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Potluck: Die Hausparty des Internets

Potluck: Die Hausparty des Internets

Das Team hinter Branch, welches von den beiden Twitter-Mitbegründern Evan Williams und Biz Stone unterstützt wird, hat ein neues namens Potluck vorgestellt. Die Seite will seine Nutzer zum Teilen von Links animieren und Diskussionen über den eigenen Freundeskreis hinaus anregen. Seit Dienstag, den 25. Juni 2013, steht Potluck allen interessierten Nutzern offen. Wir haben einen Blick riskiert und sagen euch, was ihr erwarten könnt.

Potluck: Die Hausparty des Internets
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Potluck: Das neue Social-Network will Nutzer zum Teilen interessanter Links animieren. (Screenshot: Potluck.it)

Potluck: Inhalte statt Personen stehen im Fokus

Im Gegensatz zu Facebook, oder Google+ steht bei Potluck einzig das Teilen von Links im Vordergrund. Sobald ein Link geteilt wird, erscheint er im Aktivitäts-Stream aller Freunde auf Potluck. Wer den Link geteilt hat, erfährt man aber nicht. Erst ein Klick auf die Überschrift zeigt euch, von wem der Link stammt und wer ihn bereits kommentiert hat. Die Message der Macher ist klar – Inhalte sollen im Mittelpunkt stehen, nicht das Ego der Nutzer. Nach einem Klick auf den Beitrag können Nutzer diesen kommentieren oder mit einem Herz versehen, was in etwa einem Like bei Facebook entspricht. Branch-CEO Josh Miller möchte Nutzern damit die Angst nehmen, Inhalte zu teilen. Laut Miller haben 86 Prozent aller Internet-User noch nie einen Tweet oder einen Blogbeitrag verfasst. Auch würden die meisten Menschen zwar täglich über interessante Artikel oder Videos im Netz stoßen, die wenigsten jedoch würden diese Inhalte mit anderen teilen. Ein Umstand den Potluck seiner Meinung nach ändern könnte.

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Potluck: Hier im Bild die Notifications. (Screenshot: Potluck.it)

Potluck: Einfacher Kontakt zu Freunden von Freunden

Ein weiterer Aspekt auf den Miller im Bezug auf sein neues Social-Network verweist, ist die Möglichkeit einfach mit dem erweiterten Freundeskreis in Kontakt zu treten. Wird ein Link auf der Plattform geteilt und von einem Freund kommentiert oder mit einem Herz versehen, erscheint der Beitrag auch im Feed des erweiterten Freundeskreises. Auf diese Art sollen Interaktionen entstehen, die auf einem Netzwerk wie Facebook nie zustande kämen. Miller weist in einen Beitrag auf Medium daraufhin, dass viele Menschen verschiedene Freunde mit denselben Interessen hätten, diese würden sich über Facebook aber selten kennenlernen. Den Freund eines Freundes anzuschreiben oder eine Freundschaftsanfrage zu senden ohne diese Person zu kennen, gilt in den meisten Fällen als zumindest etwas merkwürdig. Daher beschreibt der Potluck-Macher das Netzwerk auch als „Hausparty“, wo sich Menschen aus verschiedenen Freundeskreisen begegnen und gemeinsame Interessen entdecken. Miller zieht auch den Vergleich mit großen Internet-Foren, welche von den meisten Internet-Nutzern allerdings schlichtweg nicht genutzt würden.

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Potluck: Nur wenige Tage nach dem Start haben vermutlich die wenigstens eurer Freunde ein Nutzerkonto bei dem Social-Network. (Screenshot: Potluck.it)

Seit Dienstag, den 25. Juni 2013, steht Potluck allen interessierten Nutzern offen. Eine iOS-App wurde bereits angekündigt. Wer herausfinden will, ob bereits eigene Freunde in dem Netzwerk aktiv sind, kann sein Nutzerkonto mit den eigenen Twitter-, Facebook- und Google-Accounts verbinden. Zum jetzigen Zeitpunkt stehen die Chancen allerdings gering, hier fündig zu werden. Ob das Konzept Erfolg hat, wird sich zeigen. Mit der Obvious Corp. stehen aber immerhin zwei Twitter-Mitbegründer hinter dem Projekt, die eine entsprechend große Reichweite mobilisieren können.

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Eine Antwort
  1. von fancyPT am 29.06.2013 (21:07 Uhr)

    „Wird ein Link auf der Plattform geteilt und von einem Freund kommentiert oder mit einem Herz versehen, erscheint der Beitrag auch im Feed des erweiterten Freundeskreises. “

    Das klingt jetzt schon dermaßen nach Spamverbreitungsplattform.

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