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OS X 10.9 Mavericks: Erste Meinungen zur Preview-Version

OS X 10.9 Mavericks ist in der zweiten Beta-Version erschienen. Grund genug für , einigen Redaktionen die Vorab-Version zum ersten Test zur Verfügung zu stellen. Zwar handelt es sich bei Mavericks – rein optisch gesehen – um ein kleineres Update, die Neuerungen unter der Haube sowie die wenigen Desingänderungen sind aber interessant genug, um sie sich näher anzusehen. Wir haben die ersten Reviews der Preview-Version für euch zusammengefasst.

OS X 10.9 Mavericks: Erste Meinungen zur Preview-Version

OS X 10.9 Mavericks – gut 200 neue Features, finale Version im Herbst

Apples Craig Federighi hat bei der WWDC-Keynote die wichtigsten der über 200 neuen Features vorgestellt. Zu ihnen gehören Funktionen wie Benachrichtigungen wie in iOS 7, besserer Support bei der Nutzung von mehreren Displays, Tags für Dateien zur leichteren Verwaltung, eine aufgebohrte iCloud und mehr. Viele der grundlegenden Optimierungen wurden „unter der Haube“ durchgeführt. Eine Übersicht der neuen Features haben wir für euch bereits am Tag der Präsentation erstellt. Hier soll es um die ersten Eindrücke gehen, die einige US-Medienoutlets schon verfasst haben. Es sollte nicht unerwähnt bleiben, dass Apple noch einige Monate Zeit hat, OS X Mavericks bis zum finalen Release, der im Laufe des Herbsts stattfinden soll, noch in vielen Belangen verbessern, beziehungsweise verändern zu können.

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OS X 10.9 Mavericks – keine Katzennamen mehr. (Screenshot: Apple)

The Verge: OS X 10,9 Mavericks – „Schneller, smart, lederfrei“

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David Pierce von The Verge hat sich die OS-X-Mavericks-Preview näher angesehen und festgestellt, dass Apple sich nahezu jedes einzelnen Bestandteils angenommen hat, das einer Optimierung bedurfte. Sowohl der Kalender, der jetzt ohne „Ledereinband“ daher kommt, als auch die Notizen-App sowie Safari und der Finder seien mit sinnvollen Features verbessert worden. Die neue Multi-Display-Lösung sei großartig und funktioniere jetzt im Grunde so, wie sie von Anfang an hätte laufen sollen. Die Existenz von Apple Maps auf OS X 10.9 hält er allerdings für etwas überflüssig. Auch das iCloud-Schlüsselbund, das wie 1Password eure Passwörter verwalten soll, hat so seine Tücken, denn dieses Tool funktioniere nur auf Apple-Produkten – ärgerlich, wenn man anstelle eines iPhones ein Android-Gerät nutzt.

Seiner Meinung nach ist OS X 10.9 ein einfaches, vertrautes Betriebssystem, das noch weniger Veränderungen aufweist als Mountain Lion, dafür aber ohne Leder und mit besserer Performance. – David Pierce; The Verge

The Loop: Glanzpunkt von Mavericks – Verknüpfung von OS X und iOS

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iOS und OS X wachsen mit Mavericks enger zusammen. (Bild: Apple)

Der Betreiber des Onlinemagazins The Loop, Jim Dalrymple, hat die neue OS-X-Vorab-Version seit der WWDC als einzigen Rechner genutzt, um seine Arbeit zu verrichten. Obwohl es sich noch nicht um eine finale Version des Betriebssystems handelte, stieß er offenbar kaum auf Hürden bei der Nutzung. Seiner Meinung nach sei die größte Verbesserung an OS X Mavericks die erweiterte Verknüpfung der beiden Betriebssysteme OS X und iOS – sei es nun das Teilen der Karten aus Apple Maps oder die Synchronisierung der Passwörter. Auf diesem Wege bringe Apple die beiden Welten noch näher aneinander.

Auch optisch sei dies geschehen, denn sowohl die Notizen-App als auch Kalender und Adressbuch hätten ihr skeuomorphisches Design verloren, ganz wie es in iOS 7 konsequent durchgesetzt wurde. – Jim Dalrymple; The Loop

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OS X 10.9 Mavericks: Am Desktop keine Änderungen zum Vorgänger zu erkenen. (Bild: engadget)

Für engadgets Brian Heater bringt OS X Mavericks eine Reihe an willkommenen Upgrades – insbesondere die Ordner-Tabs, Tags und die erweiterte, interaktivere Mitteilungszentrale hebt er hervor. Aber auch Safari und der Kalender hätten schicke Verbesserungen erfahren.

Heater ist froh darüber, dass Apple OS X und iOS zwar näher zusammengebracht hat, eine Reduzierung der Features in OS X aber nicht die Folge war. In OS X habe man viele Möglichkeiten, Dinge zu tun, die in iOS einfach nicht möglich seien. Dennoch wünsche er sich noch mehr Freiheiten und Anpassungsoptionen, die besonders bei Desktop-Power-Usern gewünscht seien. Unter den neuen Funktionen sehe Heater außerdem kein „Killer-Feature“, das Windows-Nutzer zum Wechsel zu OS X motiviere. – Brian Heater; engadget

Slashgear: Bereits stabil, trotz früher Beta

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OS X 10.9 Mavericks bringt tiefe Integration von LinkedIn. (Bild: Slashgear)

Slashgear hält den Entwicklungs-Status des aktuellen Builds von OS X 10.9 in vielen Belangen schon beinahe für so weit fortgeschritten, dass Apple Mavericks quasi jetzt schon veröffentlichen könnte. Vincent Nguyen habe während der Arbeit mit dem Release weder einen Bug noch Abstürze beobachten können – sogar Software von Drittanbietern wie Skitch, Evernote, Drobo und andere liefen tadellos.

Viele der neuen Funktionen des Updates spielen sich laut Nguyen im System und weniger an der Oberfläche ab, doch genau diese machten sich wirklich bemerkbar. So sei das bessere Sandboxing bei einigen Prozessen durchaus bemerkbar. Anwendungen, die häufiger Abstürze verursachten (beispielsweise Flash und Java), liefen nun stabiler.

OS X 10.9 Mavericks sei nach Nguyens Aussagen zwar keine Revolution, aber ein sehr gutes evolutionäres Update. Dies sei nicht als Kritik zu verstehen – Apple liefere mit Mavericks genau das, was dem Mac gefehlt habe. – Vincent Nguyen; Slashgear

Viele der ersten Tester scheinen mit den Verbesserungen von OS X 10.9 Mavericks zufrieden zu sein. Es handle sich zwar nicht wie bei iOS 7 um ein riesiges Update, aber das, was Apple in das Desktop-OS gepackt hat, scheint durchaus rund und durchdacht. Ob Apple Maps nun eine sinnvolle Erweiterung ist, sei dahingestellt – das Teilen von Orten und Routen klingt recht praktisch, sofern Apple die Qualität seines eigenen Kartendienstes optimiert hat. Die Verbesserungen „unter der Haube“ wissen mit Sicherheit alle OS-X-Nutzer zu begrüßen – es ist zu hoffen, dass diese tatsächlich einen Performanceschub geben. Zur finalen Version ist es noch ein wenig hin und es ist davon auszugehen, dass Apple im Herbst noch das ein oder andere, bisher unangekündigte Feature hinzufügt. Lassen wir uns überraschen.

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Eine Antwort
  1. von Carsten am 27.06.2013 (08:42 Uhr)

    Also für mein Geschmack hätte Apple das OS X10.9 optisch mehr an IOS 7 angleichen müssen.
    Ich nutze ein MacBook Air und ein iPhone 5, finde es sehr schade das diese beiden Systeme sich nun optisch voneinander entfernen. Gerade das ist es was mir so gut gefallen hat, ein sehr hoher Wiedererkennungswert.
    Nun ist es so, dass durch IOS 7 - das optisch sehr stark verändert wurde, das OS X10.9 irgendwie "Alt" aussieht.
    Man hätte in OS X10.9 wenigstens die Symbole an IOS 7 angleichen müssen.!

    Meine Meinung dazu.

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