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Photoshop Touch: Foto-App für iPad 2 im Test [Bildergalerie]

hat mit Touch eine extra für das angepasste Version seiner Bildbearbeitungssoftware veröffentlicht. Im ersten t3n-Test machte die App bereits einen guten Eindruck. Besonders beim Einsatz von Multitouch-Gesten hat Adobe viel richtig gemacht.

Photoshop Touch: Foto-App für iPad 2 im Test [Bildergalerie]
Der Startbildschirm von Photoshop Touch zeigt alle gespeicherten Projekte.

Mit dem Release von Photoshop Touch dürfte auch das Thema iPhoneography weiter an Moment gewinnen. Die mobile Bildbearbeitung von Adobe reiht sich in eine wahre Flut von Foto-Apps für iOS ein und ist eine willkommene Ergänzung zu den bereits erhältlichen Helfern. Eine Übersicht der bereits erhältlichen zum Thema gibt der Artikel „Die 65 besten Foto-Apps für iPhone und iPad'. Trotz der Fülle an erhältlichen Foto-Apps für iOS dürften nicht nur professionelle Fotografen und Designer den Release von Photoshop Touch begrüßen.

Dass Fotografie auch auf mobilen Geräten mit Android eine Rolle spielt zeigt die Übersicht „20 kostenlose Foto-Apps für Android'. Adobe Photoshop Touch ist für Android bereits seit geraumer Zeit erhältlich.

Adobe Photoshop Touch wartet unter anderem mit den gängisten Funktionen einer Bildbearbeitung auf.

Kein Photoshop Touch auf dem iPad

Adobe Photoshop Touch läuft ausschließlich auf dem iPad 2 - Besitzer des ersten iPad bleiben außen vor. Die App kostet 7,99 Euro, kommt im Gegensatz zur Desktop-Variante abgespeckt auf das Tablet, bietet aber dennoch eine Reihe von nützlichen Funktionen wie Ebenen, Kurve und Effekte. Photoshop Touch unterstützt auch die Kamera des iPad 2. Wirklich interessant dürfte dieses Feature allerdings erst mit dem Release des iPad 3 und einer unter Umständen höherwertigen Kamera werden.

Photoshop Touch mit den Kernfunktionen des großen Bruders

Auch wenn es sich bei Photoshop Touch um eine abgespeckte Bildbearbeitung handelt, leistet die App doch mehr als so mancher Konkurrent. So können Nutzer ihre Bilder mit Hilfe von Ebenen, Auswahlwerkzeugen, Filtern und einer Reihe von Bearbeitungsfunktionen aufhübschen. Möchte ein Anwender mehrere Bilder miteinander kombinieren, sind Ebenen überaus nützlich. Man kann nicht nur die Reihenfolge der unterschiedlichen Ebenen ändern, sondern auch deren Deckkraft individuell steuern und sie unabhängig voneinander bearbeiten und verschieben.

Besonders die Integration von Ebenen in Photoshop Touch dürfte viele Fotografen freuen.

Möchte man hingegen bestimmte Bildelemente freistellen, kann man hierzu auf diverse aus Photoshop bekannte Auswahlwerkzeuge zurückgreifen. Auf dem iPad 2 kann man auch einfach über den Bildbereich malen, den man behalten will, und Photoshop Touch soll dann diesen Bereich freistellen. Das funktioniert zwar nicht immer, aber in vielen Fällen erstaunlich gut. Mit dem neuen Scribble Selection Tool kann man direkt ganze Objekte aus Bildern entfernen. Hierzu muss man das unerwünschte Objekt lediglich grob einrahmen und den Rest soll die Refine-Edge-Technik erledigen - inklusive Kantenglättung.

Photoshop Touch bietet auch Kurven.

Zu den Kernfunktionen gesellen sich unter anderem Kurven, Schatten/Highlights, diverse Filter und Spezialeffekte sowie ein Tool zur Reduzierung von Bildrauschen.

Bilder aus unterschiedlichen Quellen

Möchte man Bilder bearbeiten, kann man diese nicht nur aus seinem Foto-Album auf dem iPad 2 importieren, sondern beispielsweise auch Facebook oder die Google Bildersuche bemühen. Auch bei der Präsentation bringt Adobe Photoshop Touch eine Facebook-Anbindung inklusive der Anzeige von Kommentaren mit. Mit Hilfe einer automatischen Synchronisation über die Creative Cloud stehen die bearbeiteten Dateien überall zur Verfügung.

Einschränkungen von Photoshop Touch

Wer bei Photoshop Touch den vollen Funktionsumfang der Desktop-Bildbearbeitung erwartet, dürfte enttäuscht sein. Natürlich sind schon allein aufgrund der im Vergleich zu einem vollwertigen Rechner beschränkten Hardware auf dem iPad 2 nicht alle Arbeitsschritte einer wirklich professionellen Bildbearbeitung möglich. Dennoch rechtfertigt der Funktionsumfang der App den Preis durchaus.

Die Adobe-App bietet eine Reihe von Filtern und Effekten.

Schwerer wiegt hingegen, dass die App lediglich Bilder mit einer Maximalauflösung von 1.600x1.600 Pixeln akzeptiert. Auch der Fakt, dass Photoshop Touch PSD-Dateien mit mehreren Layern zu einem Layer zusammen fasst, könnte manchen Anwender stören. Die App speichert bearbeitete Bilder im Format PSDX ab. Mit einem entsprechenden Creative-Suite-Plugin kann man diese Dateien in das PSD-Format umwandeln.

Fazit

Unter dem Strich ist Adobe Photoshop Touch eine tolle App, die auf dem iPad 2 richtig Spaß macht. Die gelungene Umsetzung von Multitouch-Gesten kann besonders beim Auswählen von Bildbereichen und Elementen überzeugen. Bildbearbeitungsneulinge finden über diverse Tutorials einen schönen Einstieg in die Thematik. Die in der App enthaltenen Tutorials eignen sich darüber hinaus auch zum Kennenlernen des Interface von Photoshop Touch. Wer sich schwer damit tut, die passenden Bilder zur Nachbearbeitung zu finden, kann sich vielleicht vom Artikel „Phoneography: 15 Tipps für bessere Fotos mit dem Smartphone' inspirieren lassen.

Photoshop Touch ist für Adobe der erste Schritt eines längeren Release-Marsches. Bereits im vergangenen Jahr hatte das Unternehmen angekündigt, weitere fünf Apps aus der Creative Suite für Tablets optimieren zu wollen. So sollen Adobe Collage, Debut, Ideas, Kuler und Proto folgen.

Weiterführende Links:

 

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3 Antworten
  1. von web.buddy am 28.02.2012 (11:50 Uhr)

    Das Interface der App gefällt mir bereits sehr gut und was ich da so von euch lese macht mich richtig neugierig - leider habe ich noch ein iPad 1... tja dann warte ich halt aufs 3er ;)

    Danke Sébastien für den wirklich tollen Artikel

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  2. von Vincent am 28.02.2012 (16:42 Uhr)

    Gefällt mir gut und der Preis ist alle mal angemessen wenn man den mal vergleicht mit der Desktop Version (Verhältnis 1:140) :D..

    Grüße, Vincent

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  3. von Thomas Quensen am 29.02.2012 (11:25 Uhr)

    Die Android-Tablet-Version gibt es ja schon länger - gleicher Preis und anscheinend auch gleicher Funktionsumfang (+ gleiche Einschränkung bei der Auflösung)
    Für eine App sind 9,99$ schon relativ viel, aber hohe Preise ist man von Adobe ja gewöhnt ;)

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