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Lang ersehnter Photoshop-Killer: Affinity Photo landet im App-Store [Update]

Lang ersehnter Photoshop-Killer: Affinity Photo landet im App-Store [Update]

Affinity Photo ist fertig und kann zum Vorteilspreis von 39,99 Euro im App-Store erworben werden. Wir verraten euch, was sich seit der Beta-Version der Photoshop-Alternative getan hat.

Lang ersehnter Photoshop-Killer: Affinity Photo landet im App-Store [Update]

Affinity Photo. (Grafik: Serif Labs)

Update vom 10. Juli 2015: Das Bildbearbeitungsprogramm Affinity Photo steht ab sofort zum kostenpflichtigen Download in Apples App-Store bereit. Der reguläre Preis für die Photoshop-Alternative soll 49,99 Euro betragen. Wer jetzt zuschlägt, bekommt das Programm für den Vorteilspreis von 39,99 Euro.

Im Vergleich zur öffentlichen Beta-Version wurden unter anderem die Maskierungsfunktionen sowie der Raw-Entwickler stark überarbeitet. Wechselwillige Photoshop-Nutzer, die sich nicht an Abomodell gewöhnen wollen, bekommen Unterstützung für Photoshop-Plugins an die Hand. Außerdem sollen PSD- und PSB-Dateien inklusive Masken unterstützt werden. Affinity Photo ist auch auf Deutsch verfügbar.

Affinity Photo
Entwickler: Serif Labs
Preis: 39,99 €

Mit Affinity Designer bietet Serif ein kostengünstiges Vektorbearbeitungsprogramm für den professionellen Einsatz an. Jetzt will der Hersteller auch ein Photoshop-Alternative unter dem Namen Affinity Photo auf den Markt bringen. Die Software für OS X hat gerade die offene Beta-Phase erreicht. Für uns Grund genug, einen Blick auf das Bildbearbeitungsprogramm zu werfen.

Affinity Photo: Photoshop-Alternative erreicht offene Beta-Phase

Affinity Photo ist in sechs unterschiedliche Bereiche unterteilt, die Personas genannt werden. Bei der Standardansicht handelt es sich um die sogenannte Photo-Persona. Hierbei handelt es sich um das eigentliche Bildbearbeitungswerkzeug nach Vorbild von . Dort stehen euch die üblichen Bearbeitungs- und Ebenenwerkzeuge zur Verfügung. Die Liquify-Persona wiederum soll zur Verzerrung von Bildern genutzt werden, und ermöglicht interessante Warp-Effekte. Spannender für Fotografen dürfte allerdings die Develop-Persona sein. Damit lassen sich Bilder ähnlich wie bei Adobes Lightroom oder Apples mittlerweile eingestelltem Aperture mit verschiedenen Tools anpassen und perfektionieren. In der jetzigen Beta-Version lassen sich dafür vorerst nur RAW-Dateien verwenden.

Photoshop-Alternative: Beta-Version von Affinity Photo steht zum Download bereit. (Screenshot: Affinity Photo)
Photoshop-Alternative: Beta-Version von Affinity Photo steht zum Download bereit. (Screenshot: Affinity Photo)

Über die sogenannte Macro-Persona sollen Fotografen und Designer häufige Aufgaben über Makros abspeichern und somit automatisieren können. In der Beta-Version von Affinity Photo weist ein Pop-up derzeit aber noch darauf hin, dass es bei diesem Modus noch nicht um die finale Version handelt. Selbst das User-Interface könne, je nach Feedback der Beta-Tester, noch deutlich verändert werden. Die Export-Persona ermöglicht den gezielten Export von Bildern oder Ebenen. Außerdem lassen sich Bilder damit gezielt zerstückeln, was vor allem Designern entgegen kommt.

Beta-Version von Affinity Photo: Photoshop-Alternative dürfte noch deutlich überarbeitet werden

Die aktuelle Version von Affinity Photo weist Nutzer immer wieder auf den Beta-Status des Programms hin. Mal informieren Pop-ups über den noch eingeschränkten Funktionsumfang eines Werkzeuges, an anderer Stelle sollen Nutzer Feedback zum User-Interface geben. Alles in allem lief die Software in unserem kurzen Test relativ stabil, auch wenn wir den einen oder anderen Absturz verzeichnen konnten.

Affinity Photo wird es natürlich schwer gegen die Produkte aus dem Hause Adobe haben. Ein günstiger Preis könnte es aber trotzdem zu einer interessanten Alternative für den einen oder anderen Fotografen oder Designer machen. Wer sich für die Software interessiert und am Beta-Test teilnehmen möchte, der kann sich die Software kostenlos von der offiziellen Website herunterladen.

Vielleicht auch interessant: Die besten Alternativen zu  Photoshop für Windows, Mac und Linux

Veröffentlichungsdatum des Original-Artikels: 13. Februar 2015

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19 Antworten
  1. von Kai am 13.02.2015 (08:49 Uhr)

    Es kann doch nicht so ein Problem sein, einmal eine Alternative zu Adobe Software zu entwickeln, die für mehr als 6-8% (oder wie hoch ist der Anteil der Mac-User?) der Nutzer interessant wäre. Und nein, auch für Grafiker, Designer und Frontend-Entwickler ist ein Mac schon lange nicht mehr das Maß der Dinge...

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    • von mercalli12 am 13.02.2015 (10:19 Uhr)

      Insbesondere in dieser Branche dürfte der Anteil an Mac-Arbeitsplätzen um ein Vielfaches höher liegen. Es läuft einfach runder auf dem Mac. Ich habe beides jahrelang durch und der Mac gewinnt nach wie vor jeden Vergleich (subjektiv). Allein schon die viel angenehmeren Tastenkürzel, da die CMD-Taste neben der Leertaste liegt. Alle Operationen, die
      die Strg-Taste verwenden arten auf PCs immer in Handakrobatik aus.

      Wie gesagt, ich kenne beides (auch aktuell) und man kommt auch auf einem Windows-System klar, wenn man nix besseres kennt.

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      • von Thomas D. am 13.02.2015 (12:06 Uhr)

        Es gibt nicht nur Windows als Alternative zu OS X. Der Hauptgrund, warum ich irgendwann komplett ins Windowsuniversum bin, lag gerade darin, dass es im Linux-Universum keine gescheiten Alternativen für Bild- und Grafikbearbeitung gab. Doch gerade Linux böte durch seinen hohen Grad an Individualisierbarkeit eine starke Alternative. Und ja, auch an Linux-Nutzer kann man Software durchaus verkaufen.

        Inwieweit OS X im Einsatz besser sein soll als der Mitbewerber aus Redmond, erschließt sich mir nicht. Ich kenne auch das Betriebssystem und das Einzige, was mir dazu einfällt ist: "Anders, aber nicht besser."

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      • von E. am 10.07.2015 (22:19 Uhr)

        Stimmt. Aber dafür gibt es selbstprogrammierbare Tastaturen, die wiederum nicht auf'm Mac laufen und die Geschwindigkeit wieder einholen :)

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      • von Editor am 16.07.2015 (05:05 Uhr)

        "und der Mac gewinnt nach wie vor jeden Vergleich (subjektiv)"..
        Gut das Du subjektiv sagst.Sonst wäre ich aus dem Lachen nicht rausgekommen.

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    • von DerAntitranspirant am 13.02.2015 (14:43 Uhr)

      Wo ist Dein Problem Kai? Mit Photoline (www.pl32.de) bekommst Du seit Jahrzehnten eine absolut zuverlässige und professionelle Alternative, auch für Windows! Und die läuft sogar unter WINE hervorragend, so dass auch alle Linux-User eine Alternative zum weniger professionellen GIMP haben.

      Man muss eben nur mal über den Tellerrand schauen und sich auf etwas Lernaufwand einstellen. Dann bekommst Du auch noch hervorragende Vektor- und Layout-Funktionen.

      Photoline ist aber zugegebenermaßen nicht so hübsch wie manche Vapoware aber damit sollte man leben können.

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      • von DerNivel am 11.07.2015 (15:24 Uhr)

        Von PhotoLine habe ich noch nie was gehört, aber sieht vom Feature-Umfang echt nicht schlecht aus. Leider bin ich jemand, der hübsche UIs braucht, um gut mit einem Programm arbeiten zu können :/

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  2. von Thomas am 13.02.2015 (09:45 Uhr)

    "Die Software für OS X ..." KOTZ.

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  3. von Christian am 13.02.2015 (09:53 Uhr)

    Ich vermute, dass die Software stark auf Core Image von OS X aufbaut. Damit gibt es eine Menge Basisfunktionalität quasi frei Haus. Wollte man das plattformübergreifend machen, müssten die Entwickler einen deutlich aufwändigeren Ansatz fahren.

    Ist doch erstmal legitim und ich kann die reflexartigen k*** Reaktionen nicht verstehen. Mir ist vollkommen fritte, wenn es $programm nur für Windows gibt und habe keinen Veranlassung bei solchen Meldungen abfällige Kommentare zu posten.

    Außerdem gibt es ja noch GIMP für den, der's mag.

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    • von mercalli12 am 13.02.2015 (10:25 Uhr)

      GIMP? Echt jetzt? Das ist ja nun für professionelle Anwender kaum von Interesse. Das ist eine Linux-IT-Nerd-Software. Von Hause aus noch nicht mal mit CMYK-Farbraum. Da muss man viel Hand anlegen, um daraus ein produktionsfähiges Programm zu bauen.

      Ich hoffe, dass Affinity einen langen Atem hat. Der Zeitpunkt für einen Frontalangriff ist aber perfekt, da viele Anwender mit der Preis/Abo-Politik von Adobe unzufrieden sind. Zumal frage ich mich, wer privat so tief in die Tasche greift.

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      • von E. am 10.07.2015 (22:18 Uhr)

        Bin jetzt auch kein großer Gimp-Anhänger, aber es ist trotzdem toll das es die Möglichkeit kostenlos gibt. Wer sich mit Gimp einarbeitet kann durchaus vorzeigbares basteln. Für CMYK gibt es das Gimp Plugin Seperate+.

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  4. von Tom am 13.02.2015 (10:25 Uhr)

    Immerhin, Konkurrenz belebt das Geschäft und Adobe kann man Konkurrenz wünschen. Die ein oder andere Innovation würde Adobe nicht schlecht stehen.
    Nur der Workflow von Lightroom und Photoshop dürfte bei vielen (Semi-)Profis nicht zu unrecht verankert sein. Und mittlerweile gibt es beides in der aktuellen Version für nen guten 10er im Abo, was bei 2000-3000 Euro für ein Objektiv einer aktuellen guten Kamera wie der 7R Peanuts sind.

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    • von E. am 10.07.2015 (22:25 Uhr)

      Ja, das Objektiv gehört dir aber dann. :)
      In 20 Jahren hast du auch 2400€ ausgegeben - allerdings ohne ein Recht auf die Software zu haben.

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  5. von Viktor am 19.02.2015 (23:27 Uhr)

    "Beta-Version von Affinity Photo: Photoshop-Alternative dürfte noch deutlich überarbeitet werden"
    Das hoff eich sehr, besonders die RAW Entwicklung sollte noch besser werden. Habe damit deutliche Fehler und kann nur aus diesem Grund nicht von Photoshop weichen http://youtu.be/wevRghy2PVM

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  6. von Benny Lava am 10.07.2015 (10:29 Uhr)

    Leider keine Demoversion. Einfach mal so 40 EUR ausgeben ins Blaue hinein? Lieber nicht.

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  7. von begs am 10.07.2015 (10:35 Uhr)

    Ein absoluter Hammer! Hab es mir gestern gleich geholt und ausprobiert. Super schnell, super frisch, tolle Community und ein Hammer Support, der immer schnell antwortet und auch Verbesserungswünsche aufnimmt und angeht.

    Einfach klasse. Kaufen! Und das extrem langsame und schwerfällige Photoshop erst mal beiseite legen.

    P.S: Ich arbeite sowohl mit Fotografie/Bildbearbeitung als auch Digital Painting.

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  8. von pantsu am 13.07.2015 (01:54 Uhr)

    Wenn das Programm auch nur zu 50% die Erwartungen des Videos erfüllen würde, wäre es mir auf jeden fall die 40 euro wert..

    Allerdings nicht für Mac OS X...
    Dann heisst es wohl hoffen / warten auf eine Windows Version..

    wirklich schade, dabei würde ich am liebsten direkt los spielen und rum testen.

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