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E-Commerce

Schluss mit verpassten Paketen: 4 Lösungen für bequemes Onlineshopping

    Schluss mit verpassten Paketen: 4 Lösungen für bequemes Onlineshopping
(Foto: Locumi)

Und wieder ein Abholschein: Onlineshopping ist nett, ständig Paketen hinterher zu rennen eher nicht. Wir haben pfiffige Lösungen gesammelt, die das Problem mit den unzustellbaren Paketen jetzt schon beheben können – zu aller Zufriedenheit.

Pakete, die nicht zugestellt werden können, sind ein Problem für alle Beteiligten: Die Paketdienste bekommen zusätzliche Arbeit, der Endkunde im dümmsten Falle ebenfalls und der Onlineshop damit einen verärgerten Kunden. Sowohl Startups als auch etablierte Paketzusteller und Onlineshops arbeiten an Lösungen, die Paketzustellungen vereinfachen sollen: Mit Aufbewahrungssystemen, die es ermöglichen, Pakete auch an abwesende Kunden zuzustellen. Im Prinzip handelt es sich um Briefkästen für Pakete. Wir haben die aktuell verfügbaren Angebote für euch zusammengestellt.

Locumi

Locumi ist eine Versandtasche aus dickem Filz, die mittels einer Spezialvorrichtung aus Aluminium an der Wohnungstür angebracht wird. Locumi ist bundesweit verfügbar, kann bereits jetzt bezogen werden und funktioniert mit allen gängigen Paketdiensten. Die Tasche ist für einmalig 129 Euro erhältlich, oder mit einem Abonnement für 9,90 Euro monatlich. Um Locumi zu nutzen füllt der Kunde bei der Anmeldung eine sogenannte „Abstellgenehmigung“ aus, die es den Paketdiensten erlaubt, die Sendungen in die Locumi-Tasche zu platzieren. Mehr dazu in unserem Artikel „Onlineshopping ohne Zustellprobleme: Locumi bringt die Paket-Box für Jedermann“.

(Foto: Locumi)
Locumi will Paketzustellungen mit einer Versandtasche lösen. (Foto: Locumi)

Lockbox

Die Lockbox ist nach dem DHL-Paketkasten die zweitsicherste Lösung in dieser Übersicht. Wir haben schon vor dem Start der Lösung über Paketzustellungen mit der Lockbox berichtet, jetzt hat sich das Startup weiterentwickelt: Lockbox verwendet stabile, verriegelbare Kunststoffboxen, die mit Hilfe eines Stahlseils und einem individuell auf die Tür angepassten Stahlhaken befestigt werden. Mehrere Zustellungen werden schlicht gestapelt. Ohne größeren Aufwand mit schwerem Werkzeug sind diese Boxen nicht von der Tür zu entfernen. Lockbox arbeitet mit zwei Modellen: Entweder packt der Onlineshop die Sendung direkt in eine Lockbox und der Zusteller liefert die Lockbox an den Kunden aus, oder der Kunde lässt die Bestellung aus einem beliebigen Onlineshop an Lockbox zustellen, das Startup packt dann um und übernimmt die letzte Meile bis zum Kunden. Die Nutzung des Dienstes ist entweder kostenfrei, wenn der Kunde in einem Partnershop bestellt, oder kostet 2,90 Euro pro Sendung. Die Partnershops subventionieren die Zustellung und möchten so einen Wettbewerbsvorteil erwerben.

(Bild: Lockbox GmbH)
Schematische Darstellung der Befestigung einer Lockbox an der Haustür. (Bild: Lockbox GmbH)

DHL Paketkasten

Der DHL Paketkasten ist die sicherste Lösung in dieser Übersicht, allerdings kann nicht jeder den Kasten bei sich aufstellen: Nicht jeder kann an Haus oder Auffahrt herumschrauben. Der Trumm von Schrank wird nämlich fest montiert, entweder an der Wand oder freistehend. Neben vier Standardmodellen hat die Deutsche Post auch einen Partner, der Paketkästen nach Wunsch fabriziert: In einer Gartenbank integriert – oder wie auch immer gewünscht. Der Kostenpunkt liegt bei mindestens 99 Euro, oder 1,99 Euro monatlich. Aufbauen können Kunden mittels Montageanleitung selbst oder gegen Gebühr einem DHL-Partner die Montage überlassen. Nachteil der Lösung: Die Schlüsselchips bekommen nur der Kunde und DHL – andere Paketdienste können den Paketkasten nicht mitnutzen. Mehr zum Paketkasten in unserem Artikel. Neben dem Paketkasten gibt es noch die altbekannte Packstation, die von DHL aufgestellten Abholstationen, die sich in vielen Großstädten Deutschlands befinden.

(Foto: DHL)
DHL bietet für Paketzstellungen einen überdimensionierten Briefkasten an. (Foto: DHL)

Paketbutler: Zalando, Telekom und DHL

Der Paketbutler ist eine ähnliche Lösung wie Locumi und wird aktuell in einem Pilotprojekt erprobt. Kunden aus bestimmten Postleitzahlgebieten können die Lösung schon kostenfrei testen. Der Paketbutler besteht aus einem Aluminiumrahmen und einem flexiblen aber reißfesten Stoff, geöffnet und verriegelt wird er per NFC. Dazu verfügt die Vorrichtung als einzige im Feld über eine Stromversorgung mit Batterien. Ähnlich wie bei Locumi will Paketbutler eine platzsparende Lösung sein und durch die faltbare Ausführung auch für kleine Wohnungen praktischen Nutzen bieten. Preise sind noch keine bekannt, da sich das Projekt noch in der Pilotphase befindet, vermarktet wird der Paketbutler von einem Unternehmen namens Feldsechs.

(Screenshot: Paketbutler)
Paketbutler geht ähnliche Wege wie Locumi. (Screenshot: Paketbutler)

Problem Paketzustellungen: Selbst lösen mit der Abstellgenehmigung

Wenn ihr keine der bisher aufgeführten Lösungen einsetzen wollt oder könnt und trotzdem nach Möglichkeiten sucht, eure Pakete bequemer zu empfangen, dann gibt es zum Beispiel bei DHL noch die Möglichkeit, sich einen Wunschtag für die Zustellung auszusuchen oder einen Ablageort zu vereinbaren. Die Abstellgenehmigung lässt sich übrigens auch mit anderen Paketdiensten vereinbaren. Ein einigermaßen sicherer Abstellort lässt sich bei euch nicht realisieren? DHL nimmt auch den Namen eines Wunschnachbarn auf, der ersatzweise Lieferungen entgegennehmen darf. Das verhindert, dass ausgerechnet der unsympathischste Nachbar ständig die Pakete hütet.

Vor- und Nachteile vereinfachter Paketzustellungen

Bis auf den Paketkasten von DHL handelt es sich bei allen Lösungen um mehr oder weniger unsichere Lösungen. Die Anbieter bemühen sich um möglichst große Sicherheit, aber die Idee simpler Systeme, die mit wenigen Handgriffen an den Türen angebracht und wieder entfernt werden können, erfordert Kompromisse. Das Ergebnis: Filz, Kunststoff oder Stoff. Mit einiger krimineller Energie lassen sich die Paketaufbewahrungslösungen aufbrechen oder aufschneiden. Das wird allerdings mehr oder weniger in Kauf genommen, die Konzepte sind nicht für die Verwendung im Freien, sondern eher in Mehrfamilienhäusern und Wohnblöcken in Großstädten konzipiert. Das schafft ein wenig mehr Sicherheit, weil der Personenkreis kleiner ist, der theoretisch an die Aufbewahrungslösungen herankommt. Grundsätzlich sind die Lösungen gut geeignet für Lieferungen mit überschaubarem Wert. Lebensmittel aus dem Online-Supermarkt sind ein Paradebeispiel für „geeignete“ Lieferungen.

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4 Reaktionen
Ohlenmacher
Ohlenmacher

das Problem kann nur gelöst werden, durch regionale Abhol Stationen, die sehr flexxible Öffnungszeiten haben, z.B. einen Rewe, Neukauf Edeka Markt,
Tengelmarkt,..............................
Öffnungszeiten teilweise bis 24.00 Uhr an allen Werktagen, und in jedem größeren Ort erreichbar

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Logistikberater
Logistikberater

Was wäre, wenn ein Dienst mit der Technik vom Fahrdienst Über, Pakete dort zustellt, wo sich der Empfänger gerade aufhält (wenn er nicht zu Hause ist). Denkbar sind Übergaben an Bushaltestellen oder anderen zentralen und belebten Punkten in der Stadt.

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Zweifler
Zweifler

Schöne Idee - aber wenn der Paketbote kein bock hat in den 5. Stock zu laufen oder geschweige denn zu klingeln, hilft das alles nicht! :D

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Replacement
Replacement

Die Lösungen klingen oft nach nur einem Empfänger.
Päckchen darf man im Hausflur ablegen.
Für Kehrfamilienhäuser oder Plattenbausiedlungen wären mehrere Spinte o.ä. ganz nett wo der Postbote (oder der von DPD, Hermes, GLS, TNT-Express, UPS,...) die Dinge reintut und den Schlüssel in den jeweiligen Briefkasten ablegt. Ablegegenehmigungen als Aufkleber am Briefkasten wären auch ganz zweckmäßig.

Das man es mit den Handy fotografiert und per UMTS an den Empfänger sendet sollte eh längst normal sein. 13 Megapixel sind für aktuelle 200-Euro-Handies dank Sony-EXMOR doch wohl gängig. Die Dinger wo man bisher unterschreibt sind nicht billig und könnten durch Handies sinnvoller replaced werden.

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