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Marketing

Gruseliger Patentantrag: Apple will Ads nur denen zeigen, die es sich leisten können

    Gruseliger Patentantrag: Apple will Ads nur denen zeigen, die es sich leisten können
Jeder Zielgruppe die passende Werbung. (Foto: Shutterstock)

Ein von Apple eingereichter Patentantrag sorgt derzeit für Aufregung: Demnach könnten Werbeanzeigen künftig nur noch denen angezeigt werden, die sich die entsprechenden Produkte auch leisten können.

Apple-Patentantrag: Werbung nach Kontostand

Apple hat – wie viele andere Unternehmen auch – schon viele Patentanträge eingereicht, die bisher nicht gewährt oder gar umgesetzt wurden. Daher steht auch nicht wirklich zu befürchten, dass diese Idee in absehbarer Zeit umgesetzt werden könnte. Aber ein Blick auf das Patent, das eigentlich aus dem Jahr 2008 stammt, aber im Frühjahr dieses Jahres neu eingereicht wurde, lohnt sich schon. Denn darin wird überlegt, wie Werbung gezielt entsprechend des Kontostands des Nutzers ausgeliefert werden kann.

(Foto: Apple.com)
Apple-Patentantrag: Wer sich Werbung leisten kann, reagiert auch eher darauf und zahlt für die beworbenen Produkte – zum Beispiel mit Apple Pay. (Foto: Apple.com)

Im Patentantrag heißt es etwa, dass Werbung für Produkte und Dienstleistungen gezielt bestimmten Nutzergruppen gezeigt werden solle, die einem bestimmten Profil entsprächen, das es wahrscheinlicher mache, dass sie auf diese Werbeanzeigen reagierten und die entsprechenden Angebote kauften. Dies könne unter anderem darüber gemessen werden, wie viel Geld sich noch auf ihrer Prepaid-Kreditkarte befinde. Ziel dieser Art der gezielten Werbung wäre, dass Nutzer nur solche Ads angezeigt bekämen, die sie sich auch leisten könnten.

Geworbener Einkauf: Bezahlung über Apple Pay

Darüber hinaus könne das Guthaben dem Patentantrag nach auch aus vorherigen Einkäufen des Nutzers oder dessen Mobilfunkabrechnung ermittelt werden. Die Bezahlung der aufgrund der Bewerbung erworbenen Waren könnte dann über einen Bezahldienst, etwa das hauseigene Apple Pay, direkt vom Smartphone oder Tablet aus erfolgen. Bei Apple Pay achtet der Konzern nach eigenen Angaben darauf, die Daten der Nutzer zu schützen.

Ob ein solches System jemals das Licht der Welt erblickt, ist aber mehr als fraglich, zumal Apple-Chef Tim Cook sich ja eigentlich erst vor kurzem gegen die Monetarisierung von Nutzerdaten ausgesprochen hat. Möglich wäre also, dass Apple sich das Patent sichern will, um die Konkurrenz davon abzuhalten, eine solche Idee schnell umzusetzen, und um sich möglicherweise für die Zukunft Optionen offen zu halten.

via www.zeit.de

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5 Reaktionen
Jürgen Schulze

ich nutze (auch hier) admuncher
bin seit JAHREN verschont von allen Nervbannern

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Stephan Jäckel

Das ist ein zweischneidiges Schwert. Zahlreiche Luxuswaren und hochpreisige Marken leben davon, dass sie möglichst vielen Menschen, die sich ihre Anschaffung nicht leisten können, bekannt sind und bei diesen prinzipiell begehrt sind. Daraus leitet sich in Teilen die Begehrlichkeit der zahlungfsfähigen Kundschaft ab.

Bei Alltagsgütern kann man sich damit auch kräftig ins Knie schießen, weil "Up-Selling" durchaus auch schon im Moment mit dem Anzeigenkontakt passieren kann. So blendet man ggf. die billigere Variiante ein, obwohl die teurere Ausgabe hätte verkauft werden können.

Am Ende sind all die "neuen" Werbevarianten Ausdruck der Angst vor der freien Kundenentscheidung, die heutzutage in Marketing und Vertrieb herrscht. Geradezu panisch versucht man sich im Erinnerungsraum der Menschen zu halten, wie ein Stalker nur um nicht im "Moment of Truth" nicht in der engeren Auswahl oder die Auswahl zu sein......

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Miau
Miau

Dann bekomm ich bald nur noch Werbung für Luft und Liebe?! :)

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Odraude
Odraude

Boah, das ist so 2008!

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TV-Programme
TV-Programme

Wenn NRW mit ich glaube 16-18 Mio Bürgern in Ferien ist, werden die Firmen vermutlich auch anders Werbung bei den TV-Sendern schalten als wenn das kaufkräftige Bayern in Ferien geht.
Kontextabhängige Werbung ist folglich nicht besonders überraschend.

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