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Project Ara: Googles modulares Smartphone soll schon 2015 in die erste Testphase gehen

Project Ara: Googles modulares Smartphone soll schon 2015 in die erste Testphase gehen

zeigt mit Spiral 2 den zweiten Prototyp von . Ab dem zweiten Halbjahr 2015 soll das modulare zunächst testweise in Puerto Rico auf den Markt kommen.

Project Ara: Googles modulares Smartphone soll schon 2015 in die erste Testphase gehen

Project Ara. (Foto: Google)

Project Ara: Das steckt im zweiten Prototyp des modularen Smartphones von Google

Bei einem Desktop-Rechner können wir alle nur erdenklichen Komponenten jederzeit gegen neuere und bessere austauschen. Bei einem Smartphone haben wir oft nicht mal die Möglichkeit, den Akku zu wechseln. Genau hier setzt Googles modulares Smartphone Project Ara an. Die Vorder- und die Rückseite sind in verschiedene Bereiche unterteilt, in die jeweils unterschiedlich große Module eingeschoben werden können. Diese Module enthalten dann beispielsweise einen Akku oder eine Kamera und können jederzeit gegen ein anderes ausgetauscht werden.

Nachdem Google bereits seit Oktober 2013 an Project Ara arbeitet, hat der Konzern jetzt den zweiten Prototyp des modularen Smartphones vorgestellt. Das Herzstück des Spiral 2 getauften Prototyps ist nach wie vor das sogenannte Endoskelett. Darauf werden die unterschiedlichen Module angebracht. Über den sogenannten Ara-Configurator sollen Kunden zukünftig ihr Wunsch-Smartphone konfigurieren und ordern können. In einem schicken Interface im Material-Design-Look wählt ihr einfach alle gewünschten Module aus und setzt sie an die jeweils passende Stelle. Alternativ dazu soll es aber auch vorkonfigurierte Modelle geben.

Project Ara: Das modulare Smartphone soll schon 2015 testweise in Puerto Rico auf den Markt kommen. (Foto: Google)
Project Ara: Das modulare Smartphone soll schon 2015 testweise in Puerto Rico auf den Markt kommen. (Foto: Google)

Project Ara: Pilotphase startet noch 2015 in Puerto Rico

Der jetzige Prototyp ist noch ein ganzes Stück von einem etwaigen Seriengerät entfernt. So ist der magnetische Mechanismus zum Festhalten der Module noch nicht ausgereift und soll ganze 20 Prozent der Akkuleistung auffressen. Spiral 3, der nächste geplante Prototyp, soll diese Schwächen jedoch ausbügeln. Bis dahin soll das modulare Smartphone auch LTE unterstützen und es sollen neue Module hinzukommen. Bis wir hierzulande ein Project-Ara-Smartphone käuflich erwerben können, dürfte es noch eine ganze Weile dauern. Ab der zweiten Jahreshälfte wird dafür aber in Puerto Rico ein erstes Pilotprojekt starten.

Dann können immerhin die Bewohner des US-amerikanischen Außengebietes zum ersten Mal ein modulares Smartphone kaufen. Auf dem Testmarkt wird Google vor allem herausfinden wollen, ob das Konzept auch bei den Nutzern ankommt. Schon jetzt arbeiten einige größere und kleinere Hardware-Hersteller an eigenen Modulen für Project Ara. Auch sie werden einen gewichtigen Einfluss darauf haben, wie sich das modulare Smartphone auf dem Markt schlagen wird. Denn letztlich könnten vor allem ungewöhnliche Komponenten Project Ara über herkömmliche Smartphones erheben.

via www.golem.de

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4 Antworten
  1. von Leonid K. am 15.01.2015 (15:21 Uhr)

    Es ist eine interessante Idee um Smartphones nicht mehr vollständig ersetzen zu müssen, sondern nur bestimmte Teile, damit man auf dem neusten Stand bleibt.
    Aber ist es nicht die selbe Idee wie mit selbstzusammengestellten Computern. Ich habe selbst viel Erfahrung mit sowas als ausgebildeter Fachinformatiker und Bachelor in technischer Informatik.
    Genau da habe ich mich nach 2-3 "eigenen" Computern habe ich mich letzt endlich für ein MacBook entschieden und für ein iPhone.

    Der zweite Punkt wäre die Größe. Durch die Modularität werden die einzelnen Komponenten für größere Gesamtgröße sorgen.

    Mein Fazit: Es gibt wichtigere Punkte bei Smartphone die erforscht und weiterentwickelt werden sollten:
    1. Besserer Akku (Forschung und Zusammenarbeit mit Tesla)
    2. 100% wasserdicht (Eine Nano-Beschichtung statt Gummistöpsel von Samsung)

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  2. von Beginn der Updatebarkeit am 15.01.2015 (18:07 Uhr)

    Die Idee ist schon lange für Laptops bekannt. Aber Google realisiert es endlich. Hoffentlich überträgt es auf Tablets und Laptops. Bei PCs die Festplatten sind ja auch sehr einheitlich anschliessbar.

    Ein Vorteil wäre vielleicht auch, das man die Spezifikationen so klar und eindeutig macht, das wirklich alles untereinander kompatibel ist.
    Dann könnte man bei Ebay und Amazon die Angebote asiatischer Versender sehen und die Teile preisgünstig kaufen. Z.B. ein LTE-Modul wenn man es braucht. Oder einen weiteren SD-Karten-Anschluss um die Photos der Digitalkamera auslesen und bearbeiten zu können. Oder HDMI-Ausgang. Oder mehr Akku.
    Oder Wasserfestigkeit bis 3m, 30m, 300m als Ergänzung zum Vorposting. Oder "HochSee-wasser-Fest" was auch salzhaltige Luft einschliesst. Dann würden die Karten-"Plotter", Wetter- und Wasser-Karten-Geräte und anderen See-Geräte evtl auch aus ARA-Bauteilen viel günstiger zusammengestellt werden können als bisher. Ipads darf man inzwischen ja wohl bei Flügen anstelle Papier für irgendwas (Landkarte, Flugroute, Wetterkarte, Benzin/Wegdauer-Planung,...?) benutzen.
    Ein IR-Sender-Modul für Fernbedienungen ist natürlich wichtig.
    Schade das Google wohl keine Top-Listen der verbauten ARA-Module veröffentlicht und CyanoMod, AdMobile, WhatsApp, Skype, Opera,... und die anderen wohl leider auch nicht :-((( Dann sähe man was man kaufen kann.

    Wenn man die Teile einzeln kaufen kann will sicher keiner dranschreiben müssen "Läuft nur mit Kitkat aber nicht mit Lolipop". Also wird man hoffentlich Update-Treiber für die gängigen Module liefern "müssen" weil der Markt es einfordert wenn alle Konkurrenten dranschreiben können "Läuft mit Kitkat, Lolipop, Marzipan (oder wie das nächste Android heisst)".
    Wie die Lebenserfahrung zeigt, sind klare Spezifikationen und Logo-Vergabe wichtig für vernünftige Hardware. Und auch weite Verfügbarkeit wie man an Thunderbolt vs. USB3 erkennen kann oder an Firewire.

    Auch kann man die Handies länger nutzen und z.b. das alte Ara-Display als Wetterstation und Heim-Klimatisierung nutzen und die CPU als Video-Abspieler und die Connectivity (USB, UMTS, Bluetooth, LTE, UMTS, Wifi24, Wifi50, ...) am neuen Handy weiternutzen oder woanders verbauen.
    Die Mächtigkeit des Konzepts spielt sich hoffentlich aus. Versions-Wirrwarr-Chaos und Unfähigkeit lassen gute Standards untergehen (SCSI, FireWire,...) oder länger als nötig (USB3) benötigen.

    Die aktuellen Handies sind zwar beeindruckend, aber das man keine (insbesondere Sicherheits-)Updates kriegt, macht keine gute Laune. Autos ohne Update würden aus dem Verkehr gezogen.

    Bei Android hat Google mit den Handy-Herstellern zusammengearbeitet.
    Bei Testgeräten will Google mit den Teststreifen-Herstellern zusammenarbeiten oder hat es an eine einzelne Firma lizensiert statt einen Wettbewerb auszurufen wer als erstes seinen Staat beliefern kann.
    Bei Autos will Google mit den Herstellern zusammenarbeiten hiess es glaube ich heute.
    An Handies sieht man was das bewirkt hat: Gewinne für die Hersteller, Nachteile für uns Endkunden. Vorteile und Riesen-Gewinne für Apple wo man sein Handy deutlich länger nutzen kann.

    Philippinen und Bangladesch haben wohl viel Export von Arbeitskräften.
    War Puerto Rico nicht auch so, das die jungen Leute schnell abwandern sobald sie können weil es dort kaum Arbeit gibt ? Das würde Ara auch im Rest der Welt verbreiten während die Älteren immer noch Nokia nutzen.
    Neben HongKong und UK wird umsatzmäßig vielleicht auch Puerto Rico demnächst bei Ebay ganz oben stehen und die Außenhandels-Statistik verbessern.

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  3. von Laubsauger am 16.01.2015 (21:32 Uhr)

    Ich freue mich SO sehr auf dieses Smartphone und werde sicherlich versuchen, mir eins dieser Geräte zu importieren!

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  4. von Steven von Blogger-Tipps am 17.01.2015 (10:42 Uhr)

    Die Idee ist gar nicht schlecht. Nur das Design spricht mich irgendwie (noch) nicht wirklich an.

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