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Dateiverwaltung der Zukunft: doctape startet in offene Betaphase

Mit dem Archivierungsdienst doctape lassen sich Dateien digital verwalten. Alle Medienformate werden automatisch umgewandelt, so können Nutzer Fotos, Videos und Audiofiles ohne die Installation einer lokalen Software direkt ansehen. Ein Tagging-System ersetzt die bei Dropbox übliche Ordner-Struktur. Nun startet das Hannoveraner Startup in die offene Betaphase.

Dateiverwaltung der Zukunft: doctape startet in offene Betaphase

doctape wandelt Dateien im Hintergrund um

Storage-Dienste wie Dropbox, Evernote und doo erfreuen sich großer Beliebtheit, da der Trend „papierloses Büro“ nicht mehr aufzuhalten ist. Seit eineinhalb Jahren mischt auch doctape mit und öffnet sich nun für alle Nutzer. Das Startup bietet eine Möglichkeit, persönliche und geschäftliche Dokumente jeder Art in der zu archivieren, organisieren und zu teilen.

Anders als Dropbox fokussiert sich doctape dabei nicht auf die Dokumente selbst, sondern auf deren Inhalte. Bilder, Videos und Audiodateien werden im Hintergrund umgewandelt und können direkt angeschaut und abgespielt werden, ohne die Datei herunterzuladen und eine lokale Software installieren zu müssen. Nutzer können Dateien im Browser hochladen (einfach von der Festplatte ins Browserfenster ziehen) oder alternativ an ihre doctape E-Mail-Adresse senden.

doctape: Tagging- statt Ordnersystem

Das Besondere an Doctape ist außerdem das Interface: Die unterschiedlichen Medienformate sind farblich markiert und werden übersichtlich präsentiert. Statt auf die typischen Ordner zu setzen, verwendet doctape ein intuitiv bedienbares Labelsystem. Die Bearbeitung von Dokumenten geschieht per Google Docs. Auch als iPhone-App ist der Dienst bereits verfügbar (iTunes).

Doctape will zukünftig auch das gemeinsame Erstellen von Playlists und Fotoalben ermöglichen. Schon jetzt können Nutzer Dateien in nach Themen- oder Benutzergruppen sortierte Tapes einfügen und mit ausgewählten Nutzern teilen. Öffentlich geteilte Dokumente (z.B. bei Facebook und Google+) können auch von Nutzern geöffnet werden, die nicht bei doctapes angemeldet sind.

doctape: Ein Tagging-System macht Dokumente leicht auffindbar.

Ein Vorteil, den doctapes mit seinem deutschen Mitbewerber doo gemeisam hat, ist das Thema Datensicherheit: „Alle Prozesse laufen bei doctape über entsprechend zertifizierte Rechenzentren innerhalb der EU. Zudem setzt das Startup aus Hannover auf modernste Kryptographie-Implementierungen und überprüft sämtliche Dateien auf Viren, bevor sie mit anderen Benutzern geteilt werden können“, erklären die Hannoveraner.

Im Zuge der Öffnung für alle Nutzer sammelt das Startup nun auch Geld ein. Zu den Investoren der ersten Finanzierungsrunde zählen Frank Biedka, Christian Vollmann (eDarling, MyVideo), Heiko Hubertz (Bigpoint), Jörn Lubkoll (Inter.net Germany GmbH), Philipp Belter (Netzwert AG), Martin Sinner (Idealo) und Berlin Ventures.

doctape Gründer Ricardo Ferrer Rivero, Sascha Reuter und Sven Hohlfeld
doctape Gründer Ricardo Ferrer Rivero, Sascha Reuter und Sven Hohlfeld

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Eine Antwort
  1. von peter.kahlhorn am 28.11.2012 (20:25Uhr)

    Ich konnte mir gerade ein breites Grinsen nicht verkneifen. Das papierlose Büro ist ja nicht gerade neu.
    In den 80er Jahren sollten PPS-Systeme (Produktionsplanungssysteme) das Papier wegbringen. Ich habe PPS nur als papierproduzierende Systeme kennengelernt und das nicht nur in einem Industriebetrieb. Geändert hat sich daran bis heute nichts.

    Wenn ich mir heute meinen Schreibtisch ansehe, kann von Papier sparen keine Rede sein. Im Gegenteil ist es mit jedem Jahr deutlich mehr geworden.
    Besonders lustig sind Formulare, die per Post kommen und die man deutlich lesbar von Hand ausfüllen soll, weil sie später automatisch gescannt und verarbeitet werden.

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