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Marketing

Google: Ausgaben für „Product Listing Ads“ wachsen um 300 Prozent

    Google: Ausgaben für „Product Listing Ads“ wachsen um 300 Prozent

Die Product Listing Ads von Google. (Screenshot: t3n)

Google Shopping überzeugt Werbekunden: Im Laufe des vergangenen Jahres wuchsen die Ausgaben für „Product Listing Ads“ im US-Markt um rund 300 Prozent, so eine aktuelle Studie von Marin Software. Einen ähnliches Interesse erkennen auch in Deutschland agierende Agenturen.

Die Product Listing Ads von Google gewinnen Werbebudgets, darauf deuten zumindest aktuelle Zahlen aus dem Hause Marin Software. Die Ausgaben für das klickstarke Werbeformat stiegen im Verlauf des letzten Jahres um fast 300 Prozent. Obwohl für diesen massiven Anstieg vor allem die letzten drei Monate verantwortlich sind – auch als werbestarke „holiday season“ bekannt –, wuchs der mit Product Listing Ads generierte Umsatz auch in den Sommermonaten kontinuierlich.

Höhere Werbebudgets, höhere Klickpreise

Das Interesse der Werbekunden unterstreichen darüber hinaus weitere Statistiken: Von Januar bis Dezember wuchs der Anteil der Werbeausgaben für Product Listing Ads um rund 92 Prozent, schreibt Marin Software. Zu Beginn letzten Jahres vereinnahmte das Werbeformat rund 12 Prozent des Werbebudgets von Einzelhändlern, gegen Ende des Jahres waren es immerhin 23 Prozent. Eine Entwicklung zu Lasten der klassischen Textanzeigen.

Product Listing Ads: Der Anstieg der Klickpreise im Vergleich. (Grafik: Marin Software)
Product Listing Ads: Der Anstieg der Klickpreise im Vergleich. (Grafik: Marin Software)

Durch die kontinuierlich steigenden Ausgaben werbender Onlinehändler stiegen laut Marin Software auch die Klickpreise (CPC) der Product Listing Ads. Sie verteuerten sich innerhalb der zwölf Monate um 141 Prozent. Zum Vergleich: Die Klickpreise der Textanzeigen stiegen im gleichen Zeitraum um lediglich 21 Prozent. Auch innerhalb des Werbeformats lassen sich Unterschiede ausmachen, so Marin Software. Die Klickpreise der Desktop- und Tablet-Kampagnen stiegen deutlicher als die Klickpreise der Smartphone-Kampagnen. Sie lagen auch im teuersten Monat des letzten Jahres, dem Dezember, unter den Klickpreisen der Desktop- und Tablet-Kampagnen.

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Performance der Product Listing Ads in Deutschland

Obwohl die oben genannten Zahlen nur den US-Markt betrachten, lässt sich auch hierzulande ein Wachstum feststellen. Simon Wüthrich von der Schweizer Webrepublic AG, einer international agierenden Agentur für Online-Marketing, erklärt auf Anfrage: „PLA-Budgets wachsen und zwar sowohl absolut als auch relativ zum Gesamtbudget.“ Der Shopping-Traffic gehe deshalb weg von klassischen AdWords-Anzeigen, hin zu Product Listing Ads. „Wir beobachten für einen grossen Teil der Suchanfragen, dass die CPCs (zumindest in der Schweiz) tendenziell tiefer sind als bei klassischen AdWords-Anzeigen.“ Diese Beobachtung gelte aber nur in Teilen auch für den deutschen Markt. Hier sei „der Markt schon kompetetiver, weil PLAs dort schon länger etabliert sind“.

Ergebnisse der Studie über Product Listing Ads

DIe Ausgaben der Werbetreibenden für Product Listing Ads. (Grafik: Marin Software)

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Aufmerksamkeit generieren Product Listing Ads weniger durch die textliche Message, so Wüthrich. Entscheidend sind hier vor allem das Bild und der Preis. „Man könnte also die Hypothese aufstellen, dass Discounter bei diesem Werbemittel tendenziell im Vorteil sind.“ Eine Hypothese, die sich aktuell aber nicht mit Zahlen belegen lässt. „Im Moment gibt es noch einen Preisvorteil für Early-Adopter, die auf Product Listing Ads setzen.“ Dieser Vorteil wird mit der Zeit aber schwinden. Wer auf PLAs setzen will, muss sich außerdem bewusst sein, dass Kunden mit technischen Know-How klar im Vorteil sind, erklärt Wüthrich. Für sie ist es einfacher, eine hohe Qualität ihres Datenfeeds sicherzustellen und das ist Voraussetzung, um in diesem schnell wachsenden Sektor erfolgreich agieren zu können.“

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3 Reaktionen
WEBneo
WEBneo

Zwischenzeitlich hat sich die Situation mit dem Support seitens Google etwas verbessert. Wahrscheinlich wurden die Kollegen auf Schulung geschickt :-) Mit dem neuen Shopping Kampagnentyp verläuft auch die Einrichtung der PLA deutlich einfacher. Hier auch ein Beitrag von mir zum aktuellen Stand der Product Listing Ads: http://www.webneo.de/blog/product-listing-ads-der-conversion-booster/
Aber natürlich gibt es trotzdem noch einiges zu verbessern, vor allem was die Transparenz des Reportings angeht. Da bin ich mir unsicher ob Google nicht mehr Daten zur Verfügung stellen kann oder will.

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Marc
Marc

Kann Thomas nur zustimmen! Das AdWords-Team hat keinerlei Wissen, was Google Shopping angeht. Das ist durchaus problematisch, da bisherige Shopinhaber nun gezwungen werden für die Ergebnisse zu bezahlen, wissen aber nicht wie und geben zu viel aus... Wer nicht bezahlt erscheint halt nicht. Positiv ist immerhin, dass es nun wneiger "Fakeshops" gibt. Loben würde ich daher die Entwicklung nicht. Wenn unsere Luft was kosten würde, würden wir letztlich auch bezahlen...Ein Anstieg übe 300%...mindestens

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Thomas D.

Als Nutzer fand ich das alte Shopping wesentlich besser, da es eher ein Preisvergleich als eine Werbeplattform war. Als Händler trauert man dem Ganzen eh nach, komisch finde ich aber, dass das alte Shopping-Team wohl eingestampft worden ist und kein wirklich Support-Ersatz geschaffen worden ist, obwohl es inzwischen kostenpflichtig geworden. Sobald ernsthafte technische Fragen auftreten, hört man vom AdWords-Team auch nur Standard-Blabla.

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