Paid Content: New York Times bevorzugt Facebook und Twitter

Die New York Times wird ab dem 28. März erneut zum Paid Content: Wer das gesamte Onlineangebot der reichweitenstarken Zeitung nutzen will, bezahlt mindestens 15 US-Dollar im Monat. Für 35 US-Dollar gibt es dann noch ein Rundum-Sorglos-Paket mit Zugang zur Website und nichtbeschränkte Apps für Smartphone und Tablet. Allerdings geht es auch kostenlos - dann nämlich, wenn man die Website der New York Times über Facebook oder Twitter besucht.

New York Times selektiert: Google ist böse, Facebook und Twitter willkommen

Die neuerliche Bezahlschranke der New York Times ist beileibe kein aufgewärmter Eintopf, sondern vielmehr ein neuer Ansatz, der Schule machen könnte. Wie auch schon früher der Fall, als die New York Times bereits mit einer Bezahlschranke experimentierte, können die Artikel der NYT-Website immer noch via Google News entdeckt und auch kostenlos aufgerufen werden. Allerdings nur fünf Artikel pro Tag, dann ist Schluss und man müsste für den sechsten Artikel zahlen. Wer die Website direkt besucht, kann sich 20 Artikel pro Monat kostenlos ansehen.

Viel interessanter und gänzlich neu ist aber die Tatsache, dass Besuche, die von oder ausgehen, nicht zu den fünf kostenlosen Visits pro Tag gezählt werden - sie sind immer kostenlos!

Aus diesem Modell wird abermals die ablehnende Haltung der traditionellen Printmedien gegenüber Google deutlich: „Google ist böse und verdient mit unseren Inhalten Geld!“. Für Facebook und Twitter gilt dies freilich nicht, denn diese Plattformen verdienen als kein Geld... oder sagen wir lieber: weniger direkt mit den Inhalten anderer. Denn natürlich verdienen auch Social Media Plattformen Geld mit Werbung, nur stehen diese dann nicht direkt neben den Inhalten.

Abonnenten der Printausgabe erhalten übrigens kostenlos den vollen Zugriff auf sämtliche digitalen Inhalte. Das Abo kostet in New York 46,80 US-Dollar im Monat.

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Die New York Times bekommt ein neues Paid Content Modell. (Foto: ReservasdeCoches.com / flickr.com, Lizenz: CC-BY)

Verändern Facebook und Twitter langfristig die Inhalte der New York Times?

Einen, wie ich finde, sehr interessanten Punkt bringt Matt Rosoff von Business Insider ins Spiel. In seinen Gesprächen mit Kollegen aus der Printbranche stellte er eine Veränderung fest, die langfristig auch einen deutlichen Einfluß auf die Inhalte der New York Times haben könnte: Die Social Networks bringen den Newsseiten mittlerweile soviel Traffik, dass nicht nur die Überschriften auf Social Media getrimmt werden, sondern auch die Auswahl der Themen. Vor zwei Jahren ging es bei der Reichweitensteigerung noch um die besten Tricks und Kniffe bei der Suchmaschinenoptimierung, nun steht die Social-Media-Optimierung an erster Stelle.

Für mich ein logischer Schritt, denn die Veränderungen bei der Verbreitung von Nachrichten, können an den Nachrichten selbst nicht spurlos vorbeigehen. Stellt sich nur die Frage, ob das wirklich der richtige Weg ist...

Weiterführende Links:

Weitere Artikel zu Twitter und Facebook

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4 Answers

  1. von Social Media News 18.03.11 – Socia… 18.03.2011 (22:26Uhr) 1.

    [...] t3n: Paid Content: New York Times bevorzugt Facebook und Twitter [...]

  2. von Waldemar Deutsch via facebook 21.03.2011 (14:26Uhr) 2.

    Ich finde in Zeiten der starken Online Werbung sollte man vielleicht dem User die Möglichkeit geben sich zwischen Zahlen oder Werbung sehen System entscheiden. Ich habe z.b. überhaupt nichts gegen Werbung, wenn eine Seite nicht DUMM zugepflastert wurde mit xxx-ray-radar-scannern.

  3. von Bezahlschranke der New York Times ausgeh… 22.03.2011 (15:01Uhr) 3.

    [...] Paid Content: New York Times bevorzugt Facebook und Twitter Kommentieren 0 Twittern 0 Teilen 0 22.03.2011 Schau dir doch unsere Neusten Artikel und News an. [...]

  4. von Paid Content: Financial Times Deutschlan… 09.05.2011 (16:27Uhr) 4.

    [...] als Paid Content und im digitalen Abo? Die New York Times führte erst vor Kurzem in den USA und Kanada eine Bezahlschranke ein - nachdem noch vor Jahren ein kostenpflichtiges Programm gestrichen wurde. Der Gruner + Jahr Verlag [...]

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