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Payment: Amazon plant anonymen mobilen Bezahldienst

Payment: Amazon plant anonymen mobilen Bezahldienst

plant offensichtlich seit längerem einen mobilen Bezahldienst, der völlig anonym auf Handys ausgeführt werden kann. Ein kürzlich veröffentliches Patentschrift sichert dem E-Commerce-Giganten zumindest ein solches Payment-Patent. Was dahinter steckt und wie der Dienst genau aussehen könnte, erfahrt Ihr im Artikel.

Payment: Amazon plant anonymen mobilen Bezahldienst

Amazon ist bekanntlicherweise bereits Zahlungsdienstleister mit seinem Angebot „Amazon Payments“. Mit Payments bezahlen Kunden sowohl ihren Einkauf bei Amazon-Marketplace-Händlern als auch in beliebigen Onlineshops. Doch offensichtlich reichen die Gedankenspiele bei Amazon auch durchaus weiter als nur bis zum im Onlineshop. Am 16.04.2013 wurde beim US-Patentamt eine Patentschrift für einen Mobile-Payment-Dienst veröffentlicht. Das Patent mit der Nummer 8,423,457 wurde am 13.03.2009 beantragt, rund ein Jahr nach dem Start von Amazon Payments. Man könnte schlussfolgern, das dieses Patent als Erweiterung zu Amazon Payments gedacht ist.

Mögliche Anwendungsbereiche für den mobilen Payment-Dienst von Amazon

Es kann sein, dass Kollege Florian Kalenda von ZDnet mit seiner Vermutung: „Das Konzept ist vermutlich nur für virtuelle Güter wie Apps, MP3-Dateien, E-Books oder Filme gedacht“, recht hat. Allerdings ist anhand der Bilddaten und der Beschreibung des Patents auch erkennbar dass Amazon an einen Einsatz im stationären Handel gedacht hat, wie die unten abgebildete Grafik mit der Beschriftung „Retailer-Checkout“ vermuten lässt. Aus der Beschreibung des Patents lassen sich folgende Anwendungsbereiche für Zahlungen ableiten:

  • Von „Endnutzer“ direkt zu „Endnutzer“
  • Vom Einzelhändler zum Endkunden, oder umgedreht.
  • Vom Onlineshop zum Endkunden oder umgedreht.
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Amazons mobiler Payment-Dienst: Einzelhänder-Ansicht (Bildmaterial Amazon/USPTO.gov)

Payment: Amazon's Innovationsfaktor Anonymität

Der große Innovationsfaktor des Projekts soll die Anonymität der Zahlung sein, es seien keierlei persönliche Informationen nötig, um eine Zahlung mit diesem System durchzuführen, so erklärt Amazon im Patent. Bei typischen Transaktionen müssen heutzutage persönliche Informationen ausgetauscht werden, die der Zahlende vielleicht gar nicht preisgeben möchte. Egal ob es sich nun um Schecks (die in den USA noch recht weit verbreitet sind), Kartenzahlungen, Transaktionen am Telefon oder am Computer handelt - das mobile Zahlungssystem von Amazon würde in allen Anwendungsfällen Anonymität gewährleisten.  Im Prinzip wird zwischen dem Zahlenden und dem Zahlungsempfänger nur ein Code ausgetauscht, der dazwischen geschaltete Server übernimmt dann die Transaktion zwischen den Konten und überträgt die ausgewählte Summe auf das jeweilige Konto.

(Bildmaterial Amazon/USPTO.gov)
Payment: Amazon will anonyme Zahlungen ermöglichen (Bildmaterial Amazon/USPTO.gov)

Fazit - Kommentar

Bei Patenten ist es immer ungewiß, ob tatsächlich einmal ein Dienst oder ein Produkt daraus entsteht. So auch bei diesem Produkt, das immerhin bereits 2009 mit einem Patent beantragt wurde. Trotzdem ist es nicht unwahrscheinlich, dass wir bald etwas derartiges zu sehen bekommen. Anonymität und Datenschutz sind schließlich wichtige Themen. Im Markt tummeln sich zum Beispiel mit neuartigen QR-Code-Zahlungssystemen oder der Weiterentwicklung von NFC bereits ein paar ähnliche Ansätze, es wäre also nicht unklug für Amazon, einen Vorstoß in diese Richtung zu unternehmen.

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Eine Antwort
  1. von ulrich kipper am 19.04.2013 (13:30 Uhr)

    Was gibts daran zu patentieren? Für einen Händler bei dem ich nicht registriert bin, ist meine Zahlung immer anonym
    Uli

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