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Produktfotos wie bei Amazon – und das mit dem Smartphone? So geht’s! (Teil 3)

Produktfotos wie bei Amazon – und das mit dem Smartphone? So geht’s! (Teil 3)

Im dritten Teil unserer Ratgeber-Reihe zum Thema Produktfotos geht es darum, deine Produkte mit natürlicher Beleuchtung in Innenräumen ins rechte Licht zu rücken.

Produktfotos wie bei Amazon – und das mit dem Smartphone? So geht’s! (Teil 3)

Produktfotos mit dem Handy? Das geht - sogar richtig gut! (© mylu Fotolia.com)

Im zweiten Teil dieses Beitrags hast du erfahren, wie du das Umgebungslicht für deine Outdoor-Produktfotos nutzt. Auch in Innenräumen kannst du mit natürlicher Beleuchtung arbeiten. Das ist immer dann praktisch, wenn das Wetter keine Fotosession im Freien erlaubt oder wenn du nicht alle deine Produkte ins Freie schleppen möchtest.

Technische Produkte möchtest du wahrscheinlich lieber im Innenraum fotografieren. (Produktfoto von Amazon.de)
Technische Produkte möchtest du wahrscheinlich lieber im Innenraum fotografieren. (Produktfoto von Amazon.de)

Schritt 1: Die nötigen Utensilien beschaffen

Hole dir im Fotohandel eine große Rolle weißes Hintergrundpapier. Je größer dein Produkt ist, desto größer sollte auch die Rolle sein – auf jeden Fall deutlich breiter als das Fotomotiv. Falls du ein großes weißes Laken oder ein anderes Stück Stoff mit entsprechenden Abmessungen besitzt, kannst du dir diese Anschaffung eventuell sparen. Achte jedoch darauf, dass das Textilmaterial absolut falten- und fleckenfrei sein muss.

Bei deiner Einkaufstour schaust du im Baumarkt gleich nach einer weißen Styroporplatte. Diese brauchst du als Reflektor, um das Fensterlicht auf dein Produkt zurückzuwerfen. Denke auch bei der Styroporplatte daran, dass sie mindestens so hoch und breit sein sollte, wie dein Produkt – größer ist besser. Falls du Transportschwierigkeiten hast, tut es auch weißer Plakatkarton. Dieser reflektiert auf der gestrichenen Seite ebenfalls gut.

Schritt 2: Den richtigen Ort für dein Indoor-Studio ausfindig machen

Jetzt suchst du dir eine Fensterfläche – je größer sie ist, desto besser ist es für ein möglichst weiches Licht. Am besten nutzt du wieder einen bewölkten Tag. Magst du nicht so lange warten, minderst du die direkte Sonneneinstrahlung mit Gardinen, um diffuses Licht ohne harte Schatten zu erzielen.

Schritt 3: Das Studio für deine Produktfotos aufbauen

Rücke eine entsprechend dimensionierte Ablagefläche vor das Fenster, etwa einen großen Tisch. Befestige das Ende deiner Papierrolle  hinter dem Tisch und im rechten Winkel zum Fenster. Wenn sie lang genug ist, kannst du sie an die Decke kleben, ansonsten an die Wand. Breite das Papier über den Tisch, sodass eine Hohlkehle entsteht. Je nachdem, wie groß dein Produkt ist, lässt du das Papier jetzt noch in einem eleganten Bogen vom Tisch zu Boden gleiten. Bei größeren Produkten braucht deine Kamera mehr Abstand vom Tisch. Am besten klebst du das Papier nun auch seitlich am Tisch fest, damit du hantieren kannst, ohne dass dein Hintergrund verrutscht oder Falten wirft.

Schalte alle Beleuchtungskörper im Raum ab, um Farbstiche in deinen Produktfotos zu vermeiden. Denke dabei gegebenenfalls auch an Fernseher, Computermonitore, Pflanzen- und Aquarienleuchten und andere Lichtquellen.

Schritt 4: Dein Produkt in Szene setzen

Stelle dein Produkt auf den Tisch. Damit es von allen Seiten gut beleuchtet ist, solltest du das Licht  auf der dem Fenster gegenüberliegenden Seite abfangen und auf das Fotomotiv zurückwerfen. Hier kommt die Styroporplatte (bzw. der Plakatkarton) zum Einsatz: Positioniere den Reflektor seitlich vom Produkt, also genau dem Fenster gegenüber.

Die folgende Grafik hilft dir auf die Sprünge: Sie zeigt ein Schema des Aufbaus in der Draufsicht.

Die Grafik verdeutlicht dir, wie der Aufbau für dein Produktfoto aussehen sollte (Grafik: Isolde Kommer).
Die Grafik verdeutlicht dir, wie der Aufbau für dein Produktfoto aussehen sollte (Grafik: Isolde Kommer).

Ausblick auf Teil 4:

Vielleicht musst du frustriert feststellen, dass es trotz all dieser Tipps gar nicht so leicht ist, stark glänzende Objekte wie etwa Weinflaschen oder Silberschmuck zu fotografieren? Es gibt jedoch einen Trick, wie du auch bei solchen Motiven gelungene Produktfotos bekommst. Wir verraten ihn dir im vierten und letzten Teil dieses Beitrags.

Du hast einen Teil unserer Serie verpasst? Hier noch mal ein Überblick über die bisherigen Teile: Produktfotos wie bei Amazon – und das mit dem Smartphone: So geht’s (Teil 1)Produktfotos wie bei Amazon – und das mit dem Smartphone: Kreativ in Szene setzen (Teil 2).

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Von Isolde Kommer Ursprünglich publiziert bei netzaktiv.de.
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Eine Antwort
  1. von MyMy am 15.12.2014 (21:04 Uhr)

    Jetzt mal ernsthaft: Das ist nicht Euer ernst, oder? Fotografen, Grafiker & wer da noch alles an der Wertschöpfung von Produktfotos beteiligt sind, geht doch hier der Hut. Stellt mal lieber ein paar gute Produktfotografen, Grafiker & Co. vor, damit das mit den Produktfotos kein Problem mehr ist. Das "Handwerk" der talentierten Kreativen sollte mehr Aufmerksamkeit bekommen. Dieser DIY-Kram ist doch meistens miserabel umgesetzt.

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