Das Portal 123People nutzt nach eigenen Angaben nur im Internet frei zugängliche Daten und stellt sie zu umfangreichen Personenprofilen zusammen. Dabei funktioniert das System zum Teil recht fehlerhaft und nimmt schon mal Bilder aus einem Blogbeitrag als Profilbild. Aber das stört 123People wohl nicht sonderlich und so gibt es keine Möglichkeit, fehlerhafte oder unerwünschte Einträge zu entfernen.
Ähnlich funktioniert auch yasni.de, nur mit dem Unterschied, dass hier auch selbst kostenlose Profile angelegt werden können. Aber schon der Slogan „Was weiß das Netz über Dich?“ macht deutlich, dass es eigentlich anders herum gedacht ist und yasni.de auch dann Profile von Personen anlegt, wenn diese es gar nicht wollen. Wer mit bestimmten Einträgen nicht einverstanden ist, solle sich direkt mit dem Webseitenbetreiber in Verbindung setzen oder einen professionellen Dienst in Anspruch nehmen, heißt es beim Versuch, einen Eintrag zu löschen. Mit einem Premium-Account soll man den Service dann auch kostenpflichtig als Monitoring-Tool nutzen können.
Auch WebMii spielt nun in der Liga der personenbezogenen Meta-Suchmaschinen mit und zeigt eine Vielzahl von Treffern aus verschiedenen Suchmaschinen und Social Networks. Möglichkeiten hier selbst einzugreifen scheint es wieder nicht zu geben.
Viel besser macht es da das Online Reputations-Tool myON-ID. Dieser durchaus empfehlenswerte Service kann dazu genutzt werden, eine Online-Visitenkarte mit vielen Informationen und Links zu eigenen Inhalten aufzubauen. Besonders schön: myON-ID ist kostenlos und man kann alle gefundenen Inhalte auch abweisen und aus dem persönlichen Profil verbannen. Und myON-ID beginnt auch erst nach der Registrierung mit der Suche nach den persönlichen Informationen.
Was haltet Ihr von diesen Angeboten? Ist das ein praktischer Service? Oder findet Ihr es eher nicht so witzig, alle diese Daten über Euch an einem Platz versammelt zu sehen?




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8 Antworten
von Chris 04.02.2010 (14:56Uhr) 1.
Grundsätzlich habe ich kein Problem mit den Diensten. Ich finde es aber befremdlich, dass es keine Möglichkeit gibt meine Daten komplett bei denen zu entfernen. Wenn dann noch das in meinen Augen Blackhat SEO dazukkommt habe ich echt ein Problem mit denen.
MyONID ist ja da die lobenswerte Ausnahme. Es geht also auch anders, als es Yasni & Co machen.
von Bernhard Lehner 04.02.2010 (15:12Uhr) 2.
Hallo Herr Hedermann, leider im Fall von 123people gleich zwei Fehler in einem kurzen Absatz:
- 123people stellt keine Profile zusammen. Was Sie als solches bezeichnen, ist lediglich die strukturierte Darstellung der Echtzeitsuche nach namensbezogenen Informationen. Diese Informationen können natürlich von mehreren unterschiedlichen Personen stammen.
- Einzelne Links werden vom 123people Support natürlich gerne auf die Blacklist gesetzt - ein einfaches Mail über das Web-Formular reicht.
Eine genauere Recherche würde viele Missverständnisse vermeiden ...
von Jan 04.02.2010 (17:15Uhr) 3.
In Social Networks etc. hat man ja selbst in der Hand welche Informationen man von sich preisgeben möchte. Wenn dort brisante Daten veröffentlich werden, die dann bei Personensuchmaschinen auftauchen, dann sollte man sich darüber nicht wundern.
Ich nutze selbst eigentlich keine Personensuchmaschinen, aber finde sie auch nicht bedenklich o.ä.
von Falk Hedemann 05.02.2010 (09:02Uhr) 4.
Hallo Herr Lehner,
rein technisch gesehen mag es stimmen, dass 123people keine Profile erstellt. Doch wenn personenbezogene Daten in Echtzeit zu einer Struktur aggregiert werden, wie man typischerweise in Profilen vorfindet, dann wird subjektiv der Eindruck erweckt, es handle sich dabei um Profile.
Und was die Blacklist angeht: Ich fürchte Ihr Support wäre sehr schnell überfordert, wenn nun alle internetaktiven Nutzer für jeden Link den sie löschen lassen möchten eine E-Mail schreiben würden. Das ginge für beide Seiten doch deutlich einfacher.
Vielleicht wäre es hier ein gute Idee die Abläufe etwas transparenter und benutzerfreundlicher zu machen, so dass sie ohne große Recherche verstanden werden. Das wäre dann ein Service.
von weber2.0 05.02.2010 (12:04Uhr) 5.
Wo ist denn bitte der Unterschied zwischem dem Reputation Defender und dem MyOnid-Ruflotsen?
Wenn man im Netz unvorsichtig ist, dann braucht man sich auch nicht wundern, wenn diese Informationen bei Google und CO. gefunden werden. Und wenn Yasni etc. Informationen einfach so aus dem Netz löschen würden bzw. könnten, dann käme das doch einer Zensur gleich! Und Zensur im Netz ist doch wirklich nicht erwünscht, oder?
Online Reputation bedeutet doch nicht, dass ungewünschte Sachen einfach auf Knopfdruck gelöscht werden können, oder? Wer was gelöscht haben will, der soll dann halt auch für zahlen...
Ich persönlich bin der Meinung, dass man eher versuchen sollte, eventuell negatives im Netz mit positiven Beiträgen zu überdecken. Dazu reicht ein regelmäßiges Monitoring sowie ein kostenloses Profil und man braucht keinen Ruflotsen...
;-)
von Bernhard Lehner 08.02.2010 (15:14Uhr) 6.
Hallo Herr Hedemann,
unser Support hat aktuell kein Problem, die Blacklisting-Anfragen aus derzeit 10 Ländern und in sieben Sprachen und aus einem monatlichen Traffic jenseits der 35 Millionen Visitors zeitnah zu bewältigen. Auch daran ist zu erkennen, wie positiv das Gros der Internet-Nutzer offensichtlich dem Service von 123people gegenüber steht.
Wir haben bereits jede Menge Ideen gewälzt, die unseren Usern einen noch einfacheren Ablauf beim Blacklisting bieten. In Abwägung aller Faktoren ist die derzeit von uns bevorzugte Variante via E-Mail aber nach wie vor die beste für alle Seiten. Aber natürlich bin ich für konkrete Vorschläge dankbar, wie wir unser Service weiter verbessern können.
von Das schreibt die Presse über myON-ID Me… 05.03.2010 (09:07Uhr) 7.
[...] schrieb beispielsweise t3n über myON-ID, das Werkzeug für professionelles Netzwerken und berufliche [...]
von WebMii - internationale Personensuchmasc… 12.03.2010 (00:35Uhr) 8.
[...] einem Beitrag auf T3n habe ich von einer weiteren Personensuchmaschine erfahren und da entschloss ich mich, das Ganze aus [...]