Pinterest setzt heimlich Affiliate-Links für gepinnte Produkte

Pinterest setzt heimlich Affiliate-Links für gepinnte Produkte
Pinterest gehört momentan ganz sicher zu den größten Hypes im Social Web. Doch nach einer Diskussion um die rechtliche Seite der neuen Plattform sorgt Pinterest nun mit heimlich eingebauten Affiliate-Links für einen weiteren tiefen Kratzer im glänzenden Lack.

Pinterest tauscht heimlich User-Links gegen Affiliate-Links

Die Diskussionen um die rechtlich bedenkliche Einbindung von fremden Inhalten bei Pinterest ist noch nicht ganz abgeklungen, da gibt es auch schon die nächste Kontroverse. Der Blogger Josh Davis berichtet auf seinem Blog über das heimliche Geschäftsmodell des aufstrebenden Startups. Demnach tauscht Pinterest die Links bestimmter Pins gegen eigene Links mit einem Affiliate-Tracking-Code aus. Betroffen sind Links zu E-Commerce-Websites, deren Betreiber ein Affiliate-Programm anbieten. Davis zufolge greift dabei auf den Technologiedienstleister Skimlinks zurück, der Links auf Produkte automatisch mit einer Partner-ID versieht.

Pinterest Affiliate Links
Ein typisches Pinterest-Board mit vielen Gadgets, die interessant für Affiliate-Links sind.

Klickt ein Pinterest-Nutzer nun auf das Bild und gelangt mit einem weiteren Klick beispielsweise zu Amazon, so bekommt Pinterest für eventuelle Einkäufe eine Provision von Amazon.

Pinterest informiert nicht über die Affiliate-Links

Wie jedes andere Startup muss auch Pinterest ein erfolgreiches Geschäftsmodell entwickeln. Meine persönliche Vermutung war bisher, dass Pinterest irgendwann zu den gepinnten Inhalten passende Werbung einbaut und sich allein darüber finanziert. Doch momentan ist von Werbung noch nichts zu sehen und über andere Bestrebungen für ein Geschäftsmodell ist mir nichts bekannt.

Da passen die entdeckten Affiliate-Links durchaus ins Bild und sind sicher auch eine geeignete Methode, um Geld in die Kassen zu holen. Immerhin gilt Pinterest schon als Antreiber für den Social Commerce. Doch von einem auf Affiliate-Links basierendem Geschäftsmodell sucht man im About-Bereich vergeblich.

Eine vertrauensbildende Maßnahme ist dieses Verfahren ganz sicher nicht. Dabei kann es sich hier um ein wirklich ein erfolgreiches Geschäftsmodell handeln – nur hätte es offen kommuniziert werden müssen. So bleibt ein Makel hängen, auch wenn Pinterest das Geschäftsmodell nun offenlegen sollte.

Weiterführende Links zum Thema Pinterest und Affiliate-Links:

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46 Antworten
  1. von Sebastian Hartmann via facebook 08.02.2012 (10:16Uhr) 1.

    bevor die einen Fragezeichen nicht ausgemerzt sind (Urheberrecht), entstehen schon wieder neue..

  2. von Detlev Haag via facebook 08.02.2012 (10:17Uhr) 2.

    Die ham doch recht, ich würds genauso machen als Seitenbetreiber

  3. von Gründercoaches Deutschland via facebook 08.02.2012 (10:26Uhr) 3.

    Mal sehen ob es eine gute IDEE war?

  4. von Samuel Klyk via facebook 08.02.2012 (10:40Uhr) 4.

    Ist doch ne gute Art das ganze zu finanzieren! Besser als viele andere Werbeformen und es ist vor allem transparent. Würde ich genauso machen.

  5. von drikkes 08.02.2012 (10:42Uhr) 5.

    Das fand ich bei Posterous schon unter aller Kanone und bei Pinterest wird diese Praxis nicht besser.

  6. von Markus Große via facebook 08.02.2012 (10:44Uhr) 6.

    Kann ich Samuel nur recht geben. Auf jeden Fall eine clevere und elegante Methode, die nicht durch PopUps oder Bannerwerbung die Optik der Boards versaut..

  7. von Timo Hermann via facebook 08.02.2012 (10:50Uhr) 7.

    Monetarisierung ist kein Kratzer im Lack, sondern eine Notwendigkeit. Richtig: es wäre nett gewesen, hätten sie darauf hingewiesen. Generell ist es aber völlig legitim und in Ordnung, dass ein Webseitenbetreiber seine Arbeit mit Hilfe der Inhalte refinanzieren möchte - und da das mit "böser" Werbung durch exzessiven Adblocker-Gebrauch nicht mehr möglich ist, werden halt andere Wege beschritten. Perfide daran ist nur diese Neid-Kultur: da bekommen die Nutzer schon etwas kostenlos und regen sich dann noch darüber auf, dass da Gewinnabsichten bestehen. Schonmal den Bäcker nach Gratisbrötchen gefragt? ^^

  8. von Falk Hedemann via facebook 08.02.2012 (11:06Uhr) 8.

    Samuel Klyk Transparent ist es ja eben nicht! Pinterest macht das heimlich ohne es irgendwo zu erwähnen.

  9. von Samuel Klyk via facebook 08.02.2012 (11:10Uhr) 9.

    Klar, Cookie Stuffing ist nicht die feine Art. Das möchte ich auch gar nicht behaupten. Mit "Transparent" meinte ich eher die Form der Werbung, es nervt nicht und es entsteht absolut kein Nachteil für den User. Bei der altbekannten Layer-Ads Werbung wurde es doch genauso gemacht mit den Cookies. Da wurde man auch nicht gefragt ob man diesen und jenen Cookie gerne hätte bevor man die Seite aufgerufen hat. Und überlegt mal zurück, vor 2 Jahre, wie viele Seite haben dort die Layer-Ads eingeblendet? Ne ganze Menge. Und keine Sau hats interessiert.

  10. von auch cool, Pinterests geheimes Geschäft… 08.02.2012 (11:17Uhr) 10.

    [...] Pinterest setzt heimlich Affiliate-Links für gepinnte Produkte Pinterest gehört momentan ganz sicher zu den größten Hypes im Social Web. Doch nach einer Diskussion um die rechtliche Seite der neuen Plattform sorgt Pinterest nun mit heimlich eingebauten Affiliate-… [...]

  11. von Daniel 08.02.2012 (11:38Uhr) 11.

    Ich hab mich zwar nocht nicht bei Pinterest angemeldet, aber wenn man als Nutzer Links posten kann, kann man auch selbst (eigene) Affiliate Link posten, sehe ich das richtig?
    Wäre dann auf jeden Fall auch ein lukratives Geschäftsmodell für Spammer.

  12. von Heimlicher Adressbuch-Abgleich: Path zei… 08.02.2012 (11:44Uhr) 12.

    [...] (passen dazu sieht sich auch Pinterest gerade wegen “heimlicher” Affiliate-Links Kritik ausgesetzt). Weil sie wissen, dass der Sturm der Entrüstung vorübergeht und die Mehrheit der Nutzer nicht [...]

  13. von Daniel 08.02.2012 (11:59Uhr) 13.

    Das ist doch das, was sich viele Social Media -"Unternehmer" per AAL-Prinzip wünschen: Man stellt eine Plattform bereit, die Leute erstellen die Inhalte und als Betreiber pflastert man die mit Werbung zu, verkauft Nutzerdaten oder dergleichen. Da merkt man immer wieder, dass viele "sozialen" Netze in Wahrheit ganz schön asozial sind...

  14. von Tobias Kärcher via facebook 08.02.2012 (12:02Uhr) 14.

    So what? Dem Nutzer entstehen dadurch keine Nachteile, stört mich überhaupt nicht!

  15. von Mike Wattrodt via facebook 08.02.2012 (12:12Uhr) 15.

    Warum auch nicht ? Irgendwovon müssen die auch leben...... wenn ich nun selber meine links verbreiten wollte, nun gut, aber so ? No Problem

  16. von cbatik 08.02.2012 (12:17Uhr) 16.

    Ich finde die Idee gut! Warum nicht ...

  17. von Andre 08.02.2012 (12:33Uhr) 17.

    Meiner Ansicht nach ist es nur so lange legitim, wie darauf früh genug hingewiesen wird. Diese etwas ungewohnte Gangart halte ich persönlich für ebenso unlauter wie Cookie Dropping.

  18. von lars 08.02.2012 (12:50Uhr) 18.

    Ob Pinspire wohl die gleiche Taktik verfolgt? ...

  19. von Pinterest wächst und wächst – 10… 08.02.2012 (14:56Uhr) 19.

    [...] Aktuell gibt es aber auch andere Diskussionen über Pinterest, die etwas kritischer sind. Thema ist das “Geschäftsmodell” von Pinterest bzw. der Einsatz von Affiliate-Links. [...]

  20. von sprain 08.02.2012 (15:09Uhr) 20.

    Tja, wo ist das Problem? Für den User ändert sich nichts.

  21. von Vincent 08.02.2012 (21:13Uhr) 21.

    Find das eigentlich auch nicht sonderlich schlimm, aber ein wenig gemein das sie die User darüber nicht aufklären, zudem gemein weil Pinterest selber null macht, sondern die Empfehlungen von anderen ausnutzt damit Geld zu verdienen.

  22. von Pinterest – das digitale Schaufens… 08.02.2012 (21:43Uhr) 22.

    [...] nicht überall den Original-Link an von dem aus das Bild “gepinnt” wurde, sondern ersetzt sie teilweise durch Affiliate-Links – beispielsweise wird aus einem “neutralen” Amazon-Link ein Amazon-Referral-Link [...]

  23. von Finanzierungsidee für Pinterest und Pin… 09.02.2012 (09:01Uhr) 23.

    [...] Bevor Ihr das macht, schließt alle User mit einer t3n E-Mail-Adresse aus – die haben es schon durchschaut! Twittern [...]

  24. von Joe Hana 09.02.2012 (13:03Uhr) 24.

    Besser wäre es ne Art "Affinität Sharing" einzuführen. Pinterest nimmt sagen wir 70% und der Uhr der den Link geteilt hat erhält 30%. Ausgezahlt wird ab nem Guthaben von 100€ oder "Instant" in Form v. Gutscheine.

    Würde wohl viele neue User bringen und jeder hätte was davon ;-)

  25. von Joe Hana 09.02.2012 (13:05Uhr) 25.

    *Affiliate Sharing meinte ich natürlich - AutoCorrect hat sich mal wieder eingemischt. ;-)

  26. von Apps – meine aktuellen Favoriten 09.02.2012 (20:28Uhr) 26.

    [...] Pinterest setzt heimlich Affiliate-Links für gepinnte Produkte [...]

  27. von Pinterest-SEO: 11 einfache Tipps zum Dur… 10.02.2012 (08:09Uhr) 27.

    [...] Pinterest setzt heimlich Affiliate-Links für gepinnte Produkte - t3n News [...]

  28. von Social Commerce: Wird Pinterest der näc… 10.02.2012 (12:14Uhr) 28.

    [...] Pinterest setzt heimlich Affiliate-Links für gepinnte Produkte - t3n News [...]

  29. von Fundstücke der Woche #KW6 - PR-Fundsach… 11.02.2012 (12:04Uhr) 29.

    [...] rechtlichen Grenzen beim Teilen und Verlinken auf Pinterest diskutiert wird, rückt jetzt auch das heimliche Geschäftmodel des Netzwerks in den Fokus: Die User-links werden bei bestimmten Pins gegen eigene Links mit einem [...]

  30. von Rolf 11.02.2012 (19:47Uhr) 30.

    sowas gibts bei openpin.org nicht... schweinerei...

  31. von Urheberrecht und Internetpostings: - Ech… 11.02.2012 (22:48Uhr) 31.

    [...] [...]

  32. von Der Pinterest Hype « webstreifen&#… 12.02.2012 (20:46Uhr) 32.

    [...] Und da wird Pinterest für das Thema Social Shopping interessant. Auch Pinterest scheint dies als Geschäftsmodell mit Affiliatelinks hinter Produktabbildungen entdeckt zu haben, was aber scheinbar nicht auf Anhieb gut ankam. Verständlicher Weise. Bessere [...]

  33. von Personalmarketing-Blog Sebastian Manhart… 15.02.2012 (23:04Uhr) 33.

    [...] t3n.de: Path-App lädt heimlich dein Adressbuch hoch & Pinterest setzt heimlich Affiliate-Links für gepinnte Produkte [...]

  34. von Pinterest für Unternehmen: Nur mit gute… 17.02.2012 (20:12Uhr) 34.

    [...] Pinterest einen Teil des Umsatzes falls der Nutzer etwas kaufen sollte. Eine Methode, die Pinterest hinter den Rücken der User eingesetzt hat – was aber offenbar die Nutzer selbst nicht zu stören [...]

  35. von Pinterest bietet Opt-Out-Code für Webma… 20.02.2012 (17:33Uhr) 35.

    [...] Ansatz Pinterests profitieren und über verlinkte Produktbilder Kundschaft generieren (wobei auch Pinterest direkt mitverdient), sind Künstler von der honorarlosen Übernahme ihrer Werke bisweilen wenig angetan. So beklagte [...]

  36. von Totterturm » Blog Archive »… 21.02.2012 (14:01Uhr) 36.

    [...] stand Pinterest in der Diskussion, weil ursprünglich gesetzte Links verändert und zu eigenen Affiliate-Programmen umgeleitet werden. Für mich lag die Crux aber vor allem darin, dass diese Praktik nicht offen bekannt war. [...]

  37. von Ich sehe was, was Du nicht siehst: Pinte… 22.02.2012 (16:24Uhr) 37.

    [...] auch immer die Geschichte von Pinterest weitergeht – beispielsweise hinsichtlich einer Geschichte des Bloggers Josh Davis, der auf seinem Blog über das heimliche Geschäftsmodell des aufstrebenden [...]

  38. von Daniel 13.03.2012 (12:39Uhr) 38.

    An sich OK, diese Maßnahme ist mir viel lieber als eingeblendete Werbung. Allerdings sehe ich es auch ganz klar so, dass man das in den terms und/oder FAQ "wie finanziert sich Pinterest?" offenlegen müsste.

  39. von Pinterest für meine Aquarelle « B… 26.03.2012 (09:59Uhr) 39.

    [...] dem Artikel Über die Probleme mit dem Urheberrecht von Pinterest und anderen Kurationsplattformen. Es ist auch nicht der Fakt, dass Pinterest heimlich Affiliate-Links für gepinnte Produkte setzt. oder eine der anderen [...]

  40. von Social Commerce: Infos für unser 3. Tre… 11.04.2012 (20:30Uhr) 40.

    [...] Und weil Pinterest noch so neu ist und gerade massiv gehyped wird, schauen wir es uns auch mal näher an. [...]

  41. von Pinterest-Kopien: Pixoona will mit Geld… 12.04.2012 (18:04Uhr) 41.

    [...] Klick auf ein Produkt will Pixoona Werbeerlöse erzielen, durchschnittlich 24 Cent pro Klick – ganz wie das große Vorbild Pinterest. Mit einem Unterschied: Das Geld wird anschließend [...]

  42. von Pinterest-Kopien: Pinspire wohl vor dem… 13.04.2012 (07:49Uhr) 42.

    [...] Klick auf ein Produkt will Pixoona Werbeerlöse erzielen, durchschnittlich 24 Cent pro Klick – ganz wie das große Vorbild Pinterest. Mit einem Unterschied: Das Geld wird anschließend [...]

  43. von Pinterest bietet Opt-Out-Code für Webma… 25.04.2012 (07:56Uhr) 43.

    [...] Ansatz Pinterests profitieren und über verlinkte Produktbilder Kundschaft generieren (wobei auch Pinterest direkt mitverdient), sind Künstler von der honorarlosen Übernahme ihrer Werke bisweilen wenig angetan. So beklagte [...]

  44. von Pinterest zum Teilen von Bildern und Vid… 20.05.2012 (00:05Uhr) 44.

    [...] berichtete bereits u.a. kein Geringerer, als t3n auf seiner [...]

  45. von TheFancy.com – Eine Alternative zu… 25.05.2012 (12:27Uhr) 45.

    [...] Im direkten Vergleich mit Pinterest ist Fancy deutlich kleiner. So verfügt das 2011 gegründete Netzwerk mit 290.000 Unique Usern über einen Bruchteil der Nutzer von Pinterest (35 Millionen UU)1. Dennoch ist das Potential enorm und Fancy wird (auch dank vor kurzem erfolgtem Launch einer deutschen Sprachversion) voraussichtlich weiter an Relevanz gewinnen. Nicht zuletzt wegen seiner einzigartigen Verknüpfung aus Image Bookmarking Tool, E-Commerce Plattform und Magazin. Damit liegt Fancy von Anfang an ein ausgeklügeltes Modell der Monetarisierung zugrunde, wonach Pinterest noch immer vergeblich zu suchen scheint. [...]

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