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PRISM Break: Diese Tools und Dienste schützen eure Privatsphäre

Die Seite Break bietet vielen Nutzern genau das, wonach sie derzeit suchen: freie, sichere Alternativen zu proprietären Web-Plattformen. Von Webbrowsern, , Sofortnachrichtendiensten und Sozialen Netzwerken bis hin zu Videokonferenzlösungen, Cloud-Speichern oder Betriebssystemen bekommen Besucher auf einer klar strukturierten Übersicht allerlei Alternativen angeboten. Wir haben uns die Seite für euch angeschaut.

PRISM Break: Diese Tools und Dienste schützen eure Privatsphäre
PRISM Break: Die Seite listet übersichtlich freie, sichere Alternativen zu proprietären Tools und Diensten auf. (Screenshot: PRISM Break)
PRISM Break: Die Seite listet übersichtlich freie, sichere Alternativen zu proprietären Tools und Diensten auf. (Screenshot: PRISM Break)

PRISM Break: Ausbruch aus der Überwachung

Was mit Edward Snowdens Enthüllungen über den US-Geheimdienst NSA begann, hat sich mittlerweile zu einem Überwachungsskandal ausgeweitet, der mehrere westliche Geheimdienste betrifft. Amerikaner, Briten, Franzosen, Deutsche – anscheinend sind alle großen Nationen aktiv beim Datensammeln und tauschen sich untereinander aus. Viele Menschen suchen jetzt nach Alternativen zu proprietären Diensten, um ihre privaten Daten vor einem solchen Zugriff zu schützen. Eine erste Anlaufstelle könnte für viele die Plattform PRISM Break sein.

Benannt in Anlehnung an die US-amerikanische Gefängnisserie Prison Break wird auf der Webseite eine Vielzahl an Alternativen zu den gebräuchlichen proprietären Diensten und Werkzeugen aufgelistet. Das Design ist dabei unaufgeregt und übersichtlich. Neben Deutsch stehen noch über 20 andere Sprachen zur Verfügung. Damit dürftet ihr die Seite auch so ziemlich allen eurer Freunde im Ausland empfehlen können. Man sollte allerdings beachten, dass eine Software euch nicht automatisch besseren Schutz bietet, nur weil sie quelloffen ist. Zugegeben: Die Möglichkeit, dass irgendwelche Regierungen Hintertüren in der Software eingebaut haben, sollte damit ausgeschlossen sein. Trotzdem wird euch beispielsweise Firefox nicht schützen können, wenn Regierungen den gesamten Internet-Verkehr überwachen. Fairerweise sollte man allerdings auch erwähnen, dass die Seite eindeutig die Nutzung in Kombination mit dem verschlüsselten Tor-Netzwerk empfiehlt.

Ob Videokonferenzsoftware oder soziales Netzwerk, PRISM Break nennt euch die Alternativen. (Screenshot: PRISM Break)
Ob Videokonferenzsoftware oder soziales Netzwerk, PRISM Break nennt euch die Alternativen. (Screenshot: PRISM Break)

An sich sind alle Empfehlungen durchaus einen Blick wert. Zwar gibt es einen Hinweis auf Cryptocat, in Anbetracht der eher unrühmlichen Geschichte der verschlüsselten Online-Chat-Lösung scheint man den Link dazu aber bereits entfernt zu haben. Ein gutes Zeichen für die Aktualität der PRISM-Break-Seite. Einige Tipps sollten für die meisten Nutzer allerdings auch leider wenig Praktikabel sein. Freie, dezentrale Social-Networks beispielsweise sind sicher eine tolle Sache. Ein soziale Netzwerk ohne nennenswerte Nutzerbasis verfehlt aber leider Sinn und Zweck der ganzen Aktion. Hier müsste die Bevölkerung noch ein deutlich größeres Bewusstsein für Datenschutz aufbauen und zu solchen Diensten wechseln. Einen Zusammenhang zwischen staatlicher Überwachung und den auf PRISM Break propagierten selbst gehosteten Blogs erschließt sich mir ebenfalls nicht wirklich. Um sich nicht von irgendwelchen Anbietern abhängig zu machen, könnte es aber natürlich trotzdem empfehlenswert sein.

Fazit: PRISM Break verschafft Nutzern einen schellen Überblick

Wer nicht weiß, welche Alternativen zu Google, Facebook, Microsoft und Konsorten überhaupt existieren, sollte definitiv einen Blick auf die Seite werfen. Beinahe alle gängigen Werkzeuge und Dienste ließen sich durch freie, sichere Alternativen ersetzen. Wie im Falle selbst gehosteter Cloud-Dienste wird man allerdings in manchen Fällen über ein Minimum an technischem Know-how, Zeit und Geld verfügen müssen. Inwieweit das für eine breite Masse an Menschen praktikabel ist, wird sich zeigen.

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Eine Antwort
  1. von Pat am 09.07.2013 (13:06 Uhr)

    Ich dachte es wussten sowieso schon alle, dass sie überwacht werden? Warum jetzt einige den Browser wechseln und auf essentielle Features verzichten, verstehe ich nicht. Wer sich mit seinen Echtnamen im Netz bewegt, private Fotos und andere Dinge veröffentlicht, sollte sich nicht wundern, da hilft auch kein anderer Browser, wenn man Facebug und co nutzt.

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