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Startups

Von fliegenden Autos und filmenden Drohnen: Das war das Pioneers Festival 2014 in Wien

    Von fliegenden Autos und filmenden Drohnen: Das war das Pioneers Festival 2014 in Wien

Das Pioneers Festival in Wien. (Foto: Dan Taylor / Heisenberg Media)

Es gibt Startup-Konferenzen und es gibt das Pioneers Festival. Dieses zog vergangene Woche einmal mehr über 3.000 Besucher und Speaker aus der ganzen Welt in die altehrwürdige Atmosphäre der Hofburg nach Wien: In der einzigartigen Location trafen Denker und Macher sowie Old- und New Economy aufeinander und versuchten, ihren Hunger nach Neuem, Interessantem und Wissenswertem zu stillen.

Kaiserliche Atmosphäre: Das Pioneers Festival fand wie jedes Jahr in der Wiener Hofburg statt. (Foto: Dan Taylor / Heisenberg Media)
Kaiserliche Atmosphäre: Das Pioneers Festival fand wie jedes Jahr in der Wiener Hofburg statt. (Foto: Dan Taylor / Heisenberg Media)

Innerhalb von drei Jahren hat sich das Pioneers Festival in Wien als fester Treffpunkt der europäischen Startup-Branche etabliert. Mit prächtigen Kronleuchtern, hohen Decken, langen Gängen und königlichem Ambiente sorgt schon die Hofburg an sich immer wieder für eine imposante Stimmung. Diese spürt man besonders, wenn man das erste Mal dabei ist – aber auch die Besucher, die schon mehrmals  zu Gast waren, erleben die Mischung aus innovativen Produkten, smarten Köpfen und der Architektur aus dem 13. Jahrhundert als einzigartig.

Obwohl die Konferenz eigentlich noch jung ist, ist sie merklich reifer geworden: „Die Startup-Pitches waren inhaltlich noch besser als letztes Jahr, die Produkte und zu lösenden Probleme ambitionierter und globaler gedacht“, resümiert Mark Jäger, CPO des Hamburger Startups Stuffle, der zum zweiten Mal am Pioneers Festival teilgenommen hat.

Startup-Festival Pioneers: Zwischen großen Träumen und kleinen Schritten

Das Pioneers Festival in Wien. (Foto: Dan Taylor / Heisenberg Media)
Das Pioneers Festival in Wien. (Foto: Dan Taylor / Heisenberg Media)

Thematisch befand man sich zwischen „Träume erfüllen und groß denken“ und „Investments sammeln und schnell wachsen“. Während sich in der Arena, dem Hauptsaal, fast alles um Hardware drehte, sprachen Pioniere, die ihr Startup bereits erfolgreich aufgebaut haben, in der Academy zu denen, die noch daran arbeiten. Gleich zwei Talks fokussierten das Thema Wachstum. Entgegen der Hoffnung, dass ein tolles Produkt sich schon irgendwie verkaufen wird, riet Justin Mares vom Startup Bootcamp dazu, 50 Prozent der Arbeitszeit für die Vertriebsstrategie einzuplanen. Investoren wollten nichts von einer viralen Marketingstrategie hören sondern sehen, wo die Nutzer herkommen, erklärte er: „Traction trumps everything“.

„Pioneers ist seinem Namen treu geblieben und hat wahre Pioniere nach Wien geholt.“

Während bei vielen Konferenzen der spannende Teil eigentlich außerhalb der Sessions stattfindet, reichten beim Pioneers Festival häufig die Stühle in den Räumen nicht. Das fliegende Auto Aeromobil 3.0, die filmende Drohne HEXO+ des Snowboarders Xavier de le Rue oder Kopfhörer, mit denen man Filme schauen kann begeisterten die Besucher. Es ging nicht so sehr um „The Next Big Thing“, sondern darum zu zeigen, was mit den Mitteln, die wir jetzt schon haben, alles möglich ist. Manchmal saß man kopfschüttelnd im Publikum – nicht, weil man anders dachte, sondern weil man nicht für möglich gehalten hätte, dass das, was auf der Bühne passiert, umsetzbar ist.

„Pioneers ist seinem Namen treu geblieben und hat wahre Pioniere nach Wien geholt,“ resümierte Harald Neidhardt, der Gründer der MLOVE-Konferenz. Am meisten habe ihn das Aeromobil begeistert – ein fliegendes Auto, das seit Oktober unter echten Bedingungen in der Luft getestet wird. Das Aeromobil 3.0 des gleichnamigen Unternehmens aus Bratislava feierte auf dem Pioneers Festival seine Weltpremiere.

Pioneers Festival: Startup-Pitch ohne zündende Funken

Nur beim Startup-Pitch kam die ausgelassene Stimmung, die man aus den letzten Jahren kannte, nicht auf. Zwar waren die Pitches inhaltlich spannend und fundiert, jedoch fehlte der zündende Funke, der auf das Publikum hätte überspringen müssen. Das Pioneers Festival ist keine Startup-Party mehr, sondern eine ernstzunehmende Konferenz, bei der immer mehr große Unternehmen und Investoren im Publikum sitzen. Das scheint noch nicht bei allen Pitch-Teilnehmern angekommen zu sein. Wer auf einer riesigen Bühne vor Investoren, Konzernen, möglichen neuen Nutzern und der Presse präsentieren will, muss einfach richtig vorbereitet sein.

„Das Pioneers ist keine Startup-Party mehr.“

Der Reiz des Programms hatte einen weiteren Nebeneffekt: Nicht alle kamen in puncto Networking auf ihre Kosten. Da sich viele Teilnehmer von einem Talk in den nächsten bewegten, blieben viele Grüppchen unter sich und mischten sich nur selten mit neuen Leuten. Bei einigen Konferenzteilnehmern kam daher der Wunsch nach Formaten auf, die es Investoren, Startups, Förderern und Ideengebern ermöglicht, besser in Kontakt zu treten.

Ob das nächste Pioneers Festival diesem Wunsch Rechnung tragen wird, bleibt abzuwarten. Stattfinden wird die nächste Runde übrigens nicht im Oktober, sondern im Mai 2015. Das Pioneers Festival reiht sich damit in die Events der Berlin Web Week ein, konkurriert aber nicht mehr mit dem Dublin Web Summit.

Vielen Dank an Dan Taylor von Heisenberg Media für das Bereitstellen der Fotos vom Event. 

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