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Power-User-Tipps: 10 nützliche Tricks und Kniffe für OS X

Power-User-Tipps: 10 nützliche Tricks und Kniffe für OS X

Auch wenn du täglich damit arbeitest: Vermutlich nutzt du nicht das volle Potenzial deines Macs. Viele Programme unter haben einen größeren Funktionsumfang, als man erwarten würde. Wir zeigen euch ein paar wirklich nützliche Funktionen.

Selbst wenn du keine weiteren Programme auf deinem installierst, kannst du schon ziemlich viel damit anfangen. Manchmal muss man einfach nur genau hingucken oder ein bisschen rumprobieren. Viele Sachen sind aber auch einfach zu gut versteckt.

1. QuickTime-Player: Kann mehr als nur abspielen

Bildschirmaufnahme mit weiteren Optione (Screenshot: t3n)
OS-X-Tricks: Bildschirmaufnahme mit weiteren Optionen. (Screenshot: t3n)

Nehmen wir als erstes den QuickTime-Player: Er spielt Video-Dateien ab und das war's? Nicht ganz: Er kann entgegen seines Namens nicht nur Dinge abspielen, sondern auch etwas aufzeichnen.

Hier findest du die Aufnahmemöglichkeiten (Screenshot: t3n)
Hier findest du die Aufnahmemöglichkeiten. (Screenshot: t3n)

Zum einen kann man Videoaufnahmen über die in vielen Macs eingebaute iSight-Kamera machen (es funktionieren aber auch andere Kameras, sofern sie unter OS X funktionieren) oder auch reine Audioaufnahmen. Es ist aber auch möglich, seinen Bildschirm aufzuzeichnen – also einen Screencast zu machen. Dabei kann man gleichzeitig ein Mikrofon (uns sei es das eingebaute) benutzen, um seine Aufzeichnung direkt zu kommentieren (einstellbar über den kleinen Pfeil neben dem Aufnahme-Knopf). Zu finden sind diese Aufnahme-Möglichkeiten über das Ablage-Menü.

2. Bildbearbeitung statt Bildbetrachtung

Umfangreiche Bearbeitungsmöglichkeiten in Vorschau (Screenshot: t3n)
Umfangreiche Bearbeitungsmöglichkeiten in Vorschau. (Screenshot: t3n)

Die Vorschau-App ist ein weiterer unterschätzter Kandidat, denn damit kann man Bilder nicht nur anzeigen, sondern auch bearbeiten. Neben den Funktionen, die im Menü „Werkzeuge“ zu finden sind (wie Bild drehen, spiegeln, Größe ändern, Farbkorrektur und mehr), gibt es auch eine eigene Werkzeugleiste, die man über den kleinen Werkzeugkoffer in der Symbolleiste einblenden kann. Hier kann man Texte zu einem Bild hinzufügen oder auch Kreise, Rechtecke, Linien oder auch Pfeile.

Einfach die eigene Unterschrift in Dokumente einfügen (Screenshot: t3n)
Einfach die eigene Unterschrift in Dokumente einfügen. (Screenshot: t3n)

Man kann aber auch Bereiche auswählen (es gibt sogar einen Zauberstab, der nur Bereiche gleicher Farbe auswählt) und beispielsweise löschen oder verschieben. All das funktioniert übrigens nicht nur für Bilder, sondern auch für PDF. Eine besonders praktische Funktion, wenn man keinen Drucker hat oder gerne möglichst papierlos arbeiten will, ist die „Unterschreiben“-Funktion. Damit kann man einfach seine Unterschrift an beliebiger Stelle zu einem Dokument hinzufügen. Um die Unterschrift auf den Mac zu kriegen, gibt es zwei Wege: Zum einen kann man ein Blatt Papier mit seiner Unterschrift vor die iSight-Kamera halten oder man benutzt sein Trackpad (sofern vorhanden) und unterschreibt direkt darauf. Das muss man auch nur einmal machen, danach ist die Unterschrift (oder mehrere) gespeichert und kann später in weitere Dokumente eingefügt werden.

3. Verwandschafts-Support leichtgemacht

Mit dem Programm „Nachrichten“ kann man seinen Bildschirm für andere freigeben oder andere Leute auffordern, ihren freizugeben. Ideal zum Beheben der Computerprobleme seiner Eltern. Dazu einfach in der Kontaktliste einen Kontakt wählen und dann im Menü „Kontakte“ den Punkt „Einladung zum Zugriff auf meinen Bildschirm“ oder „Um Bildschirmzugriff bitten“ auswählen.

4. OS X: Good artists copy, great artists steal

Apple hat im Laufe der Zeit immer mehr von Windows bekannte Funktionen in OS X eingebaut – so auch den Vollbildmodus. Ihn erreicht man, indem man den grünen Button in der Fenstertitelleiste anklickt. Früher befand sich an gleicher Stelle der Maximieren-Button, den viele fälschlicherweise für den Vollbild-Button hielten. Aber eigentlich funktionierte der mal vollkommen anders: Hatte man ein Fenster, dessen Inhalt nicht komplett sichtbar war und drückte diesen Button, sollte das Fenster danach die optimale Größe für den Inhalt annehmen. Das heißt mitnichten Vollbild.

Leider war die Funktion dieses Buttons Aufgabe des Programms, was dazu geführt hat, dass sich nicht alle Programme gleich verhielten. Manche maximierten ihre Fenster nach einem Klick eben doch auf Bildschirmgröße. Ob Apple wegen dieser Verwirrung oder wegen vieler Windows-Umsteiger einen richtigen Vollbildmodus eingebaut hat, ist nicht klar. Fakt ist: Will man das alte Verhalten zurück, hilft es, einfach die „alt“-Taste gedrückt zu halten, während man auf den grünen Button klickt.

5. Alt for Alternative!

Die „alt“-Taste ist auch sonst eine hilfreiche Taste. Das alt steht übrigens für „Alternative“, denn genau das bietet sie oft. Man kann zum Beispiel einfach mal ein Menü, etwa im Finder, öffnen und dann die „alt“-Taste drücken. Dann sieht man plötzlich weitere Menüpunkte oder bestehende Punkte ändern sich. Auch kann man diverse Icons mit gedrückter „alt“-Taste anklicken und bekommt weitere Funktionalitäten, ein „alt“-Klick auf das Lautstärke-Symbol in der Menüleiste zeigt so ein Menü an, in dem man die Audio-Ausgabe- und -Eingabe-Quellen ändern kann. Klickt man ganz rechts mit gedrücktem „alt“ auf das Mitteilungszentralensymbol werden die Mitteilungen deaktiviert (was man auch über einen Schalter erreicht, den man bekommt, wenn man in der Mitteilungszentrale ganz nach oben scrollt).

Viele Sonderzeichen erreicht man auch über die „alt“-Taste. Einfach mal „alt“ gedrückt halten und die Tasten auf der Tastatur nacheinander durchprobieren. Danach dasselbe nochmal, nur diesmal zusätzlich noch die Umschalttaste („Shift“) gedrückt halten. Wer lieber eine Übersicht haben will, kann auch die „Tastaturübersicht“ verwenden, die man folgendermaßen erreicht: Systemeinstellungen > Tastatur >Eingabequellen und dann unten die Checkbox „Eingabequellen in der Menüleiste anzeigen“ anklicken. Jetzt sollte man eine kleine Deutschlandflagge im Menü haben. Klickt man nun darauf, kann man „Tastaturübersicht“ auswählen. Im erscheinenden Fenster werden dann immer die aktuell gedrückte Tasten angezeigt. Hält man jetzt beispielsweise „alt“ gedrückt, sieht man, welche Sonderzeichen auf welcher Taste liegen.

Die Tastaturübersicht zeigt wo die Sonderzeichen liegen (Screenshot: t3n)
Die Tastaturübersicht zeigt, wo die Sonderzeichen liegen. (Screenshot: t3n)

Über das selbe Menü kommt man auch zur Emoji-Übersicht, allerdings findet sich die auch im „Bearbeiten“-Menü oder kann mittels cmd-ctrl-Leertaste aufgerufen werden. Diese Übersicht kann man über einen Klick auf den Button oben rechts in dem erscheinenden Fenster übrigens erweitern und erhält so noch wesentlich mehr Symbole und auch eine Suchfunktion. Oben links über den Zahnrad-Button kann man unter dem Punkt „Liste bearbeiten …“ noch wesentlich mehr Symbollisten auswählen, sodass man alle verfügbaren Symbole eingeben können sollte.

Symbole soweit das Auge reicht (Screenshot: t3n)
Symbole, soweit das Auge reicht. (Screenshot: t3n)

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5 Antworten
  1. von John am 30.01.2016 (11:12 Uhr)

    Mit welchem Tastenkürzel lässt sich denn eine neue .txt erstellen?

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  2. von Werner am 30.01.2016 (11:15 Uhr)

    Danke, ein paar Features kannte ich noch nicht. Auch immer wieder beeindruckend für was Windows User oft ein extra Programm installieren müssen, um ein paar Sachen auf die Reihe zu bekommen. (Läster..)

    Bei der Vorschau gibt es noch eine Eigenschaft die ich gerne nutze: Wenn ich zwei pdf's zu einem neuen mischen möchte, kann ich einfach in der Lesezeichenleiste die Seiten per drag and drop einfügen. Abspeichern, fertisch.

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