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7 Kriterien für das perfekte Homeoffice

7 Kriterien für das perfekte Homeoffice

Damit das Arbeiten von Zuhause aus gut gelingt, sollten einige Kriterien eingehalten werden. Welche das sind, erfahrt ihr hier.

7 Kriterien für das perfekte Homeoffice

Schick, aber nicht perfekt. (Foto: Olga Guanabara)

Wer längerfristig von daheim arbeiten will oder muss, der sollte idealerweise ein eigenes Zimmer dafür haben und sich seinen Arbeitsplatz sorgfältig einrichten. Auf Folgendes solltet ihr dabei achten:

Ruhe

Ein Mindestmaß an Ruhe sollte auch im herrschen. Ideal ist ein eigener Raum, dessen Tür man schließen kann, wenn man ungestört sein muss, in Ruhe telefoniert oder gerade „im Tunnel“ ist. Gibt es die Möglichkeit eines eigenen Raumes nicht, dann sollte man zumindest eine räumliche Abtrennung schaffen, zum Beispiel durch ein Regal oder eine Trennwand.

Hat man Familie, ist es ratsam, konkrete Regeln zu besprechen. Besonders wenn Kinder ebenfalls daheim sind, läuft man im Homeoffice Gefahr, alle paar Minuten unterbrochen zu werden. Hier sollte ganz klar kommuniziert werden, wann Unterbrechungen in Ordnung sind und wann man definitiv nicht gestört werden möchte. So kann man bei einem eigenen Zimmer festlegen, dass es keine Störung geben soll, wenn die Tür zu ist. Oder man legt fest, dass eine bestimmte Tageszeit (Vormittags oder Nachmittags) für Störungen tabu ist.

Homeoffice stoerungen
Wann Unterbrechungen im Homeoffice in Ordnung sind und wann nicht, sollte man vorher mit dem Partner und den Kindern besprechen. (Foto: Shutterstock)

Das richtige Equipment

Dein Homeoffice sollte mit allem ausgestattet sein, was dir das produktive Arbeiten ermöglicht. Eine kabellose Internetverbindung ist mittlerweile Standard. Damit man immer eine freie Telefonleitung hat, sollte man zudem eine eigene Leitung für das Arbeitszimmer haben. So kann man an freien Tagen auch zwischen privaten und geschäftlichen Anrufen trennen.

Um Chaos im Arbeitszimmer zu vermeiden, sollte genügend Stauraum geschaffen werden. Gerade daheim besteht sonst schnell die Gefahr, dass Papiere im Wohnbereich zwischengelagert werden und sich mit privaten Unterlagen vermischen oder verloren gehen.

Bevor es an die Gestaltung geht, sollte man zunächst die Arbeitsmöbel, wie Schreibtisch, Stuhl, Lampen aussuchen. Denn hier sollte man so wenig Kompromisse wie möglich machen.

Ergonomie

Auch im Homeoffice sollte man auf ergonomische Standards achten. Denn auch wenn sich der schöne Holzstuhl vom Großvater gut im Arbeitszimmer macht und die Möbel irgendwie besser in das Zimmer passen, wenn der Schreibtisch direkt vor dem Fenster steht, sollte man sich vor Augen führen, dass man sich langfristig damit schadet.

Wer überwiegend im Sitzen arbeitet, der sollte sich einen Schreibtischstuhl besorgen, der vielfältige Einstellungsmöglichkeiten hat und eine gute Haltung fördert. Auch ein höhenverstellbarer Schreibtisch, an dem man ein paar Stunden am Tag im Stehen arbeitet, kann den Rücken entlasten. Darüber hinaus empfiehlt es sich, einen Platz zu suchen, der viel Tageslicht hat. Der Schreibtisch sollte dabei nicht direkt vor dem Fenster platziert werden, sondern parallel dazu.

homeoffice Schreibtischstuhl
Schreibtischarbeiter sollten sich an ein paar Regeln halten, damit Rücken, Augen und Co. gesund bleiben. (Foto: Shutterstock)

Die wichtigsten Richtlinien zur Ergonomie am Arbeitsplatz laut AOK:

Schreibtischstuhl

  • Sitzhöhe: die Sitzhöhe entspricht ungefähr der Kniekehlenhöhe.
  • Sitztiefe: fester Kontakt zur Rückenlehne und gleichzeitig mindestens zwei Fingerbreit Platz von der Sitzvorderkante zur Kniekehle.
  • Armauflage: die Armauflagenhöhe entspricht ungefähr der Ellbogenhöhe über der Sitzfläche.
  • Höhe der Rückenlehne: Die Wölbung befindet sich in Höhe der Lendenlordose, das heißt etwa auf Gürtelhöhe.
  • Rückstellkraft der Rückenlehne: die Rückenlehne stützt den Rücken in jeder Lage und macht die Bewegung des Oberkörpers mit.

Der Arbeitstisch

  • Ausreichende Höhe (72 cm).
  • Mindestens Arbeitsflächengröße von 160 cm x 80 cm.
  • Vibrierende Geräte wie Drucker stehen auf einem separaten Tisch.
  • Ausreichend Beinfreiheit.
  • Reflexionsarme Oberfläche.
  • Gegebenenfalls neigbar.

Der Raum

  • Die ideale Raumtemperatur beträgt bei sitzender Tätigkeit circa 22° C bei einer Luftfeuchtigkeit von etwa 50 Prozent.

Auch im Homeoffice ein wichtiger Faktor: Der Monitor

Homeoffice Monitor
Auch beim Monitor gibt es im Homeoffice eine Menge zu beachten. (Foto: Shutterstock)

Die Gesellschaft Arbeit und Ergonomie Online e.V. empfiehlt verschiedene Maßnahmen, die Augenproblemen durch Bildschirmarbeit vorbeugen sollen:

  • Die Lichtverhältnisse sollten optimalerweise zwischen 400 bis 600 Lux liegen. Hohe Kontraste zwischen Bildschirmhelligkeit und Raumbeleuchtung sollten vermieden werden.
  • Optimal ist ein Arbeitsplatz mit Tageslicht, wobei die Blickrichtung zum Bildschirm möglichst parallel zum Fenster verlaufen sollte.
  • Quellen, die helle Reflexe auf dem Bildschirm und auf dem Arbeitstisch erzeugen, sind zu vermeiden. Denn wenn nur ein Auge scharf sieht und das andere regelmäßig durch Reflexe geblendet wird, kann dies zu einer einseitigen Kurzsichtigkeit führen.
  • Empfehlenswert sind LCD-Bildschirme (Flachbildschirm), weil sie reflex- und strahlungsarm sind und nicht flackern.
  • Beim Bildschirm ist auf eine gute Kontrastierung zu achten, da dies die Sehschärfe steigert.
  • Entspanntes Arbeiten findet bei einem Abstand zwischen Auge und Bildschirm im Bereich von 50 bis 70 Zentimeter statt.
  • Insgesamt sind durch regelmäßige augenärztliche Kontrollen viele Beschwerden vermeidbar.
  • Konsequentes Tragen der persönlichen Sehhilfe.

Licht

Wie schon zuvor erwähnt, sollte so viel Tageslicht wie möglich genutzt werden. In den meisten Monaten bedarf es zusätzlicher Beleuchtung. Um die Augen zu schonen, sollte das Licht zwar hell, aber nicht zu grell sein. Deckenlichter mit weichem Licht eignen sich am besten für den Arbeitsraum. Ergänzend dazu sollte für den Schreibtisch noch eine flexible Lampe für die Punktbeleuchtung besorgt werden. Wichtig ist, dass die Lichtquellen flackerfrei sind. Zudem sollten Direkt- und Reflexblendungen reduziert werden.

Wohlfühlcharakter

Nicht zuletzt sollte der Arbeitsraum auch eine persönliche Note haben. Das ist ja auch das Schöne an der Arbeit in den eigenen vier Wänden. Dabei sollte man darauf achten, das Zimmer nicht all zu sehr zu verramschen. Zunächst sollte alles so eingerichtet sein, dass man alle Unterlagen und Arbeitsmittel unterbringen kann. Über den Rest kann man dann aber frei verfügen.

Topfpflanzen schaffen einen wohnlichen Charakter. Wenn der Platz dafür da ist, kann man sich ein bisschen Grün in den Raum holen. Dadurch wird auch zusätzliche das Raumklima verbessert.

Pausen

Es bietet sich auch an, einen Platz zum Ausruhen im Arbeitszimmer unterzubringen, zum Beispiel ein Sofa oder einen gemütlichen Sessel. Klar, kann man dafür auch ins Wohnzimmer gehen. Die Gefahr ist nur, dass dort viel mehr Ablenkung lauert. Für den, der sich leicht ablenken lässt, bietet sich also ein ruhiges Plätzchen innerhalb des Arbeitszimmers an. Wer das im Griff hat, kann auf den Ruhepol im Arbeitszimmer auch verzichten.

Lies in diesem Zusammenhang auch: Nicht von der Stange: Diese 10 Schreibtische verschönern dein Homeoffice

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5 Antworten
  1. von Anonymous am 29.12.2015 (18:13 Uhr)

    Wieso ist WLAN wichtig?^^

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  2. von Nico am 30.12.2015 (01:50 Uhr)

    Also Wlan, verstehe ich auch nicht. Jetzt habe ich hunderte Meter cat7 verlegt im Haus, so ein Mist ;)

    Antworten Teilen
  3. von karmo am 30.12.2015 (08:30 Uhr)

    Wenn man vom W-Lan-Vorschlag absieht, ein guter Bericht. Danke dafür!

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