Du hast deinen AdBlocker an?

Es wäre ein Traum, wenn du ihn für t3n.de deaktivierst. Wir zeigen dir gerne, wie das geht. Und natürlich erklären wir dir auch, warum uns das so wichtig ist. Digitales High-five, deine t3n-Redaktion

Kommentar

Ein Plädoyer für Paydirekt

Seite 2 / 2

Wieso es sich trotzdem lohnen kann, Paydirekt in den Payment-Mix aufzunehmen

Paydirekt: Auch wenn nicht viel dafür spricht – es spricht genauso wenig dagegen. (Screenshot: Paydirekt)

Kleine Händler, die den „normalen“ Gebührensatz bei Paydirekt bezahlen, sind also geringfügig teurer dran als bei den Mitbewerbern Giropay mit Sätzen ab 0,89 Prozent und Sofortüberweisung ab 0,9 Prozent. Wieso also Paydirekt in den Payment-Mix aufnehmen?

Die Antwort ist simpel: wegen der Konversionsrate. Der Vergleich mit den Kreditkartengebühren ist für die Konversionsrate unerheblich, denn die Kreditkarte ist in Deutschland nicht Zahlungsmittel Nummer eins, es bleiben genug Kunden übrig, die auf ein alternatives Zahlungsverfahren setzen wollen oder müssen. Und es wird kaum zu befürchten sein, dass alle Kreditkarten-Kunden jetzt auf einmal scharenweise zu Paydirekt überlaufen und die durchschnittliche Kostenstruktur eines Händlers durcheinanderbringen.

Etwas unter einer Million Kunden soll Paydirekt bereits gesammelt haben, und auch wenn die Branche munkelt, dass die Transaktionsmengen weit entfernt von Paypal und anderen großen Systemen liegen, ist diese Kundenanzahl respektabel. Ich unterstelle, dass eine deutliche Zahl dieser Kunden konservativ eingestellt sein könnte und lieber über ein System der „eigenen“ Bank bezahlen will als über das eines Drittanbieters wie beispielsweise Sofortüberweisung. Das kann den Ausschlag geben bei einer einzelnen Transaktion. Auch wenn es keine signifikanten Auswirkungen auf die gesamte Konversionsrate des Shops haben wird – auf den einzelnen Kunden und die einzelne Transaktion sehr wohl.

Paydirekt ist eines von nur drei Direkt-Überweisungsverfahren am deutschen Markt. Vorausgesetzt, es bleiben monatliche Fixkosten erspart und das Shop-Modul wird gratis von Paydirekt zur Verfügung gestellt, sehe ich keinen Grund, wieso Onlinehändler ihren Kunden das Bezahlverfahren vorenthalten sollten. Der Händlerbund hat in seinen Onlinehändler-News kürzlich berichtet, dass neun der Top50-Onlinehändler es in Deutschland jetzt einsetzen. Wenn kleine Händler durch das Bezahlverfahren ein paar Bestellungen mehr einsammeln können, besonders bei eher konservativ veranlagten Zielgruppen, dann sollten sie es diesen neun Top-Händlern nachtun.

Streicht Paydirekt irgendwann doch die Segel, sind bis dahin dem Händler zumindest ein paar zusätzliche Umsätze und Kunden zu Gute gekommen.

Startseite
  • Seite:
  • 1
  • 2

Finde einen Job, den du liebst

12 Reaktionen
Stefan M.
Stefan M.

Ich denke auch, dass es für manche Händler interessant sein könnte. "Nische" schreibt man aber ohne "ie" ... weil es mehrfach falsch in den Kommentaren aufgetaucht ist spiele ich hier mal die Grammatik-Polizei :) https://de.m.wikipedia.org/wiki/Nische

C64
C64

Wenn man sonst keine Probleme hat ;-)

hkjg

Als Kunde befürworte ich ein deutsches Bezahlverfahren, da es mir wiederstrebt sensible Daten auf amerikanischen Servern speichern zu lassen.

Klingt komisch, ist aber so.

Da sehe ich für mich persönlich einen klaren Vorteil z.B. gegenüber PayPal.

C64
C64

Was nützt mir EIN "Gutschein" für ein Paydirekt-Modul / Plugin? Um z.B. mit Shopware "aktuell" bleiben zu können, benötige ich alle 12 Monate eine Lizenzverlängerung vom Plugin, damit ich beim (Minor)-Update ein lauffähiges Zahlungsmodul behalten kann - bekomme ich jährlich einen neuen Gutschein?

Ich muss also durch Paydirekt soviel mehr Umsatz/Neukunden generieren, dass die Marge mindestens die jährlichen kosten für das Plugin erwirtschaftet. Für "große" Shops mag das aufgehen, für kleine Nieschenshops geht die Rechnung beim besten Willen nicht auf, da Paydirekt bestenfalls zu Lasten der eh schon vorhandenen Zahlungsarten geht, sie also kanibalisiert.

Wir haben es kürzlich erst wieder mal durchgespielt - Mehrkosten und Zeitaufwand stehen nicht im Verhältnis zum zu erwartenden Mehrumsatz - halt kleiner Nieschenshop.

Jochen G. Fuchs

Kann ich verstehen. Die Frage ist auch berechtigt, was nach dem ersten Jahr passiert.

Für Nutzer eines PSPs eher nicht, aber bei Direktanbindung schon.

Ich glaube nicht, dass Paydirekt das noch lange so fortführen kann. Deshalb würde ich das Jahr als Testphase betrachten und notfalls wieder abschalten, wenn die harten Zahlen nach einem Jahr dagegensprechen.

Ob das wirklich nur Umsätze verlagert? Kann sein, muss nicht. Wenn's nichts kostet würde ich den Zeitaufwand investieren für die Installation des Moduls. Oder Paydirekt anfragen wegen der Installation. Fragen kostet ja nichts.

Marek F.
Marek F.

Ich sehe durchaus eine Nische für paydirekt.

Es ist ein durch die Banken legitimiertes Zahlverfahren, mit dem ich von meinem Girokonto aus bezahlen kann (anders als sofortüberweisung, wo ich meine Zugangsdaten einem Dritten zur Verfügung stelle).

Lastschrift ist seit der SEPA-Umstellung im Online-Handel faktisch tot. Es war für Händler dank Bonitätsrisiko eh nie besonders attraktiv und dank der Verwirrung um Mandate und Einzugsvorankündigung hat die Branche es kurzerhand in stillschweigender Übereinkunft beerdigt.

Wer bei paydirekt nun die mangelnde Internationalität bemängelt, gehört ohnehin nicht zur Zielgruppe. Diese Kundengruppe hat sich längst mit Kreditkarte oder PayPal arrangiert und braucht in der Tat kein paydirekt.

Thorben
Thorben

Die Banken und Sparkassen haben jahrelang weggeschaut und die Kunden allein gelassen. Das diese wiederum nun nicht jedem "Heilsbringer" hinterher rennt, den die Bank anbietet ist klar.
Solange Paydirekt kein Killerfeature oder kostenlose transaktionen anbietet wird es ein nieschenprodukt bleiben.

Kritiker 2
Kritiker 2

Vor allem weil sich der Autor auch fachlich diskreditiert:

"Paydirekt ist eines von nur drei Direkt-Überweisungsverfahren am deutschen Markt."

-> paydirekt löst eine Überweisung vom Käuferkonto zugunsten eines zentralen Sammel-Kontos (pro Institut bzw. Institutsgruppe) aus, zulasten dessen die Händlerbank eine Lastschrift zieht ...

Also kein Direktüberweisungsverfahren!

Jochen G. Fuchs

Fachlich diskreditierend oder dem Leseverständnis geschuldet vereinfacht dargestellt, je nachdem ob Sie sachlich oder unsachlich diskutieren möchten.

Aus Endkundensicht ist Paydirekt in einem Atemzug mit Sofort und Giropay zu nennen. Auch vom Verständnis der Zahlart her. Somit ist die Kategorisierung ungeachtet der technischen Ablaufs in Hintergrund aus meiner Sicht korrekt.

Kritiker
Kritiker

Nette Werbung, was anderes ist es nicht: Wo sind die Vorteile gegenüber Paypal?

ich sehe nur Nachteile: An eine Bank gebunden, nur eine Bank hitnerlegbar, keine Kreditkarten möglich, keine Auslandzahlungen möglich, ... alles aus Kundensicht.

Jochen G. Fuchs

Paydirekt freut sich sicher darüber als Haufen Unfug und nahezu todgeweiht bezeichnet zu werden. Sehr werbewirksam.

Werbung ist grundsätzlich als Anzeige und ggfs zusätzlich als Sponsored Post gekennzeichnet bei uns. Nicht alles, was etwas befürwortet ist gleich Werbung. In diesem Fall ist es nur Meinung.

Die Vorteile gegenüber Paypal? Gibt es nicht.

Trotzdem finden Sie deutsche Kunden, die kein Paypal nutzen wollen. Sondern andere Zahlungsverfahren nutzen wollen. Und für die ist das Pro/Contra unerheblich.

Viele Grüße
Jochen

Piet Bitterlich
Piet Bitterlich

PayPal - Kurzfassung:
- Produkt mit PayPal bezahlt
- Shop kann nicht liefern und storniert
- Storno läuft auch über PayPal
- Wartezeit bis das Geld zurück auf meinem Konto ist > 4 Wochen
- und dazu ist noch Handarbeit nötig (login in PayPal-Account _nach_ freigegebener Gutschrift)

Vergleiche Paydirekt, dort läuft das Storno mit demselben Buchungstag !!!!

Beides ausprobiert!

Du musst angemeldet sein, um einen Kommentar schreiben zu können.

Jetzt anmelden

Hinweis

Du hast gerade auf einen Provisions-Link geklickt und wirst in Sekunden weitergeleitet.

Bei Bestellung auf der Zielseite erhalten wir eine kleine Provision – dir entstehen keine Mehrkosten.


Weiter zum Angebot