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Privacy: Apple sammelt exakte Standortdaten der iPhone-Nutzer

    Privacy: Apple sammelt exakte Standortdaten der iPhone-Nutzer
Datensammler handeln meist im Verborgenen und bleiben unerkannt. (Bild:© Evgeniya Ponomareva - Fotolia.com)

Apple will ab sofort die exakten Standortdaten von iPhone- und iPad-Nutzern speichern und sie bei Bedarf an Partner und Lizenznehmer weitergeben. Wie die LA Times berichtet, habe das Unternehmen aus diesem Grund die Privacy Policy um einen Absatz ergänzt, die den Nutzern beim nächsten Download über den iTunes Store zur Bestätigung angezeigt wird. Apple betont darin allerdings, dass die Daten nur anonymisiert gespeichert werden und nicht für personalisierte Profile genutzt werden.

Hintergrund für das Speichern von exakten Standortdaten in Echtzeit ist das immer größer werdende Angebot an Location Based Services wie Foursquare, Gowalla & Co., die diese Daten für ihre Dienste benötigen. Auch Twitter und Google Maps nutzen Standortdaten der Nutzer. Apple selbst verwendet die Daten für die „Find My iPhone“ App, mit der sich verloren gegangene Geräte wieder aufspüren lassen sollen.

Hier der genaue Wortlaut aus den Datenschutzrichtlinien von Apple:

Standortbezogene Dienste

Um standortbezogene Dienste auf Apple-Produkten anzubieten, können Apple und unsere Partner und Lizenznehmer präzise Standortdaten erheben, nutzen und weitergeben, einschließlich des geographischen Standorts Ihres Apple-Computers oder Geräts in Echtzeit. Diese Standortdaten werden in anonymisierter Weise erhoben, durch die Sie nicht persönlich identifiziert werden. Diese werden von Apple und unseren Partnern und Lizenznehmern verwendet, um Ihnen standortbezogene Produkte und Dienste anzubieten und diese zu verbessern. Wir geben beispielsweise Ihren geographischen Standort an Anwendungsdienstleister weiter, wenn Sie deren Standortdienste auswählen.

Manche von Apple angebotene standortbezogene Dienste, wie die Funktion MobileMe “Mein iPhone Suchen”, benötigen Ihre personenbezogenen Daten, um zu funktionieren.

Im Grunde kommt Apple mit der Sammlung standortbezogener Daten nur den Wünschen der Nutzer nach, denn Dienste wie Foursquare oder Gowalla gehören zu den großen Aufsteigern der letzten Monate.

Apple nutzt auch selbst standortbezogene Daten

Anlass zur Kritik an Apple gibt es aber dennoch, denn iPhone- und iPad-Nutzer können ab sofort nur noch dann etwas aus dem iTunes Store auf ihr Gerät herunterladen, wenn sie zuvor die neue Privacy Policy angenommen haben. Zumindest für den Moment scheint es keine Möglichkeit für einen Opt-out zu geben.

Die LA Times vermutet den Grund dafür in der neuen Mobile Ads Plattform iAds. Das am Montag gestartete Programm beinhaltet auch die Integration von lokalisierten Angeboten spezieller Werbepartner. Das könnte beispielsweise ein Rabatt-Coupon sein, der in einer Filiale in unmittelbarer Nähe des augenblicklichen Standorts des iPhone-Nutzers einzulösen ist.

Wer bereits die neue Privacy Policy angenommen hat und die Nutzung von standortbezogenen Daten trotzdem untersagen möchte, kann dies nur nachträglich über die Einstellungen von iPhone OS und iOS veranlassen. Hier hat Apple unter „Einstellungen -> Allgemein“ einen neuen Eintrag „Location Services“ hinzugefügt, in dem sich die Weitergabe von standortbezogenen Daten an Apps untersagen lässt.

Ob das allerdings auch einen Einfluss auf die Speicherung dieser Daten hat, darf zumindest bezweifelt werden. Auch wenn die Daten anonymisiert und nicht personenbezogen gespeichert werden, bleibt immer noch ein etwas fader Beigeschmack, denn Wissenschaftler der Universität von Texas haben bereits nachgewiesen (PDF-Dokument), dass sich aus anonymisierten Datensammlungen auch wieder personenbezogene Datensätze gewinnen lassen.

Weiterführende Links zum Thema Apple:

4 Reaktionen
Dirk Stuckmann
Dirk Stuckmann

Der Facebook Fehler... Die Apple, Google und Facebook Seuche finde ich inzwischen wirklich bedenklich. Ein Wunder, dass die bei dieser extremen Verbreitung und vielen den vielen Fehlern die Kartellämter nicht heftiger einschreiten. Willkommen in der schönen neuen voll kontrollierten "Internet-Monopol-Welt"!

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Martin Rechsteiner
Martin Rechsteiner

Auf dem iOS kannst du für jedes einzelne App. Einstellen ob es diese Daten habe darf, per Default ist dies auch ausgeschaltet...

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Jan Tißler

@Philipp: Mit dem Link kann man die Cookies von Apples iAd ausschalten. Dann bekommt man keine personalisierte Werbung mehr. Ist also eine andere Baustelle, sofern ich das alles richtig verstanden habe.

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Philipp
Philipp

Wenn ich mich nicht irre kann man dies untersagen, in dem man mit dem jeweiligen Gerät http://oo.apple.com ansurft. Bei meinem iPhone hat das eben allerdings nur eine Fehlermeldung gebracht..

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