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PRISM-Infografik: So kommt der US-Geheimdienst an deine Daten

PRISM-Infografik: So kommt der US-Geheimdienst an deine Daten

Der Designer Dylan C. Lathrop hat für die amerikanische Gadget-Seite The Verge eine über das amerikanische Überwachungsprogramm gestaltet. Hier wird auf einen Blick erklärt, mit welchen Mitteln der amerikanische Geheimdienst NSA an die Nutzerdaten von Internet-Usern gelangt. Wir zeigen euch die Grafik und erklären euch die wichtigsten Begriffe.

PRISM-Infografik: So kommt der US-Geheimdienst an deine Daten

Über PRISM wurde in den letzten Monaten einiges Geschrieben. Zusammengefasst handelt es sich um ein streng geheimes Überwachungsprojekt der National Security Agency (NSA), das seit 2007 besteht. Der Ehemalige NSA-Mitarbeiter Edward Snowden machte das Projekt des amerikanischen Geheimdienstes im Juni 2013 publik, nachdem er ins Ausland geflüchtet war.

Laut Snowdens Informationen hat die NSA im Rahmen des PRISM-Projekts unter anderem Zugriff auf Daten von sieben großen Internetkonzernen. Dabei handelte es sich um Google, Facebook, Microsoft, Yahoo, Apple, AOL und Paltalk.

PRISM: Von Daten und Metadaten

Ab hier wird die Sache ein wenig kompliziert. Generell muss zwischen zwei Arten der Datenerhebung vonseiten des US-Geheimdienstes unterschieden werden. Zum einen sammelt die NSA Metadaten – also Daten, die Informationen zu den eigentlichen Daten enthalten, nicht aber die Daten selbst, Bei Telefondaten ist das unter anderem die Information, wann jemand welche Nummer gewählt hat. Der Inhalt der Daten ist erst einmal nicht bekannt, allerdings kann diese Information trotzdem einige Rückschlüsse auf den Verursacher der Daten – also den Nutzer – zulassen. Metadaten im Internet könnten zu Beispiel IP-Adressen oder E-Mail-Informationen sein. Rechtlich gesehen sind Metadaten in Amerika nicht annähernd so gut geschützt wie der eigentliche Inhalt.

Wie genau die NSA an die eigentlichen Inhalte kommt, ist nicht klar. Rechtlich gesehen fußt diese Form der Überwachung auf dem Foreign Intelligence Surveillance Act (FISA). Dabei handelt es sich um ein Gesetz aus dem Jahr 1978, das die Auslandsaufklärung und Spionageabwehr der USA regeln soll. Um die Überwachung von US-Staatsbürgern zu erlauben, greift man im Rahmen des Gesetzes auf ein Sondergericht zurück. Anordnungen dieses Gerichtes sind geheim und gelangen daher im Grunde nie an die Öffentlichkeit. Betroffene Firmen in Amerika dürfen etwaige Überwachungen ihrer Kunden per Gesetz nicht öffentlich machen. Der Internetkonzern Yahoo konnte allerdings kürzlich vor dem Gericht eine Ausnahme erwirken. Die Überwachung ausländischer Kommunikationskanäle bedarf keiner gesonderten Genehmigung und kann vom Generalbundesanwalt der Vereinigten Staaten wie auch dem Direktor der nationalen Sicherheitsdienste angeordnet werden.

PRISM-Daten werden mit anderen Diensten geteilt

Die gesammelten Daten werden von der NSA ausgewertet und bei Bedarf mit anderen US-Behörden wie dem FBI oder der CIA geteilt. Auch sollen Daten mit verbündeten Geheimdiensten wie dem britischen GCHQ ausgetaucht werden. Inwieweit deutsche Geheimdienste auf die Daten der NSA zugreifen oder diese mit eigenen versorgen, bleibt vorerst reine Spekulation.

Um den Sachverhalt zumindest ein wenig übersichtlicher darzustellen, hat der Designer Dylan C. Lathrop eine anschauliche Infografik für die amerikanische Technologie-News-Seite The Verge erstellt.

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PRISM-Infografik: The Verge / Dylan C. Lathrop

Weiterführende Links zum Thema „PRISM“

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