von , 14.08.2008

P2P-Online-Festplatte Wuala startet Beta

Der Schweizer Onlinespeicherdienst Wuala ist jetzt in die offene Betaphase gestartet. Die Besonderheit von Wuala besteht in der verteilten Speicherung der hochgeladenen Daten in einem Peer-to-Peer-Netzwerk. Die neue Version bringt dabei deutliche Verbesserungen mit.
Onlinespeicherdienste erfreuen sich nach wie vor großer Beliebtheit. Neben der Einsparung eigener Festplattenressourcen ist dafür vor allem die ortsunabhängige Verfügbarkeit der Daten verantwortlich. Wuala, das Startup aus Zürich, baut im Vergleich zur Konkurrenz von Microsoft Live SkyDrive oder den vielen One-Klick Hostern auf eine andere Technik. Wuala nutzt nicht ausschließlich eigene Server und Bandbreite, sondern setzt stattdessen auf verteilte Ressourcen via P2P.

Der kostenlose Service ermöglicht den Nutzern eine einfache Möglichkeit, Daten im Netz zu speichern und sie mit anderen zu teilen. Zum Start erhält jeder registrierte Benutzer ein festes Speicher-Kontingent, das durch die Freigabe eigener Ressourcen (Festplattenplatz und Bandbreite bzw. Onlinezeit) weiter erhöht werden kann. Wer also viele eigene Ressourcen für das P2P-Netzwerk bereitstellt, bekommt auch entsprechende Ressourcen zugeteilt. Die Art der Daten spielt dabei scheinbar keine Rolle, so dass auch Musikalben oder Kinofilme hochgeladen werden können. Um die Datensicherheit kümmert sich ein 128-Bit-AES-Algorithmus zur Verschlüsselung und ein 2.048-Bit-RSA-Algorithmus für die Authentifizierung der Nutzer.

Damit die verteilten Daten auch zuverlässig und mit einer hohen Verfügbarkeit wieder zusammengesetzt werden können, verwendet Wuala sogenannte "Erasure Codes". Damit werden nicht mehr alle einzelnen Pakete benötigt, um eine Datei wieder zusammen zu setzen.

Die mit dem Start der öffentlichen Beta eingeführte Version bringt gegenüber der geschlossenen Betaphase deutliche Verbesserungen. Nicht mehr notwendig ist die Installation einer Desktopanwendung, da die neue Version komplett webbasiert ist. Alle Funktionen zur Bedienung des Onlinespeichers werden jetzt direkt im Browser durchgeführt. Zudem stehen freigegebene Dateien jetzt auch für nichtregistrierte Besucher zur Verfügung, sofern sie für die Nutzung eingeladen wurden.

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