Zukünftig können Kunden ihre EC-Karte im Geldbeutel stecken lassen. Das neue biometrische Identifikations- und Autorisationsverfahren Pay-At-Match der Deutschen Telekom AG ermöglicht es jedermann Zahlungen mit Hilfe des eigenen Zeigefingers und einer PIN-Nummer zu tätigen. Für die Nutzung des Dienstes soll eine geringe Jahresgebühr in bisher ungenannter Höhe anfallen. Pay-At-Match wird im September dieses Jahres als Pilotprojekt in den hochfrequentierten Wilmersdorfer Arcaden in Berlin starten. Während der Pilotphase werden über 100 Shops das neue Zahlungssystem zum Test anbieten.
Pay-At-Match: So funktioniert das neue Zahlungsverfahren
Bei der erstmaligen Registrierung werden die Rechnungs- und Bankdaten des Kunden abgefragt, nun wird der Fingerabdruck hinterlegt und zum Abschluss noch der Pin-Code ausgewählt. Die zur Verfügung gestellten Daten werden dabei aus Sicherheitsgründen in separaten Datenbanken abgespeichert. Nun ist der neue Zahlungsdienst einsatzbereit. Dass der Registrierungsprozess zu Hause erfolgen kann, dürfte bezweifelt werden. Niemand besitzt zu Hause einen Fingerabdruckscanner. Bisher ist den Händlerinformationen auf der Website von Pay-At-Match zu entnehmen, das Händler auch als Registrierstelle fungieren können. Offensichtlich scannt der Kunde seinen Fingerabdruck in diesem Falle am Zahlungsterminal ein und stellt dann mit der EC-Karte die Verbindung zu seinem Bankkonto her.
Der Zahlungsvorgang
- Kunde legt seinen Finger auf den Scanner am Zahlungsterminal.
- Das Terminal erkennt den Kunden und leitet weiter zur fünfstelligen Pin-Eingabe.
- Nach erfolgter Pin-Eingabe wird die Transaktion abgeschlossen.
- Zahlungsbeleg wird nun vom Terminal erstellt und ausgedruckt.
Händlerkonditionen wurden bisher noch nicht veröffentlicht, vermutlich ist bis zum Start des Pilotprojektes noch mit weiterführenden Informationen zu rechen. Für die potentielle Verbreitung des neuen Zahlungssystems dürfte es vorteilhaft sein, dass bestehende Terminals mit einem Fingerabdruckscanner um die Pay-At-Match Funktionen erweitert werden können. Sollte das neue Zahlungssystem beim einzelnen Händler gut ankommen, dürfte Pay-At-Match eines der vielversprechendsten neuen Bezahlverfahren werden. Den eigenen Finger trägt jeder ständig bei sich, und es werden im Gegensatz zu Techniken wie NFC keine sensiblen Kontodaten mit einer Funktechnik übermittelt, die von vielen Datenschützern als angreifbar angesehen wird.
Weiterführende Links
- Datenschützer protestieren über NFC - Süddeutsche Zeitung









von ulrich kipper 26.02.2013 (10:08Uhr) 1.
Biometric payment wird seit bald 10 Jahren von EDEKA und anderen erfolgreich eingesetzt. Die Telekom ist früh dran ;-)
von aNdY 26.02.2013 (11:15Uhr) 2.
was soll denn daran schneller sein..? ob ich jetzt eine EC-Karte in die Kiste schiebe und meine PIN eingebe, oder meinen finger draufhalte und pin eingebe (sogar fünfstellig).. hm.. der einzige vorteil ist nur, d. sie dann meinen fingerabdruck haben..