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Luca Analytics: PRISM – Warum nur digitale Aufklärung gegen die Überwachung schützt [Kolumne]

Der Skandal um ist weitreichend. Die praktiziert eine Form der Überwachung und Kontrolle, die ein kaum vergleichbares Ausmaß annimmt. Steuern wir auf eine Gesellschaft zu, in der es Normalität ist, dass Web-Nutzer dauerhaft überwacht und kontrolliert werden? Was können wir dagegen tun? Digital aufklären – und zwar bereits in der Schule.

Luca Analytics: PRISM – Warum nur digitale Aufklärung gegen die Überwachung schützt [Kolumne]

PRISM ist ein Daten-Skandal, der sich irgendwie ankündigte. All diese Daten, die wir täglich ins Netz kippen – Fotos und Statusmeldungen auf Facebook, Texte, E-Mails und Kalendar-Termine bei Google, Passwörter bei Dropbox. Und haben wir nie darüber nachgedacht, was mit diesen Daten passiert? Oder war es uns egal? Das etwas mit diesen Daten „gemacht“ wird, war uns schon immer irgendwie klar – aber irgendwie wollten wir nie groß darüber nachdenken. Beispiel Google Mail: Google scannt den Inhalt unserer E-Mails, um für uns relevante Anzeigen in Google Mail anzuzeigen. Und? Hat das irgendjemand davon abgehalten, Google Mail zu nutzen? Der Dienst ist einer der erfolgreichsten E-Mail-Clients im Netz.

PRISM: Ein Skandal, ja – aber wirklich eine Überraschung?

Dass PRISM dennoch ein Skandal ist, steht außer Frage. Die NSA hat offensichtlich direkten Zugriff – das entscheidende Wort hier ist „direkt“ – auf Server von Facebook, Google, Microsoft, Dropbox und Konsorten. Unabhängig davon, wie genau das technisch abläuft, ist das ein dickes Ding. Laut dem obersten Geheimdienst-Chef der USA James Clapper dürften Datenabfragen zwar nur mit richterlicher Genehmigung erfolgen – das Ganze findet aber unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt.

Google-CEO Larry Page und andere CEOs bestreiten die Kenntnis von PRISM
Google-CEO Larry Page und andere CEOs bestreiten die Kenntnis von PRISM.

Die CEOs der betroffenen Unternehmen stellten sich als unwissend dar und bestreiten die Kenntnis von PRISM. Vielleicht mag das stimmen, vielleicht dürfen sie nichts sagen. Fakt jedoch ist, dass PRISM real ist. Und darauf kommt es letzlich an. Und was für Schlüsse ziehen wir jetzt als tägliche Nutzer des Webs daraus? Sollten wir anfangen, Technologien einzusetzen, um uns anonym durchs Netz zu bewegen? Das können netz- und technik-affine Menschen sicherlich versuchen. Aber das Gros der Internet-Nutzer versteht diese Technologien gar nicht – das Gros der Internet-Nutzer ist froh, wenn sie einen Internet-Browser bedienen können und sind dankbar, dass Apple die App-Welt und die Touchsteuerung salonfähig gemacht hat – weil damit eben alles einfacher wird. Und Einfachheit lieben die Nutzer.

Nutzer wollen es billig und einfach – und zahlen gerne mit ihren Daten

Das vielleicht beste Beispiel für den Wunsch nach einfacher Nutzung ist der Umstand, dass sämtliche Projekte, eine offene Alternative zu Facebook zu etablieren wie beispielsweise Diaspora, sich in der Breite nicht durchsetzen konnten. Natürlich wäre es wünschenswert, wenn meine Daten, die ich in einem sozialen Netzwerk veröffentliche, bei mir verbleiben – auf einem Server, der bei mir zu Hause steht und mit einer entsprechenden Backup-Lösung ausgestattet ist. Aber solche dezentrale Lösungen sind aktuell zumindest in der Regel nur technikaffinen Kreisen vorbehalten, die große Mehrheit der Facebook-Nutzer dürften von Diaspora noch nie etwas gehört haben.

Daten im Netz: eine ambivalente Angelegenheit

PRISM zeigt, wie ambivalent das Thema „Daten im Netz“ ist. Auf der einen Seite schmeißen wir täglich Daten von uns ins Web – ohne groß darüber nachzudenken. Die einen tun es sicher extensiver, posten jegliche emotionale Befindlichkeit auf Facebook, fotografieren jedes Essen auf Instagram, twittern ihr Gewicht, ihre Laufroute, ihr neues Auto, was auch immer, checken bei Foursquare ein. Andere sind vielleicht etwas sensibler und posten weniger – aber generell sind diese neuen Technologien – das Social Web, die Hardware in Form von Smartphones und Co. – ein zivilisatorischer Meilenstein in Sachen Kommunikation. Diese ganzen neuen Formen der Kommunikation, die neuen digialen Dienste sind ganz fantastisch. Das ist die positive Seite.

An die negative Seite wollen wir nicht denken. Vielleicht kurz, dann aber schnell ausblenden und weiter mit den tollen Möglichkeiten der neuen Technologien herumspielen. Die Schattenseite der neuen Web-Technologien ist mit PRISM jetzt aber mal in krasser Form ans Tageslicht gekommen: Diese riesigen Datenmengen, die Web-Nutzer täglich ins Netz stellen, sind ein gefundenes Fressen für Geheimdienste und repressive Staaten, um an Informationen über Personen, womöglich Oppositionelle zu kommen. Diese Daten sind wie ein Geschenk für solche Organisationen. Und das schier Unglaubliche daran: Sie müssen nicht mal hinter diesen Daten herlaufen, die Nutzer geben sie tagtäglich freiwillig preis.

Dystopia, Panoptikum, Stasi?

Auf dem letztjährigen ConventionCamp in Hannover hielt ein gewisser Julian Assange die Keynote zur Veranstaltung – die im Nachgang ein wenig als paranoid abgetan wurde. Er zeichnete ein düsteres Bild der Zukunft, in der Staaten mit ihren Kontrollmechanismen eine Realität schaffen, in der die Bürger auf Schritt und Tritt ausspioniert werden. Er sprach von Dystopia – als Gegenteil von Utopia –, um diese Welt zu beschreiben. Als PRISM in der vergangenen Woche enthüllt wurde, musste ich relativ schnell – wie Richard Gutjahr, der Assange im Anschluss an seinen Vortrag interviewte – an Assanges Keynote denken.

Julian Assange auf dem ConventionCamp 2012: Eine düstere Zukunft gezeichnet
Julian Assange auf dem ConventionCamp 2012: Eine düstere Zukunft gezeichnet

Um diese von Assange beschriebene Welt theoretisch zu unterfüttern, ließe sich der französische Sozialphilosoph Michel Foucault heranziehen. Der hat in seinem Werk „Überwachen und Strafen“ eine ebensolche Welt beschrieben, in der die Staatsmacht eine Realität schafft, in der die Bürger aufgrund von Dauerüberwachung ihr Handeln irgendwann so anpassen, dass sie stets entsprechend der staatlich vorgeschrieben Norm handeln – und das sogar ganz freiwillig und im letzten Schluss ohne staatliche Kontrolle. Die Stasi lässt grüßen.

„Ja, wir leben in einem Überwachungsstaat“ – sagt auch der US-Sicherheitsexperte Bruce Schneier. Selbst bestehende Technologien reichen seiner Meinung nach nicht wirklich aus, um sich dauerhaft anonym im Web zu bewegen: „Natürlich glaube ich weiter an Kryptographie, sie ist ein lebenswichtiges Werkzeug. Aber sie ist halt kein Zauberspruch, mit dem Überwachung automatisch abgewehrt wird“, stellt Schneier fest. Was aber tun? Den Umstand einfach hinnehmen, dass wir im Netz unter Dauerbeobachtung stehen? Das Netz abschalten? Sicher nicht. Der einzig gangbare Weg ist der der Bildung und Aufklärung.

PRISM: Nur digitale Aufklärung hilft

Die meisten Menschen, die heute das Netz nutzen, kennen auch eine Zeit ohne das Web. Google wurde 1998 gegründet, vor 20 Jahren gar war das Netz etwas für absolute Technik-Nerds. Die heutigen erwachsenen Internet-Nutzer sind entsprechend sensibler, wenn es um Daten und Datenschutz im Netz geht. Nachwachsende Generationen allerdings kennen keine Welt ohne Facebook, Google und Twitter. Sie nutzen soziale Netzwerke zum Kommunizieren genauso selbstverständlich, wie unsere Generation ganz selbstverständlich das Telefon benutzt. Und genau an dieser Stelle muss man ansetzen.

Digitale Aufklärung: Informatik muss in der Schule zum Pflichtfach werden. (Foto: MDGovpics / flickr.com, Lizenz: CC-BY)

Wenn wir das Netz nicht abschalten wollen – und das wollen wir trotz PRISM nicht –, dann müssen wir für den richtigen Umgang mit Daten sensibilisieren – und zwar bereits in der Schule. Informatik muss ein Pflichtfach in Schulen werden, die heranwachsende Generation muss die technischen Grundlagen des Netzes kennen. Das fängt bei Begriffsklärungen an, geht über Nutzung von Tools und Software bis hin zu Grundlagen der Programmierung. Cookies darf kein Fremdwort sein, HTML und JavaScript ebenso wenig, die Anpassung von Browsereinstellungen sollte jeder beherrschen. Wer die Tools und die technischen Grundlagen des Netzes kennt, wird sich auch souveräner im Netz bewegen können. Klassische Aufklärung eben – wie Kant schon sagte: „Aufklärung ist der Ausgang des Menschen aus seiner selbstverschuldeten Unmündigkeit.“ Übersetzt in die heutige Zeit heißt das: Coden, Coden, Coden – wie Schreiben, Lesen und Rechnen. Der Anspruch einer Gesellschaft muss es sein, das jedes Gesellschaftsmitglied dies erlernt und beherrscht – das ist eine zivilisatorische Verantwortung.

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6 Antworten
  1. von DavidRedelberger am 13.06.2013 (09:36 Uhr)

    Ich finde den Vorschlag sinnvoll, glaube aber nicht,dass das nachhaltig vor Überwachung schützt. Die Geheimdienste sitzen immer, auch bei entsprechender Aufklärung, am längeren Hebel, und was die machen, wenn man sie lässt, haben wir ja zur Genüge erfahren beim NSU. Die Linke scheint als einzige Partei daraus den Schluss gezogen zu haben, die Geheimdienste abzuschaffen. Das halte ich für überfällig, denn es zeigt sich ja, dass sie entweder gefährlich und/oder unfähig in ihrer Arbeit sind - so oder so, in beiden Fällen sind sie überflüssig.

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  2. von Olaf Barheine am 13.06.2013 (09:46 Uhr)

    Soviel ich weiß, sind die Server-Hersteller laut "Patriot Act" dazu verpflichtet, Hintertürchen für die Schlapphüte einzubauen. Der Zugriff erfolgt also ganz tief unten auf der Hardware-Ebene. Dagegen hilft auch die beste "digitale Aufklärung" nicht viel.

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  3. von Foo am 13.06.2013 (10:32 Uhr)

    Ich weiß was Cookies sind und ich kann programmieren. Hilft mir das? Nein. Wer kann schon mit der NSA wettrüsten? Bildung hilft aber trotzdem, nur halt nicht so wie ihr das vorschlagt. Die Daten sind da. Und sie werden nicht weniger werden. Was wir brauchen sind Bürger, die das Problem verstehen und irgendwann mal die Schlüsselpositionen in der Gesellschaft haben werden, dass sie diese Problem lösen können, so dass der Umgang mit unseren Daten kompatibel mit unserem Freiheitsgedanken ist.

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  4. von Alexander Schmidt am 13.06.2013 (10:58 Uhr)

    Sorry, hier wird die Problematik nicht mal im Kern verstanden. Aufklärung in der Schule als Lösung zu PRISM?! Kinder habe am Rechner nichts zu suchen. Denn, was sollen Kinder anderes damit machen als Daten eingeben und Inhalte konsumieren. Solange vom Rechner fernhalten wie es geht ist wesentlich besser für die kindliche Entwicklung. Schon mal was von Digitaler Demenz gehört (http://itr.im/2qc)? Nach der Schule geht es eh ans Fernsehgucken oder zocken an der Konsole oder surfen im Netz. Smartphones habe ja die Schüler alle. Wer hier augeklärt werden sollte ist wohl eher der Autor als meine Kinder. Schmeiß die Klotze weg und die Smartphones hinterher. Zumindest für unsere Kinder. Die Lösung gegen Massenüberwachung ist Massenverschlüsselung, also „Daten fernhalten”. „we love technology” lautet euer Credo, also dann man ran an die Bulette und Diaspora auf Vordermann bringen. Ist ja Open Source und jeder darf sich einbringen. Und wie wäre es mit PGP, TOR, Linux? Aber dass ihr auch noch Larry Page bringt... zzz. Lasst mal eure Artikel zu Google, Apple, Facebook, Microsoft, Skype, Yahoo, Amazon etc. weg, was bleibt dann noch von t3n? Ihr seit eben nicht mehr oder weniger als nur Mainstream. Dann reitet mal schön weiter. Ich gehe einen anderen Weg. Tschüss.

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  5. von Silverporl am 13.06.2013 (12:35 Uhr)

    Ich poste hier mal eine hilfreiche Webseite,die Alternativen anbietet, um PRISM zu umgehen:

    http://prism-break.org/

    Opt out of PRISM, the NSA’s global data surveillance program. Stop reporting your online activities to the American government with these free alternatives to proprietary software.

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  6. von Wissen ist für alle da am 13.06.2013 (14:22 Uhr)

    Vor 30(?) Jahren gabs Verfassungs-Klagen gegen die Volkszählung. Ich glaube das Verfassungsgericht legte fest, das nicht jeder Bürger eine Nummer kriegen soll...

    Jeder Tonband-Besitzer sollte (vor 40 Jahren?) auf einer Liste stehen um Musik-Kopien zu verhindern. Das Verfassungsgericht lehnte das ab.
    Jeder CD-Brenner-Besitzer sollte auf einer Liste stehen...

    Nein. Keine Witze!. Heise-News ist vielleicht zurückreichend genug dafür.

    Coden bringt ja so viel. Trivialpatente, Abmahnungen,... . Ständig Ärger mit Kunden usw.
    Computer/Informatik-Unterricht ist völlig unklar definiert und jeder meint was anderes: Eine Arzthelferin oder Friseurin o.ä. muss die Grundkenntnisse von Windows drauf haben und wie man die Geräte benutzt. In der Fahrschule lernt man ja auch nicht Motoren zu designen.

    Früher haben die Lehrer theoretische Informatik-Vorlesungen hören müssen und in der Schule haben wir Sortieren gelernt und den Aufwand der Algorithmen verglichen! Sowas für Hausfrauen, Auszubildende oder Rentner ist weniger hilfreich als praktischere Anleitungen. Ich kann ein Informatik-Studium wirklich nicht empfehlen. Wollt Ihr einen Freiberufler-Job auf der Flughafen-Dauer-Baustelle und ständig nachbessern selbst wenn Eure Arbeit korrekt war ? Ist es in den vielen gescheiterten IT-Projekten besser ? Checkt doch mal Eure Apps und wie viele schlecht sind und welche funktionieren (Spiele). Die Schlechten müsst Ihr halt benutzen weil die vom Anbieter sind mit dem Ihr zu tun habt. Amazon, Ebay usw. sind positive Ausnahmen. Auch Skype ist überraschend gut. Viele andere Apps hingegen die von tausenden Leuten genutzt werden müssen sind bezeichnend für die Branche. Oder macht mal Elster an einem Rentner-PC. Wenn das ein wenig besser wäre (ohne Horizontales ! Scrollen) würden viel mehr Leute Elster nutzen.

    Leute zum Denken aufrufen ist unproduktiv und bringt nur Unruhe rein. Beim Fußball-Team, Arbeitsgruppe,... macht man ja auch was der Trainer, Vorgesetzte,... sagt. Dafür gibt es doch Hierarchien.

    Wenn man mit den falschen Motorrad-Gruppen oder den falschen Musikern bekannt ist oder ihre Facebook-Postings liked oder den falschen Leuten ihr gebrauchtes Auto abkauft oder in einer Mafia-Pizzeria bestellt oder seine Kreditkarte dort einsetzt oder sich dort ins Internet einwählt, steht man in Diktaturen gleich auf irgendwelchen schwarzen Listen. Was ein Glück in einer wahren Demokratie zu leben wo es und immer besser geht und die Effizienz stetig steigt, man also für sein Geld immer mehr und besseres bekommt (z.b. ein Iphone5 statt ein Iphone4 oder Galaxy 4 statt Galaxy 3 usw) und beispielsweise die Mietpreise ständig sinken...

    Das schlimme ist, das die Presse lieber Agentur-Meldungen erzählt als mal selber zu erklären.
    Triviales Beispiel:
    "Digitales Vergessen": Wollt Ihr das Euer aktueller Partner und Geschäftsfreunde alle Eure Ex-Partner und Kurzzeit-Beziehungen auf Eurer Facebook-Love-Timeline nachlesen können ? Soll Eurer Arbeitgeber alle Eure abgebrochenen Praktika und Lehrstellen sehen können oder wie viele Bewerbungen Ihr schon geschrieben habt und wie oft Ihr abgelehnt wurdet ? Sowas mag bei DSDS/Superstar/...-Castings-Shows ganz nett sein, ist es in konservativen Kreisen eher nicht. Wollt Ihr das jeder weiss das ihr gegen Neuer und für Klinsmann bei FC Bayern wart ? oder das Ihr für HD-DVD wart ? Oder gegen USB3 oder gegen HDMI oder h.264 und heute gegen h.265 und gegen XML und gegen HTML5 und voll für Flash wart ?
    Und schwupp ist digitales Vergessen akzeptiert und man kann nachschauen welche Abgebordneten die man gewählt haben wofür sind.

    Wirksame Methoden sind halt langweiliger als Proteste oder weniger wirklose Aktionen durchzuführen um die Mitgliedergelder auszugeben.

    Die Presse hat ihre Rechte damit sie für Verbesserung sorgt. Ohne tägliche Bundesliga-Punkte-Tabelle oder Aktienkurse würden Manager oder Fußballvereine sich auch vielleicht weniger anstrengen.
    Hört doch Rock-Antenne und diese Jahres-Zusammenfassungen die hin und wieder eingestreut werden. Dann seht Ihr mal wie viel anständiger und volkswohl-fördernder Politik und Wirtschaft jedes Jahr durch Kontrolle durch die Presse wurde. Diktaturen gibts ja auch jedes Jahr immer weniger weil die Presse, Wirtschaft und Politik so gut funktioniert und Populisten trockenlegt. Und uns geht es seit Jahren immer besser. Jeder kann sich mehr kaufen, günstiger leben und die Schulden nehmen ständig ab.
    Falls nicht, sollte die Presse sich mal überlegen was sie macht und wie sie es besser könnte. Das kann jeder Journalist für sich selber und sich damit vom Mainstream der Agentur-Copy-Paster und Einheitsbrei-Verbreitern abheben. Siehe z.B. diese Restaurant-Rettungs-Reality-TV-Shows. Da muss man auch Qualität liefern. Denn dort (im Vergleich zur Lokalzeitung) kommen die Kunden meist nicht von selber.
    Man muss die besseren Artikel liefern. Ist das so schwer ? Sind die Journalistischen und erklärenden Artikel der Konkurrenz so erdrückend gut, das man froh ist, bei IVW nicht abzurutschen ? Will man 5te Regional-Liga oder Champions-League spielen ? Technik ist keine Politik wo man sich schnell Ärger oder Feinde einhandelt. Man kann es wie Warentest betreiben ("welches Fahrrad-Schloss geht wie schnell zu knacken", "bei welchem Social Network hat man die meiste Arbeit",...) und schon bewegt sich die Sache (ohne Politiker!) durchaus in die richtige Richtung.
    Feedback von Postern kann durchaus nützliche Zusatzinfos bringen. Ihr seid ja keine linken oder konservativen Fanbois die (trotz besseren Wissens) eine falsche Propaganda verbreiten müssen.

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