Paid Content: Google kommt Verlagen entgegen

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Google kommt den Verlagen mit seinem Programm „First Click Free“ entgegen und gibt ihnen somit die Möglichkeit, Paid-Content-Modelle aufzubauen und trotzdem über Google gefunden zu werden. Beim „First Click Free“ Programm durchsuchen die Google-Crawler auch Webseiten, die sich hinter einer sogenannten „Paywall“ befinden und nehmen die kostenpflichtigen Inhalte in den Google-Suchindex auf. Der erste Klick auf einen solchen Inhalt ist für den Suchenden dann kostenlos, alle weiteren kostenpflichtig.

„First Click Free“ ist dabei an sich nicht neu. Bereits im September 2007 hatte Google dieses Programm vorgestellt, damit Publisher ihren Paid Content auch über die News auffindbar machen können. So gefundene Artikel konnten bisher einfach mit einem Klick angesehen werden, ohne dass ein Login notwendig war. Jetzt hat Google das „First Click Free“-Programm noch mal überarbeitet und schließt damit eine Lücke.

GoogleNews
In den Google News werden künftig nur noch fünf Paid Content Artikel angezeigt

War es bisher möglich, praktisch unbegrenzten Zugang zu Paid Content-Artikeln über die Google News zu erhalten, ist das System jetzt intelligenter geworden und merkt sich die Anzahl der angeklickten Seiten aus dem „First Click Free“-Angebot. Eine technische Sperre soll jetzt dafür sorgen, dass nach fünf Klicks Schluss ist und der Nutzer zum Bezahlen aufgefordert, bzw. auf den nächsten Tag vertröstet wird.

Als Ergänzung zum „First Click Free“-Programm bietet Google nun auch an, nur einen bestimmten Teil der Inhalte anzuzeigen. Die Crawler indexieren dabei zwar den gesamten Artikel, angezeigt wird dem Suchenden dann allerdings nur eine Vorschau, die beispielsweise aus einer erweiterten Headline bestehen kann. Will der Leser dann den ganzen Artikel sehen, wird er über die Paywall geführt.

Hintergrund

Google macht damit einen großen Schritt auf die Verlage zu, die den Suchmaschinenanbieter in den letzten Wochen und Monaten vermehrt kritisiert hatten. Der Vorwurf: Google mache bei der Indexierung von News durch die Einbindung von Werbung Profit, ohne die Verlage daran zu beteiligen und verhindere zudem Paid-Content-Modelle. Vorläufiger Höhepunkt der Auseinandersetzung war die Ankündigung von Rupert Murdoch, die Webseiten seiner News Corp. aus dem Google-Index herausnehmen zu wollen.

Mit dem überarbeitetem „First Click Free“-Programm nimmt Google den Verlagen deutlich den Wind aus den Segeln. Sie können nun ihre Inhalte in dem populärsten Suchindex belassen und trotzdem Inhalte hinter einer Paywall verstecken.

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3 Answers

  1. von flobota 03.12.2009 (10:58Uhr) 1.

    fehlen nur noch paid content modelle...

  2. von schneckerl 03.12.2009 (12:48Uhr) 2.

    für mich ein pyrrhussieg gegen google. äußerst geschickt gemacht vom suchmaschinengiganten, dem medienmogul auch noch die patronen für den schuss ins knie zu liefern!

    Murdoch vs. Google - Pyrrhussieg im Kampf der Giganten?

  3. von » LINKLOAD vom 03.12.2009 [UPLOAD… 03.12.2009 (19:49Uhr) 3.

    [...] Google kommt Verlagen in ihrem Drängen entgegen, sowohl bei Google zu finden zu sein als auch Geld für ihre Inhalte verlangen zu können. Dazu verändert Google das “First Click Free”-Programm. Was genau dahintersteckt, hat Falk hier auf t3n zusammengefasst… [...]

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