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OS X 10.9 Mavericks: Apples neues Betriebssystem kommt im Herbst [WWDC 2013]

Wie erwartet, erhält auch Apples Betriebssystem ein größeres Update. Auf der 2013 hat OS X 10.9 Mavericks vorgestellt – was neu ist, erfahrt ihr im Artikel.

OS X 10.9 Mavericks: Apples neues Betriebssystem kommt im Herbst [WWDC 2013]

OS X 10.9 heißt „Mavericks“

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Craig Federighi präsentiert OS X 10.9 Mavericks.

Apple beendet die Ära der Katzen, dem Lion folgt Mavericks. Die passenden Tiernamen seien ihnen schlicht ausgegangen, sagte Craig Federighi, bei Apple für das Betriebssystem zuständig, bei der Keynote. Beinahe hätte Apple ihm noch den Namen „Sea Lion“ verpasst, scherzte Federighi, doch man habe sich gerade noch mal umentschieden. Den jetzigen Namen hat Apple übrigens von einen Ort im Norden der kalifornischen Küste, der bei Surfern sehr beliebt ist.

„Der Mac hat die PC-Industrie konsequent hinter sich gelassen, und OS X ist nach wie vor das innovativste und am einfachsten zu bedienende Betriebssystem der Welt“, sagte Federighi. Eine der ersten Änderungen, die er für das neue OS X vorstellte, waren Tabs im Finder – eine Funktion, die sich viele Nutzer schon seit Jahren wünschen. Diese Tabs lassen sich ganz nach Wunsch des Nutzers anordnen, Finder-Fenster können zudem mit der neuen OS-Version im Vollbildmodus ausgeführt werden.

Daneben verbessert Apple die bildschirmübergreifende Arbeit. So kann sich das Dock nun über mehrere Screens erstrecken, ebenso wie Menüs – auf beiden Displays lässt sich im Vollbildmodus arbeiten. Eine clevere neue Funktion, die Apple mit Mavericks einführt, ist „App Nap“: Wird eine App komplett von anderen Fenstern verdeckt, so lässt App Nap diese App sozusagen schlafen – laufende Downloads oder die Wiedergabe von Musik beispielsweise werden gestoppt, unnötige Prozesse runtergefahren. Auch Safari-Tabs sollen mit App Nap gesteuert werden können, der gesamte Energiebedarf der CPU soll nach Apple-Angaben durch App Nap um bis zu 23 Prozent sinken.

Mac OS X Mavericks: Bessere Performance, schnelleres Booten

Mac OS X Mavericks bekommt gut 200 neue Features. (Bild: Apple)
Mac OS X Mavericks bekommt gut 200 neue Features. (Bild: Apple)

Neben dem Tabbing bekommt der Finder mit der neuen Version auch Tags, mit denen sich Dateien versehen lassen, um mehr Übersicht zu schaffen – sowohl auf dem eigenen Rechner, als auch in der iCloud. Eine weitere Neuerung ist die Tatsache, dass sich ein AirPlay HTDV als eigener Screen nutzen lässt. Auch die Performance will Apple verbessern. So komprimiert OS X 10.9 Mavericks mit der „Compressed-Memory-Technologie“ nicht aktive Daten im Arbeitsspeicher automatisch, wenn der sich zu füllen beginnt. Darüber hinaus soll das System etwa anderthalb mal schneller booten als der Vorgänger.

Als weitere Neuerung erhält auch Apples Browser Safari ein Update, das unter anderem eine Leseliste in der Sidebar, „Shared Links“ für Twitter, die geteilte Links von Freunden anzeigen, und etliche Verbesserungen „unter der Haube“ enthalten soll. Darunter sind unter anderem eine neue JavaScript-Engine sowie eine optimierte Speicherverwaltung, die nicht nur für eine deutlich kürzere Startzeit des Browsers, sondern auch für eine flottere Ladezeit von Webseiten sorgen soll.

Mac OS X Mavericks bringt Maps und iBooks auf den Mac

Und: Apple bringt Maps und iBooks auf den Mac. Dabei wird Maps unter anderem mit einer 3D-Ansicht ausgestattet sein, zudem können geplante Routen vom Mac auf das iPhone oder das iPad gepusht werden. Darüber hinaus stellt Apple für Maps nun auch ein Software-Development-Kit bereit, mit dem Entwickler Maps in ihre eigenen OS-X-Apps integrieren können.

In iBooks für Mac landen automatisch alle E-Books, die Nutzer sich über das iPad oder das iPhone geladen haben, darüber hinaus stehen hier alle 1,8 Millionen Bücher aus dem iBooks-Store zur Verfügung. Nutzerfreundich gestaltet Mac hier den Sync zwischen den einzelnen Geräten: Lesezeichen, Anmerkungen oder Hervorhebungen beispielsweise, die in der Desktop-App angelegt werden, werden automatisch auch auf mobile Geräte übernommen – und umgekehrt. Mit diesen beiden Apps, die Apple seinem neuen Betriebssystem spendiert, rückt das Desktop-OS auch ein Stück näher an iOS heran – eine Strategie, die von vielen Beobachtern erwartet worden war.

Mac OS X Mavericks bekommt iCloud Keychain

Eine weitere Neuerung von Mac ist iCloud Keychain – ein Konkurrent für Dienste wie 1Password. Der Service speichert sensible Daten wie Passwörter oder Kredikartendaten über verschiedene Devices hinweg – mit einer 256-Bit-AES-Verschlüsselung. Wie andere Tools soll auch iCloud Keychain die Möglichkeit bieten, sichere Passwörter auf Knopfdruck zu erzeugen.

Daneben gibt es eine erweiterte Benachrichtigungs-Funktion, die auch Antworten erlauben soll – oder das Löschen von E-Mails, ohne die App zu verlassen, in der gerade gearbeitet wird. Und auch die Kalender-App hat Apple mit dem neuen OS X aufgebohrt: Sie bekommt einen „Inspector“, der bei der Erstellung von Terminen Zusatzinformationen zum jeweiligen Ort liefert, an dem dieser stattfindet. Das können beispielsweise Adressen oder Sehenswürdigkeiten sein, aber auch die voraussichtliche Reisedauer und eine Wettervorhersage sollen integriert werden.

Erscheinen soll Mavericks wie auch iOS 7 im Herbst, Developer kommen schon heute an eine Beta-Version.

Gibt es eine Funktion, die ihr euch für das neue Mac OS gewünscht habt, die Apple aber auch mit dem Update nicht einführt?

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7 Antworten
  1. von Philipp am 10.06.2013 (23:18 Uhr)

    Bringing Keychain to the cloud, proudly present by Apple and NSA

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  2. von Marcel am 10.06.2013 (23:23 Uhr)

    Achtet doch mal auf euren Ausdruck und die Rechtschreibung. Aua. -_-

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  3. von gewünschte Features am 11.06.2013 (00:42 Uhr)

    Sich seine iOS-Geräte auf den Desktop holen können oder als AirPlay/Print/,,,-Ziel agieren können wäre mal ganz nett. IOS-Apps auf touchscreens wären wohl auch ganz nett. Auch als Übung fürs AppleTV. Denn für 50€ gibt's androidsticks (oder halt raspberry) mit denen androidapps am tv/Monitor gehen.

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  4. von Somnus am 11.06.2013 (13:08 Uhr)

    Wünschenswert wäre gewesen, wenn AirPlay nun doch noch für "alte" Macbooks freigegeben wurden wäre. Ich für meinen Teil besitze ein 15"Macbook von 2009 (Preis damals 3200€) . Alles läuft hervorragend und ich habe keinen Grund zum wechseln, umso unverständlicher das es von Apple nicht freigegeben wird! Macht mich stinksauer!
    Ansonsten bin ich mit dem Betriebssystem sehr zufrieden, war es aber auch schon vorher!

    Zweitens hätte ich mir für IOS 7 endlich mal Widgets gewünscht, wie es bei Android und Konsorten schon lange der Fall ist!!! Der einzige Grund warum ich 2 Handys besitze und mein Iphone 5 immer häufiger Zuhause lasse und stattdessen mein S4 benutze! Unverständlich !! Der einzige Grund warum
    Ich überhaupt noch ein Iphone habe ist die angenehme Größe und das flüssiger laufende Betriebssystem, so wie das hochwertigere Design. Ansonsten hat Samsung , Apple langsam eingeholt... LEIDER !

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  5. von Das Ulli am 11.06.2013 (15:00 Uhr)

    "Eine weitere Neuerung von Mac OS X Mavericks ist iCloud Keychain..." Das hat Apple mit MAC OS 10.7 eingestellt und jetzt bewerben die das als Innovation, dass ist unterste Schublade.

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  6. von trontur am 11.06.2013 (23:04 Uhr)

    "Wird eine App komplett von anderen Fenstern verdeckt, so lässt App Nap diese App sozusagen schlafen – laufende Downloads oder die Wiedergabe von Musik beispielsweise werden gestoppt"
    Zu hastig geschrieben...und falsch (würde auch absolut keinen Sinn machen, oder? laufende Downloads oder Musikwiedergabe unterbrechen, wenn App im Hintergrund)

    App Nap Beschreibung aus dem Apple Dev-Center:
    "App Nap helps you save power when you’re working with multiple apps at the same time. OS X can tell when an app is completely hidden behind other windows. And if that app isn’t currently doing something for you — playing music, downloading a file, or checking email, for example — App Nap conserves valuable battery life by slowing the app down. But as soon as you start to use it again, the app instantly shifts back to full speed. It’s so seamless you'll think it had been running that way all along. App Nap works the same way with Safari tabs, so only the visible tab is running at full speed. With App Nap, CPU energy use can be reduced by up to 23 percent."

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  7. von Updates wären schön am 12.06.2013 (01:53 Uhr)

    OS/2 hat wohl früher schon das Aktive Fenster mit 100% und die anderen Fenster mit 50% "berechnet" wenn es um CPU-Zuteilung ging.

    Für iOS-Apps hätte ich mir schon einem "compact"-Mode gewünscht. D.h. die Apps berechnen gar keine Grafik und überwachen nur TCP-Ports und warten auf Messages oder sowas oder laden halt Updates oder gekaufte Zeitschriften oder Bücher herunter und brauchen viel weniger Rechenzeit und (auf ARM beschränkten) RAM-Speicher oder laufen auf einem Apple-TV. Die Apps hätten nur einen schlanken schmalen Hintergrund-"Modus" statt "fullblown" im Hintergrund RAM und Rechenzeit zu brauchen. Sauberes Model-View-Controller erleichtert sowas natürlich.
    Und wieso soll ich Downloads und Musikstücke nicht auf dem Iphone sehen bzw. die Playliste controllen (Songs weiterzappen) können oder ICQ/Twitter/...-Meldungen landen als second-Notifier-Screen auf dem iphone auf. Evtl bietet growl das ja schon.
    16:10 oder 17:9(vielleicht schon ein Apple-Patent)-Monitore könnten die +1: :+1-Bereiche dann für sowas nutzen und hätten vielleicht nur dort Touchscreen-Fähigkeiten damit man die Arme nicht überanstrengt und an Giganto-Touch-Monitoren gar Muskeln aufbauen müsste...

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