Pinterest bietet Opt-Out-Code für Webmaster

Der Social-Media-Überflieger Pinterest erlaubt es Webseiten ab sofort, ihre Inhalte für die Direkt-Übernahme durch Pinterest zu sperren. Für Webmaster ist das aber ein zweischneidiges Schwert, auch Nutzern bietet das neue Feature keine Rechtssicherheit.

 

pinterest block

Pinterest hat seine Help-Seite stillschweigend um den Punkt „Was tun, wenn die Bilder meiner Seite nicht gepinnt werden können sollen" erweitert, bemerkte der US-Blog LLsocial.com. Inhalte auf Webseiten mit dem Tag

<meta name="" content="nopin" />

 

können künftig nicht mehr direkt gepinnt werden.

Rechtlich bewegen sich Pinterest-Mitglieder beim Teilen („Pinnen") von Bildmaterial Dritter auf dünnem Eis, wie Rechtsanwalt Thomas Schwenke jüngst in einem Fachartikel auf t3n.de beschrieb. Nutzer bräuchten genau genommen eine Einwilligung vom Rechteinhaber, um urheberrechtlich geschützte Bilder zu pinnen, also auf eines ihrer Boards zu kopieren. Andernfalls besteht die Gefahr, eine Abmahnung über mehrere Hundert Euro zu erhalten – ein Risiko, das bei Pinterest täglich tausendfach eingegangen wird.

Inhalte-Anbieter standen bislang vor der Wahl, der „Republikation" tatenlos zuzusehen oder (wenig imageförderlich) massenhaft abzumahnen. Pinterest verlinkt automatisch die Quelle jedes übernommenen Bildes, darüber hinaus findet keine Vergütung statt. Der Nutzen von Pins für eine Webseite variiert dabei stark: Während Online-Shops vom sehr produktzentrierten Ansatz Pinterests profitieren und über verlinkte Produktbilder Kundschaft generieren (wobei auch Pinterest direkt mitverdient), sind Künstler von der honorarlosen Übernahme ihrer Werke bisweilen wenig angetan. So beklagte sich Katja Dittrich, Betreiberin des Graphitti-Blogs, Anfang des Monats über die verbreitete Übernahme ihrer Infografiken ohne Quellenangabe.

Wie viele Seiten Pinterest-Nutzer tatsächlich von der direkten Übernahme ihrer Grafiken ausschließen, bleibt abzuwarten – prominentester „Pinterest-Verweigerer" ist gegenwärtig das soziale Netzwerk Facebook. Letztlich macht das Meta-Tag die unerlaubte Übernahme für den Nutzer lediglich ein bisschen schwerer: Statt „1-Click-Lösung" müssen auf gesperrten Webseiten Bilder künftig eben lokal gespeichert und dann bei Pinterest hochgeladen werden – dann natürlich ohne automatischen Link auf die Herkunftsseite.

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14 Answers

  1. von Stefan Wienströer 20.02.2012 (20:42Uhr) 1.

    Die bessere Alternative wäre vermutlich die robots.txt.

  2. von out-opt 20.02.2012 (22:51Uhr) 2.

    Robots sollte man zusätzlich auch supporten finde ich auch.

    Speziell bei Bildern sollte man Wasserzeichen einbauen und die ohne Wasserzeichen gar nicht mehr veröffentlichen oder verlinken und das automatisiert überall durchziehen.
    Über das Wasserzeichen weiss man den Lizenz-Server und kann lizensieren oder auf das Bild verzichten. Crawler und Browser kriegen das mit und melden das ggf.
    Anstelle eines Wasserzeichens kann man auch EXIF-Daten o.ä. einbauen.
    Wer nicht will, braucht also nicht und dessen unlizensierter Content verschwindet. Der Vorteil wäre, das es (durch facebook und alle Bilder-Dienste usw.) innerhalb weniger Wochen de-facto durchgesetzt wäre und unlizensierter Content nicht mehr weit kommt und von Firefox usw. auch nicht mehr angezeigt wird, wenn Firmen, Schulen usw. das in ihre Firefox/IE-Policies eintragen.

    Die großen Player wie Google und Firefox haben wohl leider kein Interesse, Contentflow kontrollierbar zu machen. Für Musik, Videos und Texte kommt das dann danach... .
    Das würde Creative-Commons-Bildern den verdienten massiven Durchbruch bringen.
    Leider interessiert das Thema wohl niemanden. Denn es gibt genug legalen kostenlosen problemlos lizensierbaren Content. Jeder kann dann überlegen ob er Ferrari oder Fiat oder Creative-Commons oder Pay-Content nutzen möchte.

    Es muss normal werden, das Content die Herkunft enthält. Im Supermarkt hat ja auch alles einen Strichcode. Wer die Herkunft absichtlich ändert, fälscht vielleicht auch Bio-Lebensmittel und kann dann auch abgemahnt werden.

  3. von Björn Aicher via facebook 21.02.2012 (08:25Uhr) 3.

    Ich soll mir Code auf die Website hauen um nicht von Pinterest Usern bestohlen zu werden? Ich soll aktiv werden wenn ich nicht bei Streetview erscheinen soll,... Gibts da auch mal eine Aufwandsentschädigung?

  4. von Steffen Voß via facebook 21.02.2012 (08:49Uhr) 4.

    lol

  5. von Charles S. Kuzmanović via facebook 21.02.2012 (09:10Uhr) 5.

    aber bei pinterst steht doch immer woher ein pin ist. werbung könnte nicht besser sein....naja, es gibt wichtigeres auf der welt

  6. von sab 21.02.2012 (09:37Uhr) 6.

    "Statt „1-Click-Lösung" müssen auf gesperrten Webseiten Bilder künftig eben lokal gespeichert und dann bei Pinterest hochgeladen werden – dann natürlich ohne automatischen Link auf die Herkunftsseite. " >> der Link wird in diesem Fall zwar nicht automatisch eingefügt, kann aber trotzdem manuell über den "Edit-Button" eingefügt werden

  7. von Jonny Jelinek via facebook 21.02.2012 (09:40Uhr) 7.

    Mal ehrlich: Wer so einen Code einbaut, hat Pinterest nicht verstanden oder hat einfach prinzipiell etwas gegen mehr Traffic. Im Übrigen gab es schon vor dem Code einen Workaround dazu :) http://blog.webfeuer.at/pinterest-so-konnt-ihr-bilder-von-facebook-pinnen

  8. von Roland Hötzinger via facebook 21.02.2012 (09:41Uhr) 8.

    Bestohlen? Kann ich nicht verstehen! Der Link erlaubt sofort Zuordnung. Eher wohl gute Werbung...

  9. von Benjamin Krauss via facebook 21.02.2012 (09:53Uhr) 9.

    An Stelle von Pinterest hätte ich ja einen ahref in den Code eingebaut. ;-)

  10. von Dirk S. 21.02.2012 (16:22Uhr) 10.

    Ganz heißer Tipp für Katja Dittrich: Quellenangabe direkt in die Infografik. So machts eigentlich jeder. Sharing ist dann perfekt!

  11. von Marco 22.02.2012 (08:31Uhr) 11.

    Interessanter Thema und eigentlich eine gute Möglichkeit …

  12. von Webmatch Blog » Pinterest – Funk… 27.02.2012 (14:31Uhr) 12.

    [...] begeht man quasi beim Pinnen von Inhalten von externen Seiten einen Urheberrechtsverstoß. Dieser Problematik versucht Pinterest mittlerweile durch einen Opt-out-Code, welcher Webseiten-Betreibern zur Verfügung gestellt wird und das [...]

  13. von Pinterest: Pinnwände werden zu Bilderco… 03.03.2012 (20:17Uhr) 13.

    [...] Wer nicht möchte, dass Bilder seiner Website bei Pinterest auftauchen, kann einen Opt-Out-Code, ein Meta-Tag, auf seiner Seite einfügen (via t3n.de): [...]

  14. von FB-Fun 21.04.2012 (13:23Uhr) 14.

    Du meinst den Metag Tag


    Für Webmaster hier...
    http://pinterest.com/about/goodies/

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