engem Bezug zur Open Source Community weitergeführt.

Oracle setzt auf kommerzielle Projekte, die Community auf Unabhängigkeit

Als strategisch bedeutende Projekte werden die meisten schon von Sun kommerziell geführten Open Source Projekte weitergefördert. Dazu gehören beispielsweise MySQL, OpenOffice, VirtualBox oder GlassFish. Interessant sind bei diesen Projekten die zahlreichen Nebenprojekte, die sich nach der Übernahme durch Oracle gebildet haben. So bietet unter anderem die Stiftung „The Document Foundation“ mit LibreOffice eine Alternative für OpenOffice an. In der Stiftung haben sich nach einigen Verstimmungen mit Oracle viele führende Mitglieder der OOo-Community zusammengeschlossen, um die freie Office-Suite nach ihren Vorstellungen, unabhängig von Oracle weiterentwickeln zu können. Oracle selbst hat dagegen eine kostenpflichtige Version von OpenOffice, sowie eine Cloud-Lösung vorgestellt.

Auch was den Support einiger Open Source Projekte aus der Übernahmemasse von Sun angeht, sahen einige Entwickler Handlungsbedarf. So entschlossen sich beispielsweise einige MySQL-Entwickler dazu, mit SkySQL einen alternativen Supportpartner für MySQL-Datenbanken an den Start zu bringen.

Einen detaillierten Blick auf den aktuellen Stand der Open Source Projekte von Oracle, bzw. Sun gibt es hier.

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