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Project Shield: Google schützt News-Portale gegen DDoS-Attacken – kostenlos

Project Shield: Google schützt News-Portale gegen DDoS-Attacken – kostenlos

Das erste Produkt aus Googles Think Tank „Google Ideas“ nach der Umbenennung in „Jigsaw“ ist eine Erweiterung des Project Shield, das 2013 vorgestellt und einer kleinen Gruppe zur Verfügung gestellt wurde. Mithilfe des Tools können sich kleine News-Portale jetzt kostenfrei gegen Cyberangriffe wie DDoS-Attacken schützen.

Project Shield: Google schützt News-Portale gegen DDoS-Attacken – kostenlos

Project Shield. (Bild: Google)

Project Shield: Google schützt vor DDoS-Attacken

Nachdem Anfang letzten Jahres der Anschlag auf Charlie Hebdo verübt wurde, hatten Unbekannte im Anschluss versucht, Newsportale die über den feigen Anschlag berichteten per DDoS-Attacken mundtot zu machen. Solche DDoS-Angriffe, bei denen der Webserver mit einer Flut an Anfragen überlastet wird, soll mithilfe von Project Shield kaum noch möglich sein.

Nach den Angriffen auf das französische Magazin Charlie Hebdo wurde diverse Newsportale Opfer gezielter DDoS-Angriffe. Project Shield hätte dagegen schützen können. (Bild: Google)
Nach den Angriffen auf das französische Magazin Charlie Hebdo wurde diverse Newsportale Opfer gezielter DDoS-Angriffe. Project Shield hätte dagegen schützen können. (Bild: Google)

Ursprünglich konnte Project Shield nur von etwa 100 Seiten genutzt werden, die aufgrund ihrer Inhalte wie Menschenrechte, Wahlbeobachtung und unabhängige politische Berichterstattung von Angriffen bedroht waren. Jetzt hat angekündigt, diesen Service für alle News-Seiten anzubieten – selbst große Publisher können sich demzufolge bewerben, wobei Googles Fokus eher auf kleineren Portalen liegt, die sich keine Infrastruktur leisten können, um Attacken abwehren zu können.

Der Traffic von Websites, die in das Programm aufgenommen werden, wird durch Googles Domain-Name-Server geleitet. Der Datenverkehr auf angemeldete Seiten wird per einen zwischengeschalteten Reverse Proxy gefiltert, sodass „böswilliger“ Traffic gar nicht erst auf die Seite kommt. Der Dienst ist zwar kostenlos, wie für Google-Services üblich, nutzt der Konzern aber die gesammelten Daten – beispielsweise Logs von den Project-Shield-Servern –, um den eigenen Dienst zu verbessern und DDoS-Attacken besser zu erkennen. Interessenten können sich ab sofort bei Projekt Shield bewerben.

via www.wired.com

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Eine Antwort
  1. von Google könnte besser sein am 25.02.2016 (16:49 Uhr)

    Bot-Netze erkennen wäre auch mal nett.
    Oder die eigenen Kunden im Playstore vor den immer wieder unter anderen Namen hochgeladenen Android-Viren schützen. Virustotal gehört sogar Google und jede App müsste erst mal von dort freigeschaltet werden. Aber ist wohl zu kompliziert...
    http://t3n.de/news/android-malware-apps-schadsoftware-google-play-massvet-635334/
    Eine Abteilung weiss nicht was die andere macht bzw. kann. Und der Kunde läuft (ohne relevanten Mehr-Aufwand _vermeidbar_) in die Falle... :-(

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