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E-Commerce

Produktfotos wie bei Amazon – und das mit dem Smartphone? So geht’s (Teil 2)

    Produktfotos wie bei Amazon – und das mit dem Smartphone? So geht’s (Teil 2)

Produktfotos mit dem Handy? Das geht - sogar richtig gut! (© mylu Fotolia.com)

Im zweiten Teil unserer Ratgeber-Reihe zum Thema Produktfotos geht es darum, wie du dein Produkt am besten in Szene setzt: in kreativen Umgebungen und im Freien.

Produkte im Freien fotografieren

Im ersten Teil von „Produktfotos wie bei Amazon“ hast du erfahren, wie du kleine Produkte vor der Kulisse einer weißen Hohlkehle fotografierst. Etwas anders sieht es aus, wenn deine Produkte größer dimensioniert sind und nicht mehr in dein DIY-Fotozelt passen oder wenn du sie in einer etwas kreativeren Umgebung zeigen möchtest.

Eine Möglichkeit besteht darin, deine Artikel im Freien zu fotografieren. Bei schönem Wetter macht es sicherlich großen Spaß, etwa für kunsthandwerkliche Produkte eine tolle Location zu finden. Aber leider ist gerade strahlender Sonnenschein für die Objektfotografie überhaupt nicht gut geeignet. Besser, du nutzt einen bedeckten Tag. Die Wolken wirken dann wie ein riesiger Diffusor, der das Sonnenlicht streut und etwaige Schatten nicht zu hart aussehen lässt.

Wenn du es dir nicht aussuchen kannst und bei sonnigem Wetter fotografieren musst, gibt ein weißes Partyzelt oder ein aufgespanntes weißes Laken einen guten Diffusor ab, unter dem du dein Produkt platzieren kannst.

Eine geeignete Kulisse finden: Aber das Produkt steht im Fokus!

Auch wenn die Umgebung noch so idyllisch ist – widerstehe besonders als Einsteiger in die Produktfotografie der Versuchung, attraktive Elemente wie Bäume oder Blumen mit ins Bild zu nehmen. Schließlich soll der Betrachter ausschließlich das Produkt selbst begehrenswert finden. Ein Zuviel an Umgebung würde ihn nur davon ablenken.

Keine schlechte Idee, einen Artikel wie ein Klappmesser im Freien zu fotografieren. Trotzdem ist das folgende Bild kein gutes Produktfoto. Auch wenn das Gras, der alte Zaun und die Sträucher im Hintergrund weichgezeichnet sind: Die Formen und Farben dieser Elemente lenken vom Hauptmotiv ab.

Schlechtes Produktfoto: Der Hintergrund lenkt vom eigentlichen Motiv ab. (Bild: Isolde Kommer)
Schlechtes Produktfoto: Der Hintergrund lenkt vom eigentlichen Motiv ab. (Bild: Isolde Kommer)

Spiele lieber mit Andeutungen, statt alles Mögliche zu zeigen. Wähle ein einziges, klares Hintergrundelement aus, vor dem du dein Produkt platzieren willst. Achte darauf, dass es das gewünschte Ambiente klar repräsentiert, ohne sich in den Vordergrund zu drängen:

  • Deine stylischen Fixie- oder Retro-Bikes kannst du in einer urbanen Umgebung fotografieren. Deute diese aber bloß an, indem du dir beispielsweise in einer alten Eisenbahnanlage oder einer Industrie-Ruine eine rissige Mauer oder ein großes Rolltor suchst. Verzichte darauf, gleich noch möglichst viele weitere Architekturelemente oder die coolen Graffiti mit ins Produktfoto zu nehmen.
  • Deine edlen Lederreitstiefel platzierst du vielleicht auf und vor ein paar aufeinandergestapelten Strohballen. Achte darauf, dass sonst keine weiteren Elemente im Hintergrund zu sehen sind.

Das Prinzip ist klar: Komponiere das Bild so, dass dein Produkt im Mittelpunkt des Interesses steht. Von der Umgebung sollte gerade so viel zu sehen sein, dass der Betrachter den Kontext unmittelbar herstellen kann.

Es genügt eine Andeutung, um ein passendes Ambiente zu schaffen: Hier wurde der Artikel für den gewünschten Outdoor-Touch zuerst auf einer verwitterten Holzbank . . .
Es genügt eine Andeutung, um ein passendes Ambiente zu schaffen: Hier wurde der Artikel für den gewünschten Outdoor-Touch zuerst auf einer verwitterten Holzbank . . . (Bild: Isolde Kommer)
. . . und anschließend auf einem flechtenüberzogenen Sandstein platziert. Die raue Struktur beider Hintergründe bildet einen guten Kontrast zu den glatten Hölzern und dem Stahl des Messers. (Bilder: Isolde Kommer)
. . . und anschließend auf einem flechtenüberzogenen Sandstein platziert. Die raue Struktur beider Hintergründe bildet einen guten Kontrast zu den glatten Hölzern und dem Stahl des Messers. (Bild: Isolde Kommer)

Produktfotos in Serien schießen

Der größte Nachteil der Produktfotografie im Freien besteht darin, dass du keine konsistenten Lichtverhältnisse hast. Eine Wolkendecke ist je nach Windgeschwindigkeit äußerst veränderlich und stellt keinen gleichmäßigen Diffusor dar. Genauso variabel sind Lichtrichtung und -stärke im Tagesverlauf.

Achte deshalb darauf, deine Produktserie zügig hintereinander in einer Session zu fotografieren. Bereite alles vor: Suche dir eine Kulisse aus, baue gegebenenfalls deinen Partyzelt-Diffusor auf, installiere den Hintergrund. Anschließend fotografierst du nacheinander alle deine Produkte. Nimm dir trotzdem Zeit: Denke daran, jedes einzelne Produkt bestmöglich in Szene zu setzen und aus verschiedenen Richtungen aufzunehmen.

Für die Produktfotos in diesem Teil der Artikelserie habe ich übrigens nicht das iPhone verwendet, sondern eine ehrwürdige Kompaktkamera: meine Sony Cybershot DSC-W50 aus dem Jahr 2006.

Ausblick auf Teil 3

Die kalte, nasse Jahreszeit naht mit großen Schritten – da hast du möglicherweise nur wenig Lust, stundenlang mit dem Smartphone oder der Kompakten im Freien auszuharren. Im dritten Teil dieser Serie erhältst du deshalb wertvolle Tipps, wie du größere Artikel auch in Innenräumen perfekt auf den Sensor bannst.

Als kleine Ergänzung findest eine Erläuterung, warum Produktfotos so wichtig für deinen Shop sind,  im Shop-Kompendium von netzaktiv.de.

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Von Isolde Kommer

Ursprünglich publiziert bei netzaktiv.de.

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