Gary Vaynerchuk im t3n-Interview: „Bisher hat keiner Snapchat so richtig verstanden“

Hannover, 16. August 2016 – Marketing-Messias Gary Vaynerchuk gilt als einer der wichtigsten Marketing-Experten weltweit. Snapchat ist sein Element. Während die App in Deutschland erst langsam ankommt, predigt er schon seit drei Jahren sowohl Privatpersonen als auch Unternehmen, Snapchat zu nutzen. „Ich glaube, dass bisher keiner Snapchat so richtig verstanden hat. Du kannst also nichts falschmachen“, sagt er im Interview mit t3n, dem Magazin der digitalen Wirtschaft .

Gary Vaynerchuk beschäftigt sich seit Jahren mit sozialen Medien und wie man sie richtig nutzt, und das sehr hartnäckig: Auf Youtube produzierte er täglich einen Video-Blog zum Thema Wein, bis er nach 17 Monaten endlich damit erfolgreich war. Heute berät der Fachmann für digitales Marketing mit seiner Firma Vayner Media große Konzerne in Social-Media-Fragen, von der Datenanalyse bis zum Community-Management, und hat mehrere Bestseller zum Thema geschrieben.

„Wenn du heute eine Social-Media-App auf deinem Smartphone öffnest, sehen sie alle gleich aus – Bild, Likes, Kommentare. Snapchat verwendet eine andere Sprache. Die App gibt dir ein Live-Streaming-Gefühl“, sagt Gary Vaynerchuk im Interview mit t3n-Redakteurin Lisa Hegemann. „Die Leute haben entdeckt, dass alles, was sie sagen, aufgezeichnet wird. Und in dieser Welt war das Verschwinden neu und gut.“

Für Unternehmen sei es nie zu spät, etwas Neues auszuprobieren und sich bei Snapchat anzumelden. „Das Problem ist nur, dass du sehr viel besser sein musst als alle anderen.“ Unternehmen, die auf Snapchat aktiv werden wollen, rät er: „Punkt eins: Testen, testen, testen. Ich glaube, dass bisher keiner Snapchat so richtig verstanden hat. Du kannst also nichts falschmachen. Punkt zwei: nicht so glatt sein. Du kannst einfach authentisch sein. Snapchat ist ein Ort, in dem sie ursprünglich und einfach sein müssen.“

Die Nutzergruppe von Snapchat wird nicht mehr lange so jung bleiben, ist sich Vaynerchuk sicher: „Was derzeit passiert, nenne ich die Oma-Regel. Als Facebook gerade neu gestartet war, zog es nur Studenten an. Und sie blieben, auch als sie den ersten Job annahmen, Kinder bekamen. Auf Facebook teilten sie die Bilder ihrer Kinder, ihres Lebens. Die Großmütter kamen auf die Plattform, um ihre Enkel zu sehen. Das passiert auch jetzt bei Snapchat. Es ist beeindruckend, wie viele 30- bis 40-Jährige sich weltweit anmelden.“

Sein Credo: Direkter Kontakt mit dem Nutzer funktioniert besser als jede TV-Kampagne. „Wir leben in einer voll digitalisierten Welt, in der jeder mit Technologie Geld verdienen will. Und das ist mein Vorteil: Nichts ersetzt einen Handschlag, ein Zwinkern oder Engagement. Die meisten glauben, dass diese Methode ineffizient ist. Aber ich glaube daran.“ Er geht sogar noch weiter: „Jedes Unternehmen sollte Eins-zu-eins-Marketing machen. Statt 20 Millionen US-Dollar für Marketing zu verschwenden, nutze ich das Geld, um mein Produkt jedem potenziellen Nutzer zu schicken. Marketing funktioniert viel besser, wenn du das beworbene Produkt probierst.“

Wenn Gary Vaynerchuk selbst ein soziales Netzwerk erfinden dürfte, würde er gerne ein Twitter bauen, das einen nur einmal alle 24 Stunden posten lässt. „Das würde dazu führen, dass du wirklich nur Interessantes und qualitativ Hochwertiges schreibst. Wenn du 84 Mal am Tag postest, ist mir das irgendwann egal, weil es zu beliebig ist.“

Bildmaterial – Titelbild t3n Magazin 45 (August 2016)

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