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Googles Penguin-4.0-Update: Das sind die Gewinner

Penguin 4.0. (Grafik: Shutterstock)

Google hat Penguin 4.0 im September ausgerollt. Die SEO-Experten von Searchmetrics haben erste Erkenntnisse und Gewinner des großen Updates gesammelt.

Mit Penguin 4.0 wird vieles anders

Google hat die Spielregeln mit dem letzten Penguin-Update geändert. Mit Version 4.0 des Updates verabschiedet Google sich von großen Update-Ankündigungen, die Webmastern seit 2012 oftmals Angstschweiß auf die Stirn trieben. Denn Penguin ist Teil des Kernalgorithmus geworden. Das bedeutet, dass die Penguin-Elemente per Google-Bot regelmäßig und in Echtzeit aktualisiert werden.

(Grafik: Oncrawl)
Penguin ist nur eines von über 200 Signalen im Google-Algorithums. (Grafik: Oncrawl)

Wie wir in der Ankündigung von Penguin 4.0 schrieben, werden Änderungen durch die Echtzeit-Datenanalyse unmittelbar nach dem Crawlen sichtbar gemacht. Außerdem wirkt Penguin sich nur noch auf URL-Basis aus – wenn Linkspam auf einer einzelnen Seite zu finden ist, wird diese abgestraft und nicht mehr die komplette Domain. Bereinigt der Admin die einzelnen Seiten, kann sie rasch wieder an Sichtbarkeit gewinnen. Vor Penguin 4.0 konnte es extrem lange dauern, bis eine Website sich von einem Penalty erholt hat – bei manchen dauerte es bis zu drei Jahre.

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Auswirkungen von Penguin 4.0

Wie Penguin 4.0 sich bisher auf Websites ausgewirkt hat, schreibt Marcus Tober im Searchmetrics-Blog. Mit dem Penguin-4.0-Update bricht Searchmetrics zudem mit der Tradition eine Gewinner-und-Verlierer-Übersicht aufzustellen, denn es ist trotz umfangreicher Crawling-Aktivitäten kaum möglich, konkret herauszufiltern, welche Links von einer Website abgestraft wurden. Allerdings gehören zu den Top-Gewinnern im Visibility-Ranking dem Anschein nach zahlreiche Domains, die vom Penguin-Update profitieren konnten.

Dank Penguin 4.0 konnten sich einst hart abgestrafte Seiten merklich erholen. (Bild: Searchmetrics)
Dank Penguin 4.0 konnten sich einst hart abgestrafte Seiten merklich erholen. (Bild: Searchmetrics)

Als Beispiel werden zwei Domains aufgeführt, die beim ersten Penguin-Update zu den Verlieren gehörten. Seit Penguin 4.0 konnten die beiden Seiten deutlich an Sichtbarkeit zulegen. Die Visibility der Website schicksal.com stieg zu Ende September um mehr als 40 Prozent an. Auch bei einem der größten Penguin-1-Verlierer, pkwteile.de, kann diese Entwicklung beobachtet werden. Tober vermutet, dass die beiden Websites ihre Backlinkstrukturen aufgeräumt haben.

Penguin 4.0: Backlink-Audit wird immer wichtiger

Laut Searchmetrics werden unsaubere Link unmittelbar nach ihrer Entdeckung als negatives Signal gewertet – aber wie erwähnt, nur für die einzelne URL. Durch diesen Umstand soll es schwieriger werden, Backlinks als Ursache für den Sichtbarkeitsverlust zu identifizieren. Laut Tober wird eine SEO-Taktik durch das Penguin-Update aussterben: die Negative-SEO. Denn es ist nicht mehr möglich, Websites von Konkurrenten durch das Setzen von „schlechten“ Links „abzuschießen“, also durch Google abstrafen zu lassen.

Darüber hinaus gehöre die klassische SEO-Aufgabe des taktischen Backlinkaufbaus der Vergangenheit an. Stattdessen müssen Webmaster sich auf langfristige Maßnahmen konzentrieren. So müsse beispielsweise ein regelmäßiger Backling-Audit eingeplant werden, um die Seite vor negativen Signalen zu schützen. Ebenso, so Tober, sollten Seitenbetreiber sich verstärkt um eine Contentstrategie und relevante und einzigartige Inhalte bemühen, die die Nutzerintention bedienen. Schließlich belohnt Google Websites, die konsumiert, aktiv verlinkt und in den sozialen Medien geliked und geshared werden.

Auch lesenswert: Das Phantom-4-Update ist da: Das sind Gewinner und Verlierer der Google-Updates und Großes Google-Update: Gewinner, Verlierer und erste Erkenntnisse

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4 Reaktionen
Jörg Gastmann
Jörg Gastmann

Google ist oft unfähig, guten Content von schlechtem zu unterscheiden. So liegen z.B. amazon und ebay ohne jeglichen Text vorn, weil sie einfach nur lange Listen haben und einen Markenbonus geschenkt bekommen. Mir fällt oft auf, dass inhaltlich relevantere Seiten hinter schlechteren liegen.

Backlinks werden immer noch maßlos überbewertet. Eine 3- oder gar 4-stellige Zahl Backlinks ist bei fast allen Seiten ein Zeichen für manipulierte Links, mit denen Google sich täuschen lässt. Wenn man nicht Wikipedia, ein Massenmedium oder eine sehr bekannte Marke ist, sind solche Backlink-Massen seriös nicht erreichbar.

Keyword Stuffing funktioniert auch immer noch sehr gut bei vielen Websites, da der Algorithmus Spam Signale oft nicht erkennt.

Beispiel: Googeln wir einmal passend zu diesen Tagen "Kostüm Halloween". Auf den ersten beiden Plätzen präsentiert Google horrorklinik punkt de und karneval-megastore punkt de. Beide strotzen nur so vor Keyword Stuffing.

In kümmerliche 146 Worte eines inhaltlich schlechten Textes stopft horrorklinik punkt de 30 x das Wort "Halloween" (22% Keyword-Dichte!) und 18 x "Kostüm" (12% Keyword-Dichte). Zählt man alt-tags, titles, Dateinamen etc hinzu, kommt horrorklinik auf 60 x "Halloween". Bei karneval-megastore ist es kaum besser.

Wie kommt es, dass dieses massive Keyword Stuffing und die Spamsignale von Google nicht erkannt werden? Oder werden solche Seiten bald abgestraft?

Bauer
Bauer

woher kommt die Aussage, dass negativ-SEO nicht mehr möglich ist?

solange google Backlinks negativ bewertet (und das tut google selbstverständlich - sonst könnte ja niemand aufgrund spammiger Links z.B. in eine Penguin-Abstrafung rutschen) kann das auch manipulativ eingesetzt werden.

Julius

Überraschend kommt das ja eigentlich nicht. Google geht ja eigentlich mit jedem Update immer wieder gegen unsaubere Taktiken vor und promoted nachhaltige Strategien.

Georg Franz
Georg Franz

Hi,

die Domain ist schicksal.com - und nicht schicksal.de. Wir freuen uns, dass wir nicht nur die Sichtbarkeit erhöht haben, sondern auch die Zugriffe aus der organischen Suche.

Liebe Grüße,
Georg Franz.

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