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Cookies für den Einzelhandel: Wie ein kleines Gerät gegen Amazon helfen soll

Cookies für den Einzelhandel: Wie ein kleines Gerät gegen Amazon helfen soll

Ein kleines Gerät soll Einkaufszentren und Besitzern von Ladenlokalen einen besseren Einblick in ihre Kunden bieten. Ein Testlauf mit diesen „echten Cookies“ soll schon erste Erfolge gebracht haben.

Cookies für den Einzelhandel: Wie ein kleines Gerät gegen Amazon helfen soll

Physical Cookies. (Bild: Sponda)

Physical Cookies: Finnisches Einkaufszentrum trackt seine Kunden

Physical Cookies: Kleine Anhänger liefern dem stationären Handel Informationen über das Kundenverhalten. (Grafik: Sponda)
Physical Cookies: Kleine Anhänger liefern dem stationären Handel Informationen über das Kundenverhalten. (Bild: Sponda)

Während Online-Shops dank Cookies einen relativen guten Einblick in das Verhalten ihrer Besucher haben, fehlt dem stationären Handel eine solche Möglichkeit. Das könnte sich jedoch ändern. Unter dem Namen „Physical Cookie“ hat das finnische Unternehmen Sponda gemeinsam mit der Agentur TBWA\Helsinki einen kleinen RFID-Anhänger vorgestellt, mit dem Firmen das Verhalten ihrer Kunden im eigenen Laden erfassen und somit auch auswerten können.

Sponda konnte 14.000 Kunden eines finnischen Einkaufszentrums zum Tragen des RFID-Anhägers als Teil eines Programms zur Kundenbindung bewegen. Für das Programm war keine Anmeldung notwendig. Bewegt sich ein Kunde in dem Einkaufszentrum, können digitale Werbetafeln für ihn passende Anzeigen einblenden. In den ersten vier Monaten sollen Kunden, die ein Teil des Programms waren, 21,7 Prozent mehr Zeit in dem Einkaufszentrum verbracht haben. Außerdem soll es den Machern gelungen sein, 14,5 Prozent mehr Kunden von dem vielbesuchten Erdgeschoss in andere Bereiche des Einkaufszentrum zu lotsen.

„Echte“ Cookies: RFID-Anhänger gewährt Einblick in den Kunden

Lösungen wie die „Physical Cookies“ können dem stationären Handel einen Einblick in das Verhalten ihrer Kunden liefern, wie es bisher nur im Online-Handel möglich war. Obwohl bei dem System keine persönlichen Daten gesammelt werden, da es keine Anmeldung gibt, bleibt die Frage, wie bereitwillig die Kunden hierzulande zu einem solchen Gerät greifen würden. Letztlich könnten sich aber schon aus den Daten weniger Kunden einige wertvolle Informationen ableiten lassen. Laut den Machern kostet ein Gerät 17 Euro-Cent.

via mashable.com

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Eine Antwort
  1. von Supermärkte am 25.02.2015 (14:30 Uhr)

    Gabs sowas nicht schon zu neue-Markt-Zeiten als Flagship-Store in Rheinberg oder Moers oder so ?

    Sowas könnte man in die Einkaufswagen oder Einkaufskörbe einbauen. Die benutzt zwar nicht jeder aber na gut. Auch Bodensensoren könnten interessant sein.

    17 Cent . Und die Reader kosten wie viel ? Oder sind das alte Router vom Elektroschrott ? Irgendwo müssen die Daten ja gemessen werden. Durch Punkte-Systeme oder Belohnungs-Systeme ginge auch einiges um die Nutzung zu fördern. Z.B. eine Art Payback welches gelaufene Meter im Einkaufszentrum misst. Viele gehen dort ja täglich essen wenn es kein Einkaufszentrum auf der grünen Wiese ist wo man extra eine Tagesreise (USA, Finnland,...) einplanen muss.

    Und wenn man Supermärkte kennt, weiss man schon das es oft Wege sind die man als Graphen problemlos darstellen kann. Aber man muss halt messen wo die Leute verweilen und ob sie die teuren Produkte in Augenhöhe oder die Billigen von unten anschauen.
    Es gibt B2B-Supermärkte wo elektronische Preis-Etiketten existieren. Diese könnten die Kundenkarte oder RFID am Körper erfassen wenn man davor verweilt. Da (oder auch bei Real) sind die Gänge aber oft auch etwas breiter was die Erfassung erleichtert.

    Vermutlich ist das Einkaufsverhalten woanders aber anders. Aldi und Lidl verbreiten sich aktuell wohl ganz gut in UK und Aldi in USA. Das deutsche Discountertum ist vermutlich aktuell die modernste verbreitete Supermarkt-Form und breitet sich wohl immer weiter aus.

    Die Verweilzeiten in Zentren hingegen sind vorletztes Jahr deutlich gesunken. Die Leute fahren hin, kaufen was sie schon online vorbereitet hatten und fahren wieder weg und bummeln weniger dort herum als früher. Evtl. ist das das aktuelle Existenzproblem der Zentren.
    Die Frage ist also ob die Verweilzeiten nur einmalig so viel länger wurden weil man sich ein paar bisher unbekannte Shops angeschaut hat oder ob der Effekt nachhaltiger ist und die Umsätze - hoffentlich proportional - auch steigen.

    Wer die Kundenzeitungen bzw. Werbebeilagen von Einkaufszentren liest, erkennt, das immer wieder welche aufgeben und dann wird die Neueröffnung von jemand anderem gefeiert. Evtl muss man auch alle paar Jahre die (nicht grade billige) Laden-Einrichtung erneuern. Gern wird auch gesehen das man Anzeigen in der Einkaufszentrums-Zeitung bucht. Deren Interessen sind also nicht unbedingt dem kleinen Händler den maximalen Profit zu verschaffen.

    Personalisierte Werbung wäre ja nicht schlecht, bietet bisher aber keiner. Man kann sich dann mit passender Werbung dran erinnern lassen das Hochzeitstag ansteht oder Geburtstag der Schwiegermutter. Stattdessen kriegt man Werbung wie "Sie haben einen 8port-Switch gekauft. Wollen sie nicht auch noch den 5port-Switch kaufen ?". Na super...

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