t3n News Marketing

Oscobo: Neue Google-Alternative sammelt und verkauft eure Daten nicht

Oscobo: Neue Google-Alternative sammelt und verkauft eure Daten nicht

Die Google-Alternative DuckDuckGo bekommt einen Mitbewerber aus Großbritannien. Oscobo, so der Name, versteht sich als anonyme , die verspricht, Nutzerdaten weder zu sammeln noch zu verkaufen. Derzeit werden UK-basierte Suchergebnisse bevorzugt, wobei der Plan besteht, europaweit aufzutreten.

Oscobo: Neue Google-Alternative sammelt und verkauft eure Daten nicht

Oscobo. (Screenshot: Oscobo.co.uk)

Oscobo: Google-Alternative aus UK

„In fact we do not store ANY data on our users.“

Oscobo ist unter anderem von Fred Cornell mitbegründet worden, der zwölf Jahre für Yahoo tätig gewesen ist. Sein Impuls, die anonyme Suchmaschine mit aufzubauen, war die Art und Weise, wie die Suchmaschinenindustrie – also Suchmaschinenbetreiber, Werbebörsen, Vermarkter und Publisher – Nutzer trackt und Geld mit gesammelten Nutzerdaten scheffelt, erläutert er gegenüber Techcrunch. Oscobo solle als Suchmaschinen-Gegenentwurf verstanden werden, der speziell für Nutzer bestimmt ist, die um ihre eigenen Daten besorgt seien, so Cornell.

Neben den Suchergebnissen zeigt Oscobo auch Twitter-Resultate in der Sidebar an. (Screenshot: Oscobo)
Neben den Suchergebnissen zeigt Oscobo auch passende Twitter-Resultate in der Sidebar an. (Screenshot: Oscobo)

Dass eine rege Nachfrage nach Produkten existiert, die die Privatsphäre von Nutzern achten, zeigt sich unter anderem an der Suchmaschine DuckDuckGo, die nach eigenen Angaben in den vergangenen zwei Jahren um 600 Prozent gewachsen sein will. Die letzten offiziellen Zahlen von DuckDuckGo deuten zumindest keine kleine Nutzerschaft an, wobei man bei weitem nicht an die riesigen Nutzerzahlen von heranreicht.

Oscobo setzt auf Yahoo und Bing

Zurzeit verfügt Oscobo – im Unterschied zu Hulbee, einer anonymen Suchmaschine aus der Schweiz – über keine eigenen Such-Technologien, stattdessen haben die Gründer den Suchindex von Bing/Yahoo lizenziert. Dies deutet darauf hin, dass man nicht auf der technischen Seite mit den Großen konkurrieren, sondern eher als Alternative für Nutzer fungieren will, denen eine private Sucherfahrung wichtig ist.

Geld verdienen will das privatfinanzierte Unternehmen mit Werbeeinblendungen, die im Unterschied zu Google und Co. nicht individuell an den Nutzer angepasst sind, sondern nur an die jeweilige Suchanfrage. Ebenso spiele der Ort eine Rolle – befindet man sich in Großbritannien, so werden entsprechende britische Anzeigen ausgespielt. Zurzeit zeigt Oscobo ohnehin nur britische Werbung an.

Oscobo kann selbstverständlich überall genutzt werden, die Ergebnissen sind zurzeit aber noch für Nutzer aus Großbritannien optimiert. Im Laufe dieses Jahres, so die Planung, will Oscobo sein Angebot für weitere europäische Länder ausrollen – auch eine spezifische Suche für Deutschland steht auf der Agenda.

Oscobo überzeugt dich nicht? Hier findest du weitere Google-Alternativen. Die 20 besten Suchmaschinen im Kurztest.

via www.searchenginejournal.com

Newsletter

Bleibe immer up-to-date. Sichere dir deinen Wissensvorsprung!

Vorheriger Artikel Zurück zur Startseite Nächster Artikel
10 Antworten
  1. von Arne am 07.01.2016 (16:14 Uhr)

    Warum wird eigentlich immer wieder behauptet, dass Google Benutzerdaten verkauft? Dafür gibt es keinen Beleg. Sie sammeln Daten und benutzen sie dazu um zielgerichtete Werbung zu platzieren. Dieses ist dann eine Dienstleistung, die sie den werbenden Unternehmen anbieten. Verkaufen oder auch Weitergeben von Nutzerdaten würde letztlich dem eigenen Geschäftsmodell schaden.

    Antworten Teilen
    • von Arne am 07.01.2016 (16:21 Uhr)

      Ich muss mich natürlich korrigieren. Es wird hier nicht behauptet, dass Google Nutzerdaten verkauft, aber es wird der Anschein erweckt, dass es so sei.

      Antworten Teilen
    • von Thomas D. am 07.01.2016 (23:22 Uhr)

      Naja, indirekt tun sie es schon. Wenn sie die Daten nehmen, um ihr Targeting zu verbessern, verkaufen Sie zwar nicht die Daten selbst, aber zumindest die Möglichkeit, diese zu nutzen. Ich bin da zwar auch eher schmerzbefreit, allerdings nervt das Targeting (von welchem Anbieter auch immer) schon manchmal ganz schön.

      Antworten Teilen
  2. von Andreas Floemer am 07.01.2016 (16:21 Uhr)

    Dass Google Nutzerdaten verkaufen soll, steht doch gar nicht explizit im Artikel.
    Google verkauft auch keine Nutzerdaten, nutzt sie aber zur Optimierung der eigenen Produkte – inklusive der Schaltung von angepasster Werbung.

    Antworten Teilen
    • von Arne am 07.01.2016 (16:57 Uhr)

      Ich hatte mich ja schon korrigiert. Zumindest bei mir suggeriert die Überschrift, dass Google das täte, auch wenn es nicht explizit behauptet wird.

      Antworten Teilen
      • von firstinstance am 07.01.2016 (19:14 Uhr)

        Habe die Überschrift auch so verstanden, ist ja eine "Google-Alternative".
        Was mir gerade aufgefallen ist, dass oscobo URLs von meinen Google-Adwords verwendet (Kampagne als Parameter [?pk_campaign=Google-Adwords]). So wie es scheint, werden wohl auch Google-Adwords als Datenquelle verwendet... Schönen Abend zusammen

        Teilen
  3. von WaschLos am 07.01.2016 (22:09 Uhr)

    Das ist so ekelhaft zu lesen, dass es mich nicht interessiert. Das ist wie eine Linke, die sich darüber identifiziert, dass es eine Rechte gibt oder eine Frau, die sagt sie ist eine Frau, weil sie kein Mann ist. Wow, große Leistung.

    Antworten Teilen
  4. von grep am 07.01.2016 (22:37 Uhr)

    Hallo ...,


    neben DuckDuckGo(.com) gibt es auch noch StartPage(.com), Qwant(.com), MetaGer(.de), etc. ...!

    Aber natürlich ist jede Konkurrenz zu Google ein wahrer Segen ...; welcher Webmaster / -Nutzer ist mittlerweile nicht (auch) von Google genervt (?) !

    Von mir aus kann Google in der Versenkung verschwinden - diese Suchmaschine diktiert / dominiert den Markt, die Webmaster, die Nutzer und ist eine ganz üble Datenkrake !

    Von daher ist mir Oscobo(.co.uk) eine willkommene Alternative zu dem resp. den Platzhirsch(en).


    Ciao, Sascha.

    Antworten Teilen
  5. von Gunter am 08.01.2016 (14:47 Uhr)

    Metager ist jetzt meine erste Wahl, vorher war es Ixquick. Jede Suchmaschine hat ihren eigenen "Stil", an den man sich erst gewöhnen muss.

    In der vor einiger Zeit erschienenen neuen Version (die mit orangenem Logo und besserem Webdesign) lässt sich Metager hervorrangend benutzen und liefert gute Ergebnisse. Ob die eingeblendeten Zitate am oberen Seitenrand nötig wären, ist diskutabel. Die Funktion ist für mich jedoch top.

    Antworten Teilen
  6. von Frixi am 10.01.2016 (13:56 Uhr)

    "DuckDuckGo bekommt einen Mitbewerber aus Großbritannien"... 'nough heard.

    Antworten Teilen
Deine Meinung

Bitte melde dich an!

Du musst angemeldet sein, um einen Kommentar schreiben zu können.

Jetzt anmelden

Mehr zum Thema Google
Google-Alternativen: Die 25 besten Suchmaschinen im Kurztest
Google-Alternativen: Die 25 besten Suchmaschinen im Kurztest

„Googlen“ ist nicht nur im deutschen Sprachschatz synonym für eine Internetsuche, doch gerade hierzulande wünschen sich viele Nutzer in Zeiten des PRISM-Leaks andere Möglichkeiten zur … » weiterlesen

Dr. Google in seriös: Wie Verily versucht, eine Suchmaschine für medizinische Antworten zu bauen
Dr. Google in seriös: Wie Verily versucht, eine Suchmaschine für medizinische Antworten zu bauen

Verily setzt ständig neue Maßstäbe im Health-Tech-Bereich. Jetzt versucht das Unternehmen eine seriöse Suchmaschine zu entwickeln, die Antworten auf medizinische Fragen liefert. » weiterlesen

Brain versus Google: Wie diese Suchmaschine dir beim Erreichen deiner Ziele helfen will
Brain versus Google: Wie diese Suchmaschine dir beim Erreichen deiner Ziele helfen will

Der 24-jährige Seriengründer Jerry Yue und ein Team von jungen Entwicklern arbeiten fieberhaft an der Suchmaschine der Zukunft. Brain fordert Google heraus – mit einer Reihe von KI-Features. » weiterlesen

Alle Hefte Jetzt abonnieren – für nur 35 €

Kennst Du schon unser t3n Magazin?