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E-Commerce

Der Drops ist noch lange nicht gelutscht: Warum giropay und paydirekt zu PayPal-Killern werden könnten

    Der Drops ist noch lange nicht gelutscht: Warum giropay und paydirekt zu PayPal-Killern werden könnten
(Grafik: Shutterstock)

Paydirekt und giropay, zwei deutsche Anbieter, wollen das Bezahlen in Online-Shops revolutionieren sicherer besser machen. Wird PayPal endgültig in die Schranken verwiesen?

Giropay und paydirekt: Angriff auf PayPal

Bei PayPal dürfte man zurecht schon nervös sein. (Foto: Ken Wolter / Shutterstock.com)
Bei PayPal dürfte man wegen giropay und paydirekt zurecht nervös sein. (Foto: Ken Wolter / Shutterstock.com)

Um im E-Commerce zu bezahlen, stehen den Kunden nur wenige Bezahlverfahren zur Verfügung: Lastschrift, Rechnung, Vorkasse, Kreditkarte, Nachnahme oder Online-Bezahlverfahren wie ClickandBuy PayPal, Sofortüberweisung, MasterPass. Der Markt der Zahlarten ist erschreckend überschaubar.

Mangels echter Alternative ist des deutschen liebstes Zahlungsmittel nach wie vor die Rechnung. Mit 28 Prozent steht der Kauf damit an Platz 1 der Zahlungsmethoden, gefolgt von der Lastschrift. Mit 20 Prozent liegt das Online-Bezahlverfahren PayPal noch auf Platz 3, aber dieser Platz ist alles andere als sicher. Mit giropay und giropay paydirekt tröten blasen gleich zwei alternative Bezahlverfahren aus Deutschland zum Angriff. Wir stellen beide vor.

Giropay – das Bezahlverfahren der deutschen Kreditwirtschaft

Giropay, ein von der deutschen Kreditwirtschaft entwickeltes Online-Bezahlverfahren, gibt es schon seit fast zehn Jahren. Im Kern wird die Zahlung über das Online-Banking des Kunden abgewickelt. Über 35 Millionen Nutzer können mit giropay im Onlinehandel bezahlen.

Um giropay zu nutzen, braucht man einen Online-Banking-Zugang der teilnehmenden Bank. Laut der EHI-Studie „Online Payment 2015“ wird heute schon etwa 0,1 Prozenz des Umsatzes im E-Commerce über giropay abgewickelt. Die Zahlart kann über die Grenzen von Deutschland hinaus – in Österreich – genutzt werden. Besonders innovativ: Der Händler bekommt in Echtzeit (!) die Information über den Zahlungseingang und kann den Versand der Ware veranlassen.

Sicherheitsmerkmale werden bei giropay GROSS geschrieben. (Screenshot: giropay.de)

Von der deutschen Kreditwirtschaft entwickelt: Paydirekt

Paydirekt hingegen ist ein von der der deutschen Kreditwirtschaft entwickeltes Online-Bezahlverfahren, das seit fast zehn Jahren Monaten auf dem Markt ist. Im Kern wird die Zahlung über das Online-Banking des Kunden abgewickelt.  Über 50 Millionen Online-Banking-Nutzer können mit paydirekt im Onlinehandel bezahlen.

Um paydirekt zu nutzen, braucht man einen Online-Banking-Zugang der teilnehmenden Bank und eine Registrierung bei paydirekt. Schon heute kann bei über 25 24 Händlern im E-Commerce mit paydirekt international bezahlt werden. Bundesländerweit, in ganz Deutschland! Besonders raffiniert: Der Händler bekommt in Echtzeit (!) die Information über den Zahlungseingang und kann den Versand der Ware veranlassen.

Für paydirekt ist Sicherheit wichtig – und Privatsphäre auch. (Screenshot: paydirekt.de)

Fazit: Wer die Wahl zwischen giropay und paydirekt hat, hat die Qual

Eine Entscheidung fällt für den Kunden nicht leicht. Wichtige Kriterien für die Nutzer sind Sicherheit, Geschwindigkeit und Komfort. Giropay beispielsweise findet im sicheren Online-Banking der Bank statt. Paydirekt bietet wiederum die Sicherheit der Bank oder Sparkasse. Bei giropay kann in Rekordzeit bezahlt werden, bei paydirekt wird direkt bezahlt. Beim Thema Komfort kann paydirekt punkten, der paydirekt-Account kommt mit der Möglichkeit, einen eigenen Benutzernamen und Kennwort zu vergeben. Für giropay spricht die Möglichkeit der internationalen Nutzung (Österreich).

Auch wenn beide sehr unterschiedlich gleich sind, haben beide das Potential, auf Platz 1 der Zahlarten zu kommen. Noch sind die ersten Plätze mit Rechnung, Lastschrift und PayPal belegt, das aber kann sich ändern – und die Kooperation zwischen PayPal und Vodafone deutet darauf hin, das PayPal dringend nach neuen Wegen sucht, in die Köpfe der Kunden zu kommen. Es bleibt spannend im Markt der Online-Bezahlverfahren – der Drops ist noch lange nicht gelutscht.

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6 Reaktionen
cHaOsStyle
cHaOsStyle

Ich sehe das etwas anders.
Giropay und paydirekt kamen viel zu spät auf den Markt und dann noch mit viel zu wenig Anbieter.
So wird das nichts!
Auch wenn ich nicht glaub das die beiden Bezahlsystem wieder von der Bildfläche verschwinden, brauchen aber beide einen langen Atem.

Zudem muss PayPal keine Angst vor diesen beiden System haben sondern vor Apple und Google!

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Stephan
Stephan

Möglicherweise ist Dir entgangen, dass der Artikel eher eine Glosse ist und mit etwas Ironie gelesen werden muss. ;)

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wawug
wawug

Wenn Paydirekt den Markt erobern möchte, darf man nicht für die Shopmodule völlig überzogenen Preisen - neben der Einrichtungsgebühr - verlangen. Damit man update-fähig bleibt, muss man Jährlich einen fetten Batzen zahlen - bleibt die Frage: generiert die neue Zahlart auch entsprechend ZUSÄTZLICHE Kunden, damit die Mehrkosten gerechtfertigt sind? Eigentlich wollten wir auf Paydirekt setzen - aber die hohen Zusatzkosten sind für einen kleinen Shop jenseits von Gut & Böse - damit bleibt es "nur" bei PayPal - da kostet das Zahlungsmodul nicht noch extra!

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Krusty
Krusty

Bitte die redigierte Fassung veröffentlichen. Offensichtlich wurde hier ein vorläufiger Text im Änderungsmodus veröffentlicht.

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Idee gut, Umsetzung optimierbar
Idee gut, Umsetzung optimierbar

Danke das endlich mal Kritik mit Startups geübt wird. Bitte aber in der Redaktion crowdmäßig erfassen wie man sowas hätte besser machen können.
Die Intention wird zwar klar, aber Satire, Sarkasmus, Kritik, Ironie, Zynismus,... ist man von Comedy-TV-Formaten gewohnt und da ist der Text wohl doch optimierungswürdig.

Worüber ich bisher kaum Artikel gesehen habe, wohl jedoch Wand/Fenster-Aufkleber im Supermarkt ist barzahlen.de (oder so ähnlich). Bei vielen möglicherweise guten Ideen scheitert leider die Umsetzung oder die Öffentlichkeitsarbeit.

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