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Prismatic: Neuer Social-News-Aggregator mit intelligentem Filter

Social-News-Aggregatoren, die aus den Streams der Nutzer die wichtigsten News herausfiltern wollen, haben in der Regel ein Problem: Ändern sich die Interessen eines Nutzers, sind dessen Streams schnell nutzlos. Prismatic will das mit einem mitdenkenden Filter ändern.

Prismatic: Neuer Social-News-Aggregator mit intelligentem Filter

Social-News-Aggregatoren sind nur so gut wie die Streams der Nutzer

Social-News-Aggregator Prismatic (Bild: Prismatic).

Für viele Nutzer sind die eigenen sozialen Kanäle schon zur wichtigsten Nachrichten-Quelle im Internet geworden. Statt sich durch eine Vielzahl von RSS-Feed zu quälen, zählt der moderne Internetbürger auf seine Kontakte im Social Web und lässt Social-News-Aggregatoren die wichtigsten Links aus der Masse herausfiltern. Ein populärer Vertreter dieser Aggregatoren ist zum Beispiel Flipboard. Auch Paper.li, The Tweeted Times und Google Currents gehören zu den Diensten, die aus den persönlichen Nutzerstreams digitale Magazine machen. Weitere News-Aggregatoren mit und ohne Anbindung an die sozialen Netzwerke findet ihr in unserer Übersicht.

Sie alle agieren aber mehr oder weniger innerhalb der vom Nutzer vorgegeben Grenzen. Themen, die in den Nutzerstreams nicht stattfinden, können von diesen Social-News-Aggregatoren folglich auch nicht entdeckt werden. Wer sich also breit informieren möchte, muss seine sozialen Kanäle entsprechend aufstellen und bekommt automatisch noch mehr Rauschen. Komplett neue Themen gehen dann aber trotzdem oft noch am Nutzer vorbei.

Prismatic: Social-News-Aggregator mit Weitblick

Der neue Prismatic arbeitet nach einem etwas anderem Prinzip und möchte damit den Blick über den Tellerrand ermöglichen. Prismatic schaut nicht nur auf die Links in den Tweets der Followings eines Nutzers, sondern es werden gleich alle Links in allen Tweets bei Twitter analysiert. Diese enorme Masse wird von dem neuen Dienst nun durch ein Prima geschickt, das wie ein Interessenfilter wirkt. Die Interessen zieht Prismatic sowohl aus den Tweets als auch aus den Followings des Nutzers. So werden neue Interessen schneller erkannt.

Wirklich viele Informationen gibt es zu Prismatic noch nicht. Nimmt man das Schaubild auf der Homepage von Prismatic als Einblick in die Funktionsweise, so scheinen auch die Newsfeeds von Facebook mit einbezogen zu werden. Ob das aber schon mit der Beta realisiert wurde oder ein noch kommendes Feature darstellt, bleibt leider unklar.

Das Schema des neuen Social-News-Aggregatoren Prismatic (Bild: Prismatic).

Prismatic verfügt über eine Suchfunktion und wird deshalb vom CEO Bradford Cross auch als „Discovery Engine“ bezeichnet. Wie gut das Entdecken neuer Themen auf der Basis von Interessen bei Twitter in der Praxis funktioniert, konnten wir leider noch nicht testen. Prismatic befindet sich derzeit noch in der Closed Beta, für die man sich eintragen kann. Sobald wir einen Zugang zu Prismatic erhalten haben, werden wir den neuen Social-News-Aggregator ausführlich testen und einen Bericht nachliefern.

Prismatic wird kostenlos sein und will sich über Affilate-Programme finanzieren - also beispielsweise über Links zu Produkten, die dann bei Amazon gekauft werden.

Weiterführende Links zu Social-News-Aggregatoren und Prismatic:

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