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Entwicklung

Drei Jahre nach der Übernahme: Facebook stellt die Mobile-Developer-Plattform Parse ein

    Drei Jahre nach der Übernahme: Facebook stellt die Mobile-Developer-Plattform Parse ein
85 Millionen US-Dollar soll Parse Facebook wert gewesen sein. (Screenshot: parse.com)

Parse ist für Facebook ein zu kleiner Nebenschauplatz, weshalb der Dienst abgedreht wird. Bis Januar 2017 haben Entwickler Zeit, ihre Daten zu anderen Services zu migrieren.

Überraschendes Aus für Parse

„Wir müssen eine schwierige Ankündigung machen“, schreibt Parse-Mitgründer Kevin Lacker auf seinem Blog. Der Eigentümer Facebook hat beschlossen, die Plattform für Mobile-Developer einzustellen, spätestens im Januar 2017 ist Parse Geschichte.

Facebook hatte den Anbieter der Cloud-Dienste für Apps im April 2013 für 85 Millionen US-Dollar übernommen, damals war das Startup zwei Jahre alt. Mit Parse wollte der Social-Media-Konzern seine Services für Entwickler ausweiten und daraus einen wichtigen Geschäftsbereich bauen. Weil die Werbevermarktung für Facebook mittlerweile das Kerngeschäft ist, wurde Parse vernachlässigt, berichtet die New York Times.

Außerdem sei der Druck durch Konkurrenzangebote von Amazon und Google gestiegen. „Wir möchten unsere Ressourcen in Bereiche mit stärkerer Bedeutung stecken“, kommentiert ein Facebook-Sprecher die Entscheidung. Im Dezember 2015 veröffentlichten die Parse-Entwickler noch Updates, was auf ein überraschendes Ende hinweist.

85 Millionen US-Dollar soll Parse Facebook wert gewesen sein. (Screenshot: parse.com)
Parse wurde 2011 gegründet und zwei Jahre später von Facebook übernommen. (Screenshot: parse.com)

500.000 Apps

Entwickler, die Parse noch einsetzen, haben bis 28. Januar 2017 Zeit, ihre Daten zu anderen Diensten zu migrieren. Dafür veröffentlicht die Plattform ein Tool und eine Anleitung zur Migration. Erst im November 2015 informierte Facebook, dass 500.000 Apps auf Parse erstellt wurden.

„Wir wissen, dass die Umstellung nicht leicht ist und versuchen, den Prozess so einfach wie möglich zu machen“, entschuldigt sich Lacker bei seinen Kunden.

via blog.parse.com

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