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Ortsbasierter Messenger-Dienst: f1eld findet Chatpartner in der Umgebung

Ein mobiler Messenger-Dienst namens f1eld macht Konkurrenz. Der große Vorteil: Nutzer brauchen keine Telefonnummern von anderen Usern, um mit ihnen zu chatten. Die Anwendung funktioniert ortsbasiert und zeigt an, wer sich in der eigenen Umgebung befindet. Darüber hinaus lassen sich mit f1eld neue Menschen kennenlernen, die zum Beispiel an derselben Uni studieren oder am Bahnhof das Wochenendticket mitnutzen wollen.

Ortsbasierter Messenger-Dienst: f1eld findet Chatpartner in der Umgebung

f1eld ermöglicht Einzelchats, Gruppenchats und öffentliche Chats

WhatsApp hat – neben einigen Sicherheitsbedenken – das Problem, dass der Dienst nur mit Menschen funktioniert, deren Handynummer man besitzt. F1eld umgeht diese Problematik, indem es den Messenger-Dienst ortsbasiert aufzieht: Nutzer sehen, wer sich in ihrer näheren oder weiteren Umgebung befindet, und können Push-Mitteilungen senden (Einzelchats). Daneben sind auch private Gruppenchats möglich. Die dritte Funktion besteht darin, öffentliche Mitteilungen zu senden, auf die fremde Menschen aus der direkten Umgebung reagieren können.

F1eld ist eine gute Möglichkeit, sich mit Leuten aus der direkten Umgebung zu verabreden und auszutauschen - ob bekannte oder unbekannte Menschen.

F1eld selbst schlägt folgende Anwendungsmöglichkeiten vor:

  • Frag in der Uni nach den Lösungen für Mathe II.
  • Organisiere dich mit den Teilnehmern einer Demo.
  • Tippe mit den Leuten in deiner Nachbarschaft den heutigen Tatort-Mörder.
  • Finde die Singles auf der Ü30 Party.
  • Lege einen Location based Chat für deinen Lieblingsladen an.
  • Finde ganz einfach noch ein, zwei Leute für dein Wochenendticket – direkt am Bahnsteig.

Mit den genannten Möglichkeiten ist f1eld tatsächlich eine interessante Alternative zu WhatsApp und anderen Messenger-Diensten. Zumal die App kostenlos ist und auch beim Nachrichten verschicken keine Gebühren anfallen. Auch ist der Dienst nicht überladen mit Anwendungen sondern beschränkt sich auf die genannten Funktionen. Wer Angst hat, zuviel gefunden zu werden, kann sich auf unsichtbar stellen und unter einem Pseudonym chatten.

Im Gegensatz zu zahlreichen location based Services, die User miteinander vernetzen wollen aber daran scheitern, dass ihr Nutzwert nicht groß genug ist, fokussiert sich f1eld auf die beliebte Messenger-Funktion. Und bietet diese sowohl für den Privat-Chat als auch für Gruppen-Chat und öffentliche Chats an – ein Konzept, das funktionieren könnte. Bisher gibt es die App nur für iOS (iTunes), die Android-Anwendung ist aber bereits in Arbeit. Hinter f1eld steht die Bremer App-Werkstatt Unit51 bzw. Kai Tietjen, der bereits Mister Wong auf den Weg gebracht hat.

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6 Antworten
  1. von Nico am 23.11.2012 (11:33Uhr)

    Finde ich sehr interessant. Soetwas habe ich bereits vor einigen Jahren in CSI:Miami gesehen und will es umbedingt mal testen.

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  2. von alte Idee am 23.11.2012 (12:33Uhr)

    Sowas wollte ich schon vor Jahren schnell programmieren.
    Microaufträge an Arbeitslose oder Dienstleister wie gigalocal oder Mitfahrmöglichkeiten wären ein naheliegender Einsatzzweck.

    Das Abmahnrisiko war mir zu hoch. Finanzierung wie die anderen Startups brauche ich nicht.

    Erzählt lieber mal wie man tweets in der Umgebung findet und baut eine html5( wegen der ortsdaten)-suchanfrage dafür.
    Soweit ich gesehen habe, kann man per GPS bei Twitter suchen, aber unterwegs weiß man natürlich seine Position nicht und hat die technischen frickel-Informationen für die gps-Twitter-suche vergessen.
    Der handyclient bietet das wohl leider nicht.
    Eine hashtagcloud der Umgebung mit veränderbarem Zeitraum wäre ganz Netze Anwendung.
    Dann kann man sehen ob noch wer zum Schalkespiel oder t3n-Messestand fährt und im Zug dazusetzen.
    Virtuelle bewegliche Orte wie Busse oder Eisenbahnen oder Flugzeuge oder firmensitze, Einkaufszentren, Tierparks, Love Parades, Demos, Karnevals-Umzüge oder Weihnachtsmärkte kennt Twitter leider nicht.
    Schade das Regularien solch einfache Projekte uninteressant machen.

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  3. von Jow am 23.11.2012 (12:52Uhr)

    Hmm scheint interessant zu sein, habe an der Uni jedoch mal Werbung für eine ähnliche Seite gesehen http://www.quelya.com, jedoch wird diese nicht sehr oft genutzt @ Soufian El Khayari
    Naja ich bin aus dem Raum Karlsruhe vllt trifft man sich mal :D

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  4. von mAze am 24.11.2012 (09:25Uhr)

    klingt ja mal ganz interessant.Ich hoffe auf Verbreitung :-)

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  5. von achja am 26.11.2012 (10:55Uhr)

    @alte Idee: wo ist denn da ein Abmahnrisiko?

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  6. von talk2me am 24.02.2013 (14:58Uhr)

    Die App wurde von der erfolgreichsten asiatischen Plattform WeChat (aus China) kopiert.

    Der Name des deutschen Plagiats ist völlig bescheuert. Wer hier kann den Namen aussprechen und auch noch bei seinen Freunden bekannt machen ???

    Bis dato wird nur eine Minderheit (iPhone-User) bedient. An der Mehrheit der Smartphone-User (Android OS) war man bislang nicht interessiert. Wie viele Monate braucht man wohl, um auch eine Android-App anzubieten ?

    Wenn schon von den Chinesen kopieren, dann bitte richtig!

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