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Peerio: Kostenloser Instant-Messenger mit End-to-End-Verschlüsselung

    Peerio: Kostenloser Instant-Messenger mit End-to-End-Verschlüsselung

Peerio: Kostenloser Instant-Messenger mit End-to-End-Verschlüsselung (Screenshot: peerio.com)

Der kostenlose Messenger Peerio ermöglicht Nachrichtenversand und Datei-Austausch mit End-to-End-Verschlüsselung. Wir haben uns die Applikation angeschaut.

Was ist Peerio?

Seit gestern ist der Messenger Peerio in der Open-Beta verfügbar. Mit der Anwendung lassen sich sowohl Nachrichten als auch Dateien austauschen – geschützt durch eine End-to-End-Verschlüsselung. Bisher ist Peerio kostenlos für Windows und Mac sowie als Chrome-Extension verfügbar – Versionen für mobile Endgeräte sind in Planung.

Der Schöpfer der Anwendung ist der erst 24 Jahre alte Programmierer Nadim Kobeissi. Dieser hat in der Vergangenheit bereits mit den Krypto-Anwendungen Cryptocat und Minilock auf sich aufmerksam gemacht.

Anders als seine bisherigen Projekte wird Peerio allerdings ein For-Profit-Projekt. Zu diesem Zweck soll die Anwendung in Zukunft um Premium-Services wie beispielsweise mehr Online-Speicher erweitert werden. Der Code der Anwendung soll allerdings, wie schon bei Cryptocat und Minilock, Open-Source bleiben. Finden könnt ihr den Source-Code auf Github

Peerio: Die gesamte Kommunikation wir durch End-to-End-Verschlüsselung gesichert. (Screenshot: peerio.com)
Peerio: Die gesamte Kommunikation wir durch End-to-End-Verschlüsselung gesichert. (Screenshot: peerio.com)

Peerio: Ein weiterer Instant-Messenger?

Peerio ist kein reinrassiger Instant-Messenger. Die Anwendung ist ein Hybrid aus E-Mail-Programm, Messenger und Online-Daten-Speicher. Die Bedienung der Anwendung ist denkbar einfach, da sich das Design aufs Nötigste beschränkt – der Fokus soll auf Funktionalität liegen.

Ihr könnt sowohl in schneller Folge Einzeiler austauschen als auch Nachrichten mit Betreff-Zeile im Stile einer E-Mail verschicken. Die „E-Mails“ werden wie in einer gewöhnlichen Inbox aufgelistet und ihr könnt sie durchsuchen oder nach Themen filtern. Zusätzlich zu den reinen Textnachrichten könnt ihr bis zu 400 Megabyte Daten speichern oder Dateien im Rahmen einer One-on-One-Kommunikation austauschen. Die gesamte Kommunikation wird dabei über die End-to-End-Verschlüsselung gesichert.

Die End-to-End-Verschlüsselung

Bei der Anmeldung legt der Nutzer anstatt eines einfachen Passworts eine bis zu 30 Zeichen umfassende Passphrase fest. Diese dient als Grundlage der End-to-End-Verschlüsselung. Bei der Verschlüsselung setzt Peerio auf private Schlüssel, wie man sie von PGP kennt. Anders als bei einer reinen PGP-Verschlüsselung speichert Peerio diesen Schlüssel allerdings nicht.

Bei jedem Login erzeugt die Anwendung einen neuen Schlüssel auf Basis der Passphrase. Der Schlüssel wird beim Schließen der Anwendung wieder gelöscht und somit ungültig. Dieser grundsätzlich sinnvolle Ansatz ist gleichzeitig die größte Schwachstelle bei Peerio. Wer die Passphrase kennt, kann eigene Schlüssel generieren und so die privaten Nachrichten des Nutzers entschlüsseln.

Aus Fehlern lernen

Der ein oder andere wird bei dem Namen Cryptocat bereits hellhörig geworden sein. Kobeissis erste App enthielt bei Veröffentlichung einen gravierenden Bug, der die Entschlüsselung von Gruppenkommunikationen durch Dritte ermöglichte.

Um auf Nummer sicher zu gehen, wurde Peerio deshalb vor der Veröffentlichung von dem deutschen Sicherheitsunternehmen Cure53 durchgecheckt. Verschlüsselungsrelevante Bugs wurden dieses Mal nicht entdeckt.

via thehackernews.com

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