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Pilotprojekt: Media-Markt testet mit Startup die Zustellung per Lieferroboter

    Pilotprojekt: Media-Markt testet mit Startup die Zustellung per Lieferroboter

(Foto: Media-Markt)

Media-Markt hat in Düsseldorf eine Testphase zur Warenauslieferung per Lieferroboter begonnen. Das Projekt ist Teil eines weltweiten Entwicklungsprogramms des Startups Starship Technologies.

In den kommenden Monaten werden einige Passanten im Düsseldorfer Stadtteil Grafenthal sicherlich Augen machen. Es kann nämlich gut sein, dass sie dem kleinen, weißen Lieferroboter von Media-Markt begegnen. Der soll ab sofort in einer Testphase alles zum Endkunden transportieren, das weniger als zehn Kilogramm wiegt und bequem im Lieferfach verstaut werden kann – egal ob Digitalkamera, ein Ersatz für das verloren gegangene Handy-Ladekabel oder Druckerpatronen. Der Lieferroboter soll die Bestellung innerhalb von 30 Minuten bis drei Stunden nach Bestelleingang zum Kunden nach Hause bringen. Neun Kameras und Ultraschallsensoren weisen ihm dabei den Weg zum Ziel.

Der Starship-Lieferroboter in Aktion

Laut Media-Markt sei man das erste Unternehmen in Deutschland, das Lieferroboter im Einsatz beim Endkunden hat. Das futuristische Gefährt auf sechs Rädern ist Teil eines groß angelegten, weltweiten Entwicklungsprogramms des europäischen Tech-Startups Starship Technologies, das die Media-Saturn-Unternehmensgruppe in Deutschland unterstützt. Starship Technologies entwickelt und baut eine Flotte selbstfahrender Lieferroboter, die Waren innerhalb von 15 bis 30 Minuten in einem Radius von drei bis fünf Kilometern ausliefern. Die Roboter fahren autonom und werden von Menschen überwacht, die jederzeit die Kontrolle übernehmen können. Gegründet wurde das Unternehmen im Juli 2014 von den beiden Skype-Gründern Ahti Heinla und Janus Friis. Die Zentrale befindet sich in London, die Forschungs- und Entwicklungsarbeit findet in Estland statt.

Starship verspricht sich von dem Test mit Media-Markt umfangreiche Erkenntnisse: „Unser Ziel ist es, besser zu verstehen, wie unsere Lieferroboter Menschen im Alltag unterstützen können. Langfristig wollen wir selbstverständlich auch die beliebteste Zustelloption für Kunden von Media Markt werden“, so Helen Karleep, Head of Testing and Operations beim Startup.

Der Einsatz von Lieferrobotern ist aus Sicht von Media-Saturn eine gute Möglichkeit, den Kunden künftig Lieferungen in nahezu Echtzeit anbieten zu können – bei gleichzeitiger Kosteneffizienz und Nachhaltigkeit. „Die Lieferung zum Wunschtermin sowie Schnelligkeit werden immer wichtiger in unserem Lieferprozess“, sagt Martin Wild, Chief Digital Officer der Media-Saturn-Unternehmensgruppe. „Deshalb testen wir kontinuierlich neue und innovative Dienste, die unseren Kunden einen bestmöglichen Mehrwert bieten.“ Der Lieferroboter sei ein weiterer Baustein in der Strategie des Konzerns, das Einkaufserlebnis mit digitalen Innovationen kontinuierlich weiterzuentwickeln.

Diese Strategie fahren auch viele andere Unternehmen. Die Restaurantkette Domino's etwa hatte jüngst verkündet, ihre Bestellungen per Drohne auszuliefern. Dafür ist das Unternehmen eine Partnerschaft mit einem Tech-Startup aus den USA eingegangen. Auch der Internethändler Amazon will mit den Fluggeräten Pakete bis vor die Haustür liefern und hat für diese Zukunftsvision zu Testzwecken eine Partnerschaft mit der britischen Regierung geschlossen. Das Ziel: Auslieferung innerhalb von 30 Minuten. Die DHL testet ebenfalls fleißig: Die Drohne fliegt eine spezielle Packstation an, holt sich die Sendungen zum Transport heraus und legt sie in einer anderen Packstation ab.

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Eine Reaktion
Matthias

Ich hab den Lieferroboter schon mehrmals in Düsseldorf rund um das Metro Gelände gesehen. Auch im angrenzenden Park wurde er schon gesichtet. :)
Das Konzept finde ich spannend und innovativ, frage mich aber was passiert, wenn die Roboter eine Zulassung erhalten. Denn soweit ich das verstanden habe dürfen die nur auf dem Bürgersteig unterwegs sein..... je nach Anzahl der Lieferroboter könnte es da sehr schnell sehr eng werden...

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