Startups stehen in ihren ersten Tagen vor vielen Herausforderungen. Besonders der Mangel an Ressourcen, sei es das liebe Geld oder einfach nur Fachpersonal, stellen kleine Unternehmen in ihrer Anfangsphase vor große Aufgaben. Was also zum Beispiel machen, wenn man als deutsches Startup für seinen ersten Screencast (am Besten bereits gestern) einen professionellen, englischsprachigen Synchronsprecher benötigt? Crowdsourcing hilft hier meist nicht weiter, da für einen spezifischen Ein-Personen-Task schon einige Zeit ins Land gehen kann, bevor man jemanden mit entsprechenden Erfahrungen und Fertigkeiten gefunden hat.
Das hannoversche Startup doctape, das in den nächsten Wochen als persönlicher und universeller Dokumentenmanagement Hub in der Cloud launchen wird, stand genau vor diesem Problem. Kurzerhand entschloss sich Sascha Reuter, einer der Co-Founder, einen neuen Kreis in seinem Google+ Account anzulegen, entsprechende Personen mit aussagekräftigen Profileinträgen zu suchen und diesem „Circle“ hinzuzufügen. Nach kurzer Zeit waren 30 Profile „eingekreist“ und mit einem gezielten Post angesprochen:
„To all voice-over artists on Google Plus. I'm desperately looking for someone to dubb our first doctape.com screencast ... I'm not very happy with my neat german-accent on the audio track :-( Anybody who like to volunteer??“
Es dauerte keine halbe Stunde, da erschien bereits das erste Feedback. Diverse „Voice Over Artists“ haben den Hilferuf des jungen Unternehmens zur Kenntnis genommen und beteiligten sich an der regen Diskussion. 100 US-Dollar als Aufwandsentschädigung beschleunigten die Sache dann noch. Ein paar Rückfragen und Antworten später hieß es dann: abwarten. Keine zwei Tage später lag die professionell gesprochene Audioaufnahme in der Inbox:
Ein schönes Beispiel dafür, warum Social Networks eben mehr sind als eine Spielerei und ein Zeitvertreib. Richtig genutzt können sie einem Startup helfen, gerade wenn man in Deutschland sitzt und internationale Kontakte braucht. Sicherlich war in diesem Fall auch etwas Glück dabei. Aber trotzdem kann man es als Anregung verstehen. Es kommt eben immer auf einen Versuch an.
Was haltet ihr davon? War das jetzt Glückssache oder wird sich Crowdsourcing nicht sowieso von ganz allein in Social Networks entwickeln? Google+ hat hier gegenüber Facebook den großen Vorteil des Follower- und Kreise-Prinzips.






4 Answers
von | Blog | Regeln für Crowdsour… 19.07.2011 (08:09Uhr) 1.
[...] Ein ganz einfaches, praxisnahes Beispiel von Crowdsourcing ohne grossen Aufwand ist auf folgender Seite beschrieben: Crowdsourcing mit Google+ [...]
von 5 Fragen an Claudia Pelzer vom Crowdsour… 26.07.2011 (11:58Uhr) 2.
[...] und einer potentiellen Verknüpfung zu Google Docs natürlich klar im Vorteil. Hier wird ein schönes Praxisbeispiel erläutert, dass Crowdsourcing via Google Plus bereits [...]
von Come Creare Un Videoclip Con <b>Sc… 02.08.2011 (10:06Uhr) 3.
[...] Synchronsprecher benötigt? Crowdsourcing hilft hier meist nicht weiter, … Read more on t3n Magazin 0 Comments - Leave a comment! « Previous PostNext Post [...]
von Liebe Google+-Enthusiasten, « R… 07.08.2011 (10:30Uhr) 4.
[...] (leider) t3n (die ich eigentlich sehr schätze). Allen Ernstes widmet man hier einen ausgewachsenen Beitrag der Tatsache, dass irgendein Start-up für irgendeinen Klecker-Job irgendeinen Menschen bei G+ [...]