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E-Commerce

Platzhirsch im Online-Handel – Teil 3: Wie du dich gegen deine Mitbewerber durchsetzt

    Platzhirsch im Online-Handel – Teil 3: Wie du dich gegen deine Mitbewerber durchsetzt

Platzhirsch: So hebst du dich vom Wettbewerb ab. (Foto: netzaktiv.de)

Im letzen Teil dieser Serie hast du verschiedene Tools und Techniken kennengelernt, um mehr über deine Mitbewerber zu erfahren. Heute erfährst du, wie du dich vom Wettbewerb abheben kannst.

Nach dem Auffinden und der Analyse deiner Mitbewerber hast du sicherlich einige Einblicke bekommen, womit deine Konkurrenz Erfolg hat und was bei ihr nicht so gut klappt. Vielleicht hast du dadurch Ideen und Anregungen gewonnen, wie du dein Angebot oder deinen Service verbessern kannst, um dich positiv von ihnen abzuheben.

Diese Entscheidungen sind ganz individuell und hängen stark von deiner Branche ab. Ein paar Dinge gelten jedoch in jedem Fall: Sie betreffen die Sichtbarkeit deines Shops für Google, seine Usability und die Nutzung der sozialen Medien.

Tritt in den sozialen Netzwerken auf – analysiere vorher deine Mitbewerber

Ohne Anbindung an die sozialen Medien geht mittlerweile auch im E-Commerce nichts mehr. Du erhältst damit die wertvolle Chance, auf sehr wirksame Weise mit den Interessenten in Kontakt zu treten. Und nicht zuletzt dürfte auch Google solche sozialen Signale als Maß für Autorität werten.

Die sozialen Netzwerke sind unter anderem ein guter Platz, um Sonderangebote, spezielle Aktionen oder Saisonartikel vorzustellen. Passende Anlässe sind außer Produktlancierungen etwa Valentinstag, Muttertag oder Weihnachten. Plane deine Aktivitäten in den sozialen Netzwerken am besten als Möglichkeit, deinen Fans und Followern bestimmte Produkte vorzustellen und sie für ihre Treue durch Rabatt- oder Gutschein-Aktionen zu belohnen. Damit erzielst du nicht nur eine Bindung an deinen Shop – durch häufige Klicks der Fans werden die Postings deines Unternehmens in den News-Feeds besser platziert, sodass deine Fans von selbst zu Botschaftern deines Shops werden können.

Mach dich bei Google bemerkbar – mehr als deine Mitbewerber

Bei der initialen Recherche deiner Mitbewerber hast du mit Sicherheit die Google-Suche bemüht und bestimmt auch geprüft, wie du im direkten Vergleich mit ihnen abschneidest. Vielleicht hast du dabei ein hohes Ranking erzielt und bist etwa auf der ersten Seite der Suchmaschinenergebnisse gelandet? Es gibt einen kleinen Dämpfer: Das US-amerikanische Unternehmen Chitika, Inc. hat im Jahr 2013 für den amerikanischen und kanadischen Markt herausgefunden, dass der Top-Treffer in der Google-Suchergebnisseite ungefähr 33 Prozent aller Klicks für sich bekommt. Den Link auf Platz Zwei klicken etwa 18 Prozent der Nutzer an, den auf Platz Drei nur noch circa elf Prozent. Ab Platz Vier fällt dieser Wert unter zehn Prozent; Rang 15 erhielt nur noch 0,4 Prozent aller Klicks.

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Visuelle Darstellung der Daten – im Vergleich zu den direkten Mitbewerbern –  aus der Untersuchung „The Value of Google Result Positioning“ des Unternehmens Chitika im Jahr 2013. (Grafik: chitika.com)

Eine der wichtigsten Maßnahmen, dich gegen deine Mitbewerber durchzusetzen, ist demnach die passende SEO-Strategie für deinen Shop. Google bevorzugt mittlerweile Websites, die hochqualitativen, sinnvollen und einzigartigen Inhalt bieten.

Auch wenn deine Mitbewerber Herstellertexte und -fotos für die Präsentation der Ware verwenden – überlege dir, ob du diese Bequemlichkeit ebenfalls nutzen möchtest. Besser wäre es, wenn du für deine Produkte eigene Beschreibungen verfasst, im Idealfall mit persönlichen Tipps und Erfahrungen. Solche einzigartigen Inhalte zahlen sich bei Google stets aus. Ähnliches gilt für die Produktfotos. Wenn du gute eigene Bilder statt der vom Hersteller gelieferten verwendest, werden sie in der Google-Bildersuche bestimmt auffallen. Die Chancen stehen gut, dass du damit Interessenten in deinen Shop ziehst.

Ein weiteres wichtiges Mittel für einzigartige Inhalte, das dir kaum Arbeit macht und dein Google-Ranking entscheidend verbessern kann, ist die mittlerweile ohnehin zum Standard gewordene Möglichkeit, Produktbewertungen zu hinterlassen.

Standardprogramm oder direkter Vergleich deiner Mitbewerber?

Es hat nicht mit Phantasielosigkeit oder Abkupfern zu tun, wenn du dich bei der Gestaltung deines Shops an den erfolgreichen Riesen bzw. den Marktführern deiner Branche orientierst: Die Analyse der Site deines schärfsten Konkurrenten zeigt dir höchstwahrscheinlich, dass er genau dies ebenfalls getan hat.

Die großen Händler legen vor: Features wie etwa eine Bilder-Zoomfunktion gehören mittlerweile zum Standard und sollten auch in deinen Shop implementiert sein. (Screenshot: amazon.de)
Die großen Händler legen vor: Features wie etwa eine Bilder-Zoomfunktion gehören mittlerweile zum Standard und sollten, wie bei diesem großen Mitbewerber, auch in deinen Shop implementiert sein. (Screenshot: Amazon.de)

Das hat seinen Grund: Gerade wenn dein Shop für den Interessenten noch Neuland darstellt, ist eine möglichst vertraute Umgebung besonders wichtig, um eventuelle Bedenken auszuräumen. Der Kunde erwartet beim Besuch eines Shops bestimmte visuelle und Usability-Standards, damit er sich schnell orientieren und das Gesuchte rasch finden kann. Dazu gehört nicht nur eine übersichtliche und aufgeräumte Präsentation der Artikel, mit Features wie zoombaren Artikelbildern und Bewertungen, sondern unbedingt auch eine saubere und technisch problemlose Darstellung auf mobilen Ausgabegeräten wie Tablets und Smartphones.

Ebenfalls unverzichtbar ist eine gute Suchfunktion mit der Möglichkeit einer unscharfen (tippfehler-toleranten) Suche. Der Nutzer erwartet dabei mittlerweile eine Autovervollständigen-Funktion, die nach dem Eintippen von ein paar Buchstaben selbstständig Vorschläge macht. Mit einer fehlerhaft implementierten oder schlecht indizierten Suchfunktion verschenkst du sehr wahrscheinlich ein großes Kundenpotenzial – wie du weißt, ist der Shop deines Mitbewerbers nur ein paar Mausklicks entfernt …

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Von Isolde Kommer

Ursprünglich publiziert bei netzaktiv.de.

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3 Reaktionen
neuvolution

Hm, also ich kritisiere ja nicht gerne, aber der Artikel ist ein wenig realitätsfern und extrem allgemein. Am Online Verdrängungswettbewerb teilzunehmen setzt viel Zeit und Geld vorraus das die meisten Shop Betreiber nicht haben, deshalb sehe ich es als bessern Weg an kreativere Wege zu gehen um 1. die Zielgruppe direkt anzusprechen und 2. die Sichtbarkeit zu steigern.

Antworten
Martin

Der Artikel hat leider nicht wirklich viel mit der Realität von normalen Online Shops zutun. Der Artikel ist schön lang und bringt so ordentlich SEO Traffic, aber inhaltich viele Dinge, die ich kritisch hinterfragen würde...

Hier werden Dinge zusammengemischt, die vom Aufwand für kleine und mittlere Unternehmen schwer bis garnicht machbar sind. Oder es wird vorraussgesetzt, dass man ein riesen Budget in die Hand nimmt (und versenkt).

Andere Themen hören sich in der Theorie immer super an funktionieren in der Praxis aber schlicht nicht so einfach bis garnicht.

Thema Social Media mit Bezug zu Verkauf:
Social Media als Verkaufs-Channel ist schwer bis überhaupt nicht nutzbar. Vorallem klappt es nur für ganz ganz bestimmte Produkte und es braucht viel Zeit bis das vernüftig läuft. Wenn man ein normales Produkt oder normales Nischenprodukt hat wird man erst bei riesigen Mengen an Fans einige Käufer daraus generieren können. Social Media läuft eher andersherum bei einem Start eines Shops... Man hat einen Shop und einen Teil der Kunden wird zu Fans und ganz ganz langsam fangen die an zu "liken" usw. Bei den meisten Produkten bring Sozial Media zu Begin rein garnix und kostet schlicht Zeit.

Natürlich kann man eine geniale virale Marketing Kampagnen planen usw... und so einen riesen Batzen Geld versenken...
Oder man kann schön viel Geld in FB Ads stecken so Fans gewinnen, die aber seltsamerweise trotzdem fast nix kaufen werden... Wenn man das Geld hat super. Wenn man ein normales kleine oder mittlere Unternehmen ist sollte man auf sowas tunlichst verzichten und lieber überlegen wie man bestehden Kunden von Offline in Online überführt und andere sinnvollere Themen angehen.

FB ist bei einem Shop in fast allen Fällen reine Spielerei(!) Das geht und macht nur Sinn bei "hippen" Nischenprodukten.

Thema Produktfotos selbstmachen:
Es ist besonders für kleine Shops fast nicht möglich vernüftige Produktfotos zu erstellen besonders wenn es um größere Mengen an Produkten geht. Die Gründer sind Fachleute in ihrem Gebiet aber haben keine Ahnung wie man Produkte ausleutet, freistellt oder ähnliches. Ganz zu schweigen von Fotos wo das Produkt in Szene gesetzt wird... Wenn man eine handvoll Produkte hat kann man sich einen günstigen Fotografen suchen der das macht. Wenn man aber mehre hundert Produkte oder mehre tausend hat sollte man da dringend drauf verzichten(!) Das frisst extrem viel Budget was an andere Stelle schlicht besser angelegt ist. Es gibt lustige Fotografen die 90€ pro Produktfoto verlangen... Bitte mal durchrechnen wann sich sowas rentieren soll.

Daher da lieber die Fotos der Hersteller nehmen, eigenes Logo drauf, Dateigröße ändern und das nehmen. Google erkennt zwar, dass es das selbe Foto ist, aber durch die Änderungen ist es nicht ganz so extrem. Wenn man dann zuviel Zeit oder Geld hat kann man selbst einige machen von den wichtigsten Produkten usw. ... aber auf keinen Fall pauschalisieren.

Bsp "Nutzung der sozialen Medien" als wichtiger Faktor... Das ist schlicht nicht der Fall. Natürlich wäre es toll sozial Signals zu erhalten. Je nach Branche wird das Interessenten aber eher abschrecken... Es gibt gewisse Branchen da fühlen passt FB schlicht null rein.

Dazu ist FB extrem zeitaufwändig wenn man es vernüftig macht. Wenn man es nicht vernüfitg macht, kann man es gleich vergessen... Daher ist je nach Shop Social Media sogar eher schädlich.

Thema Bewertung unverzichtbar:
Auch das ein Klassier der sich theoretisch gut anhört aber praktisch besonders für kleine und mittlere Shops alles andere als leicht umsetbar ist. Natürlich hat jeder Shop eine Bewertungsfunktion. Wenn man aber 100 Produkte hat wird man auch nach Monaten vermutlich null Bewertungen haben. Keiner bewertet einfach so Produkte. Das geht bei total abgefahrenen Produkten welche die Käufer vom Hocker hauen. Bei normalen (Nischen)produkten wird aber keiner bewerten. Viele denken, dass man eine Bewertungsfunktion freischaltet und dann hat man wie bei Amazon haufenweise Bewertungen... Das komplett realitätsfremd! Man muss da massiv Gehirnschmalz reinstecken wie man seine Käufer dazu motiviert zu bewerten und selbst dann wird es extrem schwer. Daher ist es da teilweise sogar besser die Bewertung absichtlich nicht(!) freizuschalten. Weil keine Bewertungen sind besser als "0 Bewertungen" im ganzen Shop...

Thema "Ebenfalls unverzichtbar ist eine gute Suchfunktion mit der Möglichkeit einer unscharfen (tippfehler-toleranten) Suche.":
Solch eine Suche ist für kleine und mittlere Shops schlicht nicht bezahlbar. Viele denken das was google (Millarden-Dollar Unternehmen) bietet muss jeder Shop bieten. Wäre natürlich schön geht aber schlicht nicht. Die Suche muss vernüftig eingestellt sein, häufige Tippfehler kann man bei Shops wie z.B. Magento abfangen... mehr geht aber mit einem realisitischen Budget schlicht nicht. Sollte da Zeit/Geld lieber in eine vernüftig durchdachte Navigation bzw. Kategorien stecken.

Thema eigene Produkttexte. Natürlich wäre das genial für jedes Produkt eigene Texte zu haben! Machen Sie das aber mal bei 1000 oder mehr Produkten... Das sitzt man Wochen bis Monate dran. Auch hier gilt es vernüftige Kompromisse zu finden. Da gibt's natürlich viele Tricks wie man das hinbekommt ;-) Aber einfach empfehlen "alle Produkttexte selbst machen" hat nichts mit echten Shops zutun.

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Puzzlepoint

Sehr guter Kommentar! Ich bin grösstenteils einverstanden. Auf T3N werden viele Beiträge SEO optimiert geschrieben. Der Inhalt ist oftmals völlig unrealistisch für kleine Shops. Wir machen viele Produktfotos und sogar alle Texte selber, aber das ist ein riesen Aufwand! Perfekte interne Suchmaschinen, Mobile Zahlungsmethoden und all die Dinge, welche die Theoretiker immer wieder vorschlagen, sind völlig realitätsfremd!

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