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Petition für Google Reader gestartet – schon mehr als 18.000 Unterstützer

Petition für Google Reader gestartet – schon mehr als 18.000 Unterstützer

Googles Entscheidung, den eigenen RSS-Dienst „Reader“ abzuschalten sorgt für große Proteste in der Online-Welt. Nun wurde eine Online-Petition gestartet, die davon überzeugen soll, den Reader weiterleben zu lassen. Bereits zehn Stunden nach dem Start der Petition sind schon über 18 000 Mitzeichner registriert.

Petition für Google Reader gestartet – schon mehr als 18.000 Unterstützer

Google Reader ist prominentestes Opfer von Googles Frühjahrsputz

Google ist bekannt dafür, in regelmäßigen Abständen wenig populäre und veraltete Dienste abzuschalten. Meistens werden die betreffenden Dienste nur noch rudimentär von einer sehr geringen Zahl von Menschen genutzt. Mit der heutigen Entscheidung, den Google Reader zum 1. Juli deaktivieren zu wollen, trifft Google allerdings erstmalig auf eine noch sehr große und vor allem sehr aktive Nutzergemeinde.

Stein des Anstoßes: Google will den RSS-Dienst „Reader“ zum 1. Juli einstellen.

RSS-Feeds: Werkzeug für Enthusiasten und Journalisten?

Bekanntlich wird dem und dem Konzept der RSS-Feeds allgemein vorgeworfen, nicht sehr nutzerfreundlich zu sein. Gerade deswegen besteht die Stammkundschaft des Google Reader zu einem großen Teil sicherlich aus technisch versierten Nutzergruppen, die täglich eine große Flut von Informationen aus verschiedenen Quellen verarbeiten müssen. Gerade für Blogger und Journalisten ist der Reader daher ein Alltagswerkzeug. Und genau diese Nutzergruppen sind bekannt dafür, sich im Internet Gehör verschaffen zu können, zum Beispiel über soziale Netzwerke. So löste der Google Reader (#GoogleReader) heute sogar den neuen Papst von der Spitze der Twitter-Trends ab.

Google Reader: Petition zum Erhalt gestartet

Noch weiter geht ein Reader-Nutzer namens Daniel Lewis aus New York. Er startete eine Petition beim Online-Portal Change.org in dessen Beschreibung er Google dazu auffordert, den Reader weiterleben zu lassen. Er begründet seine Forderung unter anderem damit, dass es Google keine Mühe kosten würde, den Reader weiterlaufen zu lassen. Immerhin seien Google-Mitarbeiter auch bekannt dafür, 20% ihrer Arbeitszeit in persönlich motivierte Projekte zu investieren, von denen ein Großteil niemals das Licht der Welt erblicken würde. Da wäre der Erhalt des Readers doch wesentlich wichtiger, so Lewis weiter.

Die Petition von Daniel Lewis zum Erhalt des Readers hat bereits 18.000 Unterschriften erhalten.

Bereits 18.000 Mitzeichner nach zehn Stunden

Dass Daniel Lewis auf einen Nerv trifft zeigt sich allein dadurch, dass die Petition bereits über 18.000 Mitzeichner verbucht, obwohl sie erst seit rund 10 Stunden läuft. Das notwendige Quorum hat Lewis vorläufig auf 25.000 Unterzeichner festgelegt. Da es sich allerdings um eine nicht-anerkannte und privat initiierte Petition handelt, gibt es natürlich keinerlei formelle Hürde für ein solches Vorhaben. Viel mehr geht es bei diesem Projekt darum, zu demonstrieren wie viele Nutzer noch Interesse am Google Reader haben. Je mehr Unterzeichner sich dort registrieren, desto schwieriger dürfte es für Google werden, den Dienst tatsächlich abzuschalten.

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2 Antworten
  1. von Michael am 14.03.2013 (11:39 Uhr)

    Der erste Artikel den ich mit Feedly gelesen habe, der Reader ist die Recherche und Newsquelle schlechthint. Schlicht, klassisch, einfach, es wurde seit Jahren nichts daran getan, muss ja auch nicht sein.
    Feedly ist nicht schlecht aber ich mag den Reader lieber. Vielleicht bringt die Petition was.

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  2. von Jürgen am 14.03.2013 (18:53 Uhr)

    hoffentlich wirds was

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