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Pageflow: WDR veröffentlicht Tool für interaktives Storytelling [#rp14]

Pageflow: WDR veröffentlicht Tool für interaktives Storytelling [#rp14]

Mit Pageflow hat der WDR auf der 2014 ein Tool für die Gestaltung von Artikeln nach dem Prinzip des interaktiven Storytellings vorgestellt. Es bietet einen tollen Rahmen für spannende Reportagen mit gutem Bildmaterial.

Pageflow: WDR veröffentlicht Tool für interaktives Storytelling [#rp14]

Interaktives Storytelling mit Pageflow. (Screenshot: WDR)

Wer eine gute Reportage mit einer guten Geschichte verfasst hat, möchte diese vielleicht im Web auch dementsprechend präsentieren und aus dem „normalen Rahmen“ ausbrechen. Die Möglichkeit dazu bietet das interaktive Storytelling, bei dem die Texte in besonderer Weise zusammen mit multimedialen Elementen präsentiert werden. Mit Pageflow hat Codevise jetzt in Zusammenarbeit mit dem WDR ein Tool entwickelt, mit dem genau das möglich ist.

Pageflow: Interaktives Storytelling leicht gemacht?

Pageflow ist seit gestern kostenlos verfügbar und soll als Mini-CMS fungieren, das speziell darauf ausgelegt ist, Reportagen im Stil des interaktiven Storytellings zu ermöglichen. Das Tool ist beim WDR und der ARD-Sportschau seit Ende 2013 im Einsatz, um besondere Reportagen hervorzuheben – ein Beispiel für eine solche interaktive Storytelling-Reportage könnt ihr hier finden.

Pageflow will als Tool die Möglichkeit geben, Artikel im Stil des interactive Storytelling zu erstellen. (Screenshot: Pageflow)
Pageflow soll als Tool die Möglichkeit geben, Artikel im Stil des interaktiven Storytelling zu erstellen. (Screenshot: Pageflow)

Laut der Projekt-Seite sind die Pageflow-Reportagen mobil-fähig gestaltet und mehrere Redakteure können mit einem intuitiven Editor gemeinsam an einer Reportage arbeiten. Das Tool kann mit einer Installation von mehreren Kunden benutzt werden, von denen jeder eine eigene Nutzerverwaltung hat. Es besitzt eine integrierte Medienverwaltung und kann für das Streaming mit verschiedenen CDN-Diensten konfiguriert werden. Weitere Details könnt ihr der Projekt-Site Pageflow.io entnehmen. Das Tool steht unter der MIT-Lizenz und ist auch für die kommerzielle Nutzung frei verfügbar.

Pageflow klingt super, gibt es auch einen Haken?

Ja, den gibt es: Pageflow ist eine Ruby-on-Rails-Anwendung und hat einige etwas exotischere Anforderungen an den Server – was nebenbei bemerkt auch den Test von unserer Seite verhindert hat. Ihr braucht zum Aufsetzen des Systems mindestens Ruby 1.9.3, Rails 4.0, einen Redis-Server und eine Datenbank, die von Active Record unterstützt wird – mit MySQL wurde es erfolgreich getestet. Außerdem benötigt ihr einen Account bei den Amazon-Web-Services für den S3-Storage und optional Cloudfront sowie einen Account bei Zencoder, für die Video- und Audio-Kodierung. Eine Installationsanleitung findet ihr auf der GitHub-Seite von Pageflow. Einen Hosting-Anbieter zu finden, der so etwas anbietet, könnte schwer werden, wenn ihr nicht gleich zu einem eigenen Server mit vollen administrativen Rechten und Pflichten greifen wollt.

Damit dürfte Pageflow nichts für den Massenmarkt sein und auch die in dem WDR-Pressebereich ausgeschriebene Zielgruppe „Blogger und kleinere Web-Projekte von Initiativen, Verbänden oder Studenten“ könnten die kompliziertere Installation und die technischen Anforderungen abschrecken.

Toll ist in jedem Fall, dass der WDR das Tool allen Interessierten kostenlos zur Verfügung stellt, und wenn mal etwas mehr Zeit ist, solltet ihr es bei Interesse vielleicht einfach mal in Ruhe lokal testen.

Update vom 07. Mai 2014: Wie in einem Kommentar angemerkt, gibt es – was im Nachhinein auch nur logisch ist – natürlich sehr wohl Hoster, die sich auf Rails spezialisiert haben, wie etwa Heroku. Es muss also nicht gleich ein eigener Server sein, um Pageflow zum Laufen zu bringen, was es wieder für eine große Gruppe von Anwendern interessant machen dürfte.
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16 Antworten
  1. von Jan-Hendrik am 07.05.2014 (09:04 Uhr)

    "Pageflow ist eine Ruby-on-Rails-Anwendung und hat einige etwas exotischere Anforderungen an den Server"

    Naja... Ich würde eher sagen, die Ruby-on-Rails-Anwendung bedient sich (glücklicherweise) moderner Technologien, und ist hervorragend bei den üblichen Rails Hostern wie Heroku untergebracht :-) Grund genug, es mal anzuschauen!

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  2. von Florian Brinkmann am 07.05.2014 (09:38 Uhr)

    Vielen Dank für den Hinweis, Jan-Hendrik – Habe dem Artikel eine Update-Box spendiert.

    Viele Grüße,
    Flo

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  3. von Jan-Hendrik am 07.05.2014 (09:44 Uhr)

    Top! :-)

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  4. von Arthur Schiller am 07.05.2014 (10:29 Uhr)

    Lässt sich auch bei Uberspace gut installieren...
    https://uberspace.de/dokuwiki/cool:rails

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  5. von weckenbrock am 07.05.2014 (10:44 Uhr)

    Spannendes Projekt, tolles Tool. Eigentlich einfach, wenn das komplizierte Aufsetzen nicht wäre. Aber das macht man ja nur einmal... Ich hab am Rande der #rp14 mit einem der Macher gequatscht: https://weckenbrock.wordpress.com/2014/05/07/multimedia-storytelling-leicht-gemacht-wenn-man-weis-wie-r14/

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  6. von Florian Brinkmann am 07.05.2014 (10:46 Uhr)

    @Arthur Schiller,

    hast du das bereits getestet? Ich wollte es auch bei Uberspace ausprobieren, habe es dann aber abgebrochen, als in der Doku nur von „Rails 3“ die Rede war (ich kenne mich mit Rails wenig bis gar nicht aus) ...

    Viele Grüße,
    Flo

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  7. von Timo Engelhardt am 07.05.2014 (10:50 Uhr)

    @Florian Brinkmann Der Service heißt heroku nicht heruko :)

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  8. von Florian Brinkmann am 07.05.2014 (10:54 Uhr)

    @Timo,

    danke für den Hinweis, ist korrigiert :)

    Flo

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  9. von Patrick R. am 07.05.2014 (14:30 Uhr)

    "Toll ist in jedem Fall, dass der WDR das Tool allen Interessierten kostenlos zur Verfügung stellt"

    So überrascht?
    Ich finde es sollte eine Selbstverständlichkeit sein, dass durch Steuern (oder eben GEZ) finanzierte Projekte und/oder Forschungsarbeiten gefälligst der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden sollen.
    Man sollte überrascht sein, wenn sie es NICHT tun!

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  10. von Marcus am 07.05.2014 (15:38 Uhr)

    ein paar screenshots des interfaces bzw. von dem "intuitiven Editor" bzw. von dem "Tool" wären ganz informativ, wenn man nicht gerade zeit und server hat das tools zum laufen zu bringen

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  11. von Andreas Patzer, Screen- & Webdesigne… am 07.05.2014 (19:11 Uhr)

    Erinnert mich an Flat-Design. Sollten Webdesigner sich sorgen machen? Besser als Powerpoint ist es auf jedenfall!

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  12. von Mario am 08.05.2014 (08:15 Uhr)

    Ohh, wenn ich mir die Preise von Heroku anschaue, dann ist das aber definitiv eher nicht für die Masse gedacht. Für einen performanten Zugang bekommt man anderswo schon ein halbes Rechenzentrum…

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  13. von Christina am 08.05.2014 (10:18 Uhr)

    Gibt zum Glück Alternativen, die auch auf Durchschnittsservern laufen: https://wordpress.org/plugins/aesop-story-engine/

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  14. von Andreas Patzer, Screen- & Webdesigne… am 08.05.2014 (13:41 Uhr)

    Fine Sache, Danke! Hat auch einen (fast) sauberen Quellcode. Ist zwar etwas abgespeckt. Für Präsentations-Webseiten ist jedoch gut geeignet.

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  15. von ulfklose am 14.05.2014 (13:13 Uhr)

    Die kostenfreien Heroku-Accounts dürften für sicherlich viele Anwendungsfälle genügen. Langsam sind die nämlich nicht. Für umfangreiche Storylines mag das vielleicht nicht gelten, aber auch die kleinen Accounts haben ordentlich Dampf.

    Hat das Tool schon jemand bei Heroku zum Laufen bekommen? Ich werde es in den kommenden Tagen mal ausprobieren.

    Zu Uberspace: vielleicht sollte man den lieben Leuten dort mal mitteilen, dass Rails 4 mittlerweile schon eine ganze Weile auf dem Markt ist ;-).

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  16. von svenwiesner am 27.10.2014 (18:17 Uhr)

    Ergänzung: Zu dem Tool gibt es jetzt eine Hosted-Variante zum schnell loslegen: http://pageflow.io/pricing.

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