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Produktmanager verkauft sich selbst auf nachgebauter Amazon-Seite

Ein Produktmanger hat sich zur Präsentation seiner Arbeitskraft einen besonders innovativen Weg einfallen lassen. Er verkauft sich selbst auf einer nachgebauten Amazon-Artikelseite.

Produktmanager verkauft sich selbst auf nachgebauter Amazon-Seite

In Sammlungen von Best Practises für Personal-Präsentationen hat die Ausschreibung von Philippe Dubost einen Platz ganz weit vorne verdient. Der französische Produktmanager hat seine Vita gestalterisch praktisch perfekt an den Aufbau einer Amazon-Produktseite angelehnt.

Mit Liebe zum Detail: Amazon-Artikelseite als Lebenslauf

Amazon-Artikelseite bis ins Detail kopiert

Mashable lobt richtigerweise die Detailverliebtheit: Jedes noch so kleine .com-Element von den Sharing-Buttons bis hin zur Brotkrümel-Struktur wurde originalgetreu übernommen und mit viel Humor angepasst. Als Kundenbewertungen sind die ehemaligen Arbeitsstationen aufgeführt (natürlich alle mit fünf Sternen), als Tags sind Dubosts Skills angegeben. Die Kollegen von Karrierebibel merken zwar inhaltlich an, dass Dubost keine klare Zielvorstellung für sich äußert. Die Aufmerksamkeit für seine Person und seine Arbeit wird er sich aber gewiss sein können.

Best Practises auch in Deutschland

Angesichts der tollen Aufmachung seiner Ausschreibung, aber auch der umfangreichen Skills und der weltweiten Verfügbkarkeit wird Philippe Dubost bei der Suche nach seinem nächsten Arbeitgeber nun wohl die Qual der Wahl haben. Aber auch ein paar Hausnummern kleiner hat eine offensive Online-Präsentation der eigenen Arbeitskraft viel Potenzial. Christine Heller publizierte vor 10 Tagen ein umfangreiches Gesuch nebst Bewerbungsvideo in ihrem Blog. Rund 500 soziale Reaktionen waren die Folge – wer in den letzten Tagen social-media-affines Personal gesucht hat, wird an der Ausschreibung nicht vorbeigekommen sein.

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7 Antworten
  1. von derWachert am 25.01.2013 (15:34Uhr)

    Ich versuchs da lieber mit 2 eigenen Design Kreationen. Die sind zwar nicht so hauchfein ausgearbeitet und Detail verliebt nachgebaut (die Betonung liegt auf nachgebaut), dafür aber komplett selbst gebaut ;) Vom Entwurf zum Design bis hin zum Code, zumindest in der kurz-Vita, die größere Seite basiert auf einem CMS mit ebenfalls eigenem Design. Kommt evtl. auch besser an wenn man was im Bereich Design, Webdesign, Frontendentwicklung sucht :P

    Was ich extrem schwer finde wenn man eben nicht etwas nachbaut (mit der richtigen Idee) oder auf ein großes Networking Potential zurückgreifen kann ist, die Leute dazu zu bringen das ihnen die Seite gefällt, das sie gefunden und vor allem geshared wird damit man entsprechend Traffic bekommt. Einerseits möchte man eben nicht nacheffen und lieber zeigen was man kann, andererseits ist schlicht und einfach gerade sehr modern, es würde also nichts helfen die wildesten Designs zu bauen mit animiertem Wasserfall und aufgehendem Mond im Hintergrund in vollumfänglicher CSS(3) Umsetzung.

    Defakto werden solche Arten der Selbstpräsentation allerdings immer mehr zunehmen, vor allem wenn solche Aktionen als große Erfolge durch die Medien gehen.

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  2. von Martin am 25.01.2013 (15:43Uhr)

    Na ob das bei den Personalern auch so gut ankommt? Jedenfalls jetzt schon, jetzt ist er ja berühmt durch diese Aktion...

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  3. von Skills sind oft genug geheim am 25.01.2013 (16:24Uhr)

    In Deutschland kriegt man aber in manchen Branchen Ärger wenn man seine Skills anhand Referenzen auflistet.
    Das wollte ich eigentlich schon bei diesem hier vorgestellten Badge-Belobigungs-Skill-Server schreiben wo man Dinge wie "ich habe bei twitter dies und jenes gemacht" eintragen konnte.

    In der Medienbranche ist das anders. Aber wenn man sich als Chefprogrammierer von Projekt ... oder von Firma .... selber ausschreibt, oder das man die Rücksendungen für Onlineshop xy oder die Addon-Buchungen Reise-Portal yx optimiert hat oder die Webseiten Responsive gemacht hat, hat man wohl bei manchen Firmen schnell Probleme. Das Leben und die Geheimhaltung echter Programmierer scheinen manche nicht zu kennen oder zu realisieren.

    Gleiches für die Redenschreiber von Politikern. Wer hat die blühenden Landschaften erfunden ? Oder wer hat das glorreiche Plakat von "Schuldenmachen gibts mit uns nicht" designed ?
    Da bleiben einem halt nur "fiktionale" Projekte wie in diesem Text.
    Für FOSS-Programmierung kriegt man bei manchen Kunden (bzw. deren Einkaufsabteilung) auch keinen Fuß mehr in der Tür obwohl die (laut den Vermittlern) "ganz dringend unbedingt...." jemanden mit den jeweiligen Skillsets suchen. Und nein. Als normaler (also kein SAP oder super-Skills die sonst keiner hat) IT-Freiberufler oder Schlagersänger der nicht zu den Top10 gehört kann man sich seine Kunden nicht aussuchen und ist um jede Buchung bzw. Anfrage froh und weiht halt auch nen Supermarkt ein wenn es Kohle bringt.
    Obwohl die Reality-Dokus es genau beschreiben und man es oft genug im TV sieht, ist die Realität des Freiberuflertums vielen wohl gar nicht bekannt.

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  4. von andreas am 25.01.2013 (21:01Uhr)

    die idee selbst ist ja ganz nett, aber "nachgebauter Amazon-Seite" ist wohl etwas hoch gegriffen.

    schon mal in den code geschaut? die stylesheets sind nahezu identisch und der html-code auch. es ist ehe eine "frech kopierte Amazon-Seite".

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  5. von Oink am 28.01.2013 (08:22Uhr)

    Nix besonderes, simples Copy Paste. Und die Inhalte angepasst, fertig ....

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  6. von otomo am 28.01.2013 (14:36Uhr)

    Bestellen, 30 Tage umsonst für sich arbeiten lassen und dann ohne Begründung zurücksenden... :-)

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