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Entscheidungshilfe für Shopbetreiber: Deutschlands große Paketdienste im Test

    Entscheidungshilfe für Shopbetreiber: Deutschlands große Paketdienste im Test

Gesamtsieger im Test ist DHL. (Foto: DHL)

Die Stiftung Warentest stellt die fünf großen, in Deutschland tätigen, Paketdienste DHL, DPD, GLS, Hermes und UPS auf den Prüfstand. Mit ganz unterschiedlichen Egebnissen: Von A wie „Alles in Ordnung“ bis Z wie „Zerdepperte Lieferung“.

Paketdienste sind die „letzte Meile“ vor dem Endkunden, dadurch sind die Paketdienste nicht nur einfacher Erfüllungsgehilfe für den Onlinehändler, sondern stellen einen erheblichen Teil des Kundenerlebnisses dar. Der aktuelle Test der Stiftung Warentest kann für Onlinehändler ein mögliches Entscheidungskriterium für die Auswahl des passenden Versanddienstleisters sein. Die wichtigsten Ergebnisse des Tests in der Übersicht.

paketdienst zustellung sendung
Die Paketdienste in Deutschland standen kürzlich bei der Stiftung Warentest auf dem Prüfstand. (Foto: © Ilan Amith - Fotolia.com)

Stiftung Warentest prüft Gesamtbild der Paketdienste

Die Stiftung Warentest hat sich bemüht ein Gesamtbild der Paketdienste in Deutschland zu zeichnen: der Paketversand, das Kernprodukt wurde überprüft, genauso aber auch die Arbeitsbedingungen, Löhne und Umweltengagement.

Der Testaufbau: So hat die Stiftung Warentest getestet

Das Testpaket bestand aus verschiedenen zerbrechlichen Gegenständen, die sorgfältig verpackt waren: fünf Teller, zwei Gläser und ein Bilderrahmen mit Glasfassung. Die Verpackung beschreibt Test.de wie folgt: „Die Waren waren sorgfältig in Luft­pols­terfolie einge­schlagen, Zwischenräume mit Poly­styrol-Chips aufgefüllt, so dass der Inhalt einen Fall aus 80 Zenti­meter Höhe unbe­schadet über­stand.“ Insgesamt verschickte die Stiftung Warentest von Juli bis September 100 Pakete, jeweils 20 Pakete pro Anbieter. Geprüft wurde dann unter anderem die Zustellgeschwindigkeit, die Zuverlässigkeit der Lieferung und auch die Arbeitsbedingungen bei den Paketdiensten. Letzeres im Rahmen eines sogenannten „Corporate-Social-Responsibility-Tests (CSR-Test)“, der sich über mehr als ein halbes Jahr erstreckte und neben den Arbeitsbedingungen auch das Engagement für den Umweltschutz und die Unternehmenstransparenz beleuchtete.

Der CSR-Test musste stellenweise auf eher investigative Recherchemethoden zurückgreifen, da sich nach Angaben der Stiftung Warentest die Unternehmen DPD, GLS und UPS weigerten den Prüfern Zugang zu den Mitarbeitern zu gewähren. Die Prüfer ermittelten daraufhin unabhängige Subunternehmer und verschafften sich wohl auf diesem Wege selbst den notwendigen Zugang. DHL und Hermes hingegen haben den Mitarbeitern der Stiftung Warentest den Zugang gewährt.

Paketdienste: Testergebnisse in der Übersicht

Nur DHL stellte ohne Bruchschaden zu

Die Sendungen sind nur bei DHL heil beim Empfänger angekommen, bei DPD verwechselte der Fahrer gleich bei sieben von 20 Sendungen Zustellung mit Polterabend und lieferte nur Bruch ab. GLS und Hermes zerdepperten fünf Sendungen und UPS präsentierte viermal Bruch.

DPD und GLS sind Zeit-Sieger

Immerhin kommt der Bruch schnell beim Kunden an: DPD und GLS sollen mit durchschnittlich 1,2 Liefertagen am schnellsten zugestellt haben, UPS folgt mit 1,6 Tagen dann DHL mit 1,9 Tagen und Hermes benötigte mit 2,3 Tagen am längsten für die Zustellung der Test-Sendung.

DHL und Hermes zeigen sich vorbildlich

Im CSR-Test trug DHL mit „Gut“ den Sieg davon, gefolgt von Hermes mit einem „befriedigend“ und den Schlusslichtern DPD, GLS und UPS mit einem deutlichen „mangelhaft“. Es drängt sich der Schluss auf, dass die Anbieter den Prüfern den Zugang zu den Mitarbeitern wohl nicht umsonst verweigert haben dürften.

Fazit: Prioritäten nach Warenart setzen

Der vorläufige Schluss aus den Testergebnissen scheint schnell gezogen: Robuste Ware scheint bei nahezu allen Zustellern innerhalb von rund 2 Tagen gut zu funktionieren, Onlinehändler mit zerbrechlichen Waren scheinen bei DHL am besten aufgehoben zu sein. Letztlich eine Abwägung von Schnelligkeit versus Qualität und Arbeitsbedingungen.

Den vollständigen Test der Paketdienste samt detaillierter Informationen zu den Testbedingungen und weiterer Kriterien gibt's bei der Stiftung Warentest für 2,50 Euro zum Download.

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6 Reaktionen
johannes
johannes

wenn die pakete nur nicht immer dann ankommen würden, wenn ich gerade arbeite... setze große hoffnungen auf lösungen wie lockbox oder paketbutler

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Daniel Leidenheimer
Daniel Leidenheimer

Es ist relative Einfach DHL wenn es hauptsächlich mit Privatpersonen gehandelt wird da DHL durch die Packstationen und Samstagszustellung und weitere Details optimal für Provatpersonen ist.

Wenn es um Geschäftskunden geht dann würde ich auch auf GLS/DPD/UPS oder eben DHL zurückgreifen weil alle relative schnell sind und felexibilität in der Zustellung kein Thema ist.

Shops die Hermes nur Hermes Versand anbieten meide ich aus Prinzip.

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Bernd
Bernd

Die können machen was sie wollen, ich bestelle inzwischen nicht mehr in Shops die nicht mit DHL/Post versenden. Habe nu ärger mit UPS, Hermes und Co gehabt. Meistens wird nicht lange gewartet, sie sind unhöflich, finden die Adresse nicht und es kam bei mir im Bekanntenkreis schon des Öfteren vor, dass die Adressen einfach als "nicht vorhanden" markiert wurden, obwohl jemand den ganzen Tag auf die Sendung gewartet hat.

Selbst bei den einzigartigsten Produkten... ich tu mir den Ärger nicht mehr an und bestell nur noch, wenn es mir der Postbote oder DHL-Dienst bringt.

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Johannes
Johannes

Wenn wir jetzt alle mal den Kopf einschalten, bitte! Dann werden wir erkennen, dass das einzige Argument die Arbeitsbedingungen sein sollten. Ankommen "tut" die Ware überall ... Danke!

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Philipp
Philipp

Da hat wohl jemand den Artikel nicht gelesen .. oder was bringts, wenn's ankommt aber kaputt ist?

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Selektion statt Vorgabe
Selektion statt Vorgabe

Gute Shops lassen den Kunden entscheiden und nehmen ggf. etwas Aufpreis für andere Versender.
Bei Amazon kann man wohl auch an Paketstationen und Hermes-Shops schicken lassen.

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