Du hast deinen AdBlocker an?

Es wäre ein Traum, wenn du ihn für t3n.de deaktivierst. Wir zeigen dir gerne, wie das geht. Und natürlich erklären wir dir auch, warum uns das so wichtig ist. Digitales High-five, deine t3n-Redaktion

Sponsored Post Was ist das?

Public-Cloud-Hosting im E-Commerce: Wann lohnt sich Amazon Web Services – und wann nicht?

Anzeige
Public Clouds sind bei großen Online-Unternehmen längst Standard. Für kleine bis mittlere E-Commerce-Händler stellt sich oft die Frage, wann Anbieter wie Amazon Web Services eine Alternative darstellen.

aws

Was bietet Amazon Web Services an?

Amazon Web Services (AWS) stellt in weltweit verteilten Rechenzentren über 50 Infrastruktur-Dienste wie Rechenleistung, Speicher, Netzwerk und Datenbanken bereit. Diese Dienste sind auf Abruf in wenigen Sekunden zu nutzungsabhängigen Preisen (pay as you go) verfügbar. Sie lassen sich wie Bausteine flexibel miteinander verbinden, was über API-Schnittstellen und die Website (AWS Console) erfolgt. Somit kann jeder bei AWS innerhalb kurzer Zeit zum Beispiel eigene Server starten. Neben dem nutzungsabhängigen Modell, bietet AWS auch klassische Laufzeitmodelle mit ein bis drei Jahren oder das etwas außergewöhnliche Modell der „Spot-Instances“. Bei diesem kann man ähnlich einer Auktion auf ungenutzte Rechenleistung „bieten“, wodurch sich bei geschickter Nutzung AWS-Ressourcen zu einem Bruchteil ihres Listenpreises zeitlich begrenzt nutzen lassen.

Was unterscheidet AWS vom konventionellen Hoster?

Konventionelle Hoster bieten Rechenleistung in Form physischer oder virtueller Server an, die mit Betriebssystemen vorkonfektioniert und oft auch mit weiterer Software ausgestattet sind. In Verbindung mit Mehrwertdiensten, wie Konfigurations-Tools, Management, Support, Agentur-Features oder Domainverwaltung, sind diese Server oder Webspaces „out of the box“ nutzbar. Das Management erfolgt durch den Hoster und kann je nach Anbieter von Hardware bei Root-Servern, über Betriebssystem beim Managed Server bis hin zur Applikation gehen. Oft – wenngleich nicht mehr immer – arbeiten konventionelle Hoster mit einem Laufzeitmodell, sodass die Server für einen gewissen Zeitraum angemietet werden.

Amazon Web Services arbeitet im Gegensatz dazu nach dem Prinzip der „geteilten Zuständigkeit“. Dies bedeutet vereinfacht, dass AWS die Infrastruktur wie Server, Datenbanken oder Sicherheitsmechanismen bereitstellt, deren Implementierung und Management jedoch vollständig in der Eigenverantwortung des Anwenders liegt: vom Setup und Management des Betriebssystems bis hin zur Überwachung der Applikation beziehungsweise des Gesamtsystems.

Welche Gründe sprechen für den Einsatz von AWS?

shutterstock_309908120
(Foto: Shutterstock)

1) Flexible Anpassung an den eigenen Bedarf

Durch die bei Bedarf jederzeit verfügbare Rechenleistung, der nutzungsabhängigen Abrechnung sowie der großen Anzahl an integrierten Diensten vergrößert man als Online-Händler durch AWS seinen technischen Aktionsradius enorm. Damit wird es schnell irrelevant, ob nun ein Black Friday, Weihnachten oder ein Saisonstart ansteht. Es müssen weder kompliziert Server gewechselt, noch mit dem Provider über eine temporäre Erweiterung der Kapazitäten gefeilscht werden. Anpassungen der Festplattengrößen, RAM oder auch Netzwerk-Durchsatz sind jederzeit, sogar ausfallfrei, möglich. Kapazitätsgrenzen verlieren somit ihren Schrecken.

2) Nutzung von Multi-Server-Umgebungen

Die Entscheidung für den Wechsel von einem Single-Server auf ein Multi-Server-System (Cluster) kann unterschiedlichste Gründe haben: Sei es die Rechenleistung, die an ihre Grenzen stößt, oder der Bedarf nach höherer Ausfallsicherheit. Während bei diesen Anforderungen viele Hoster entweder abwinken, einfache Failover-Lösungen oder als skalierbare Cloud verpackte virtuelle Server anbieten, laufen Anbieter wie Amazon Web Services jetzt zur Höchstform auf. Einzelne Dienste wie Server, Datenbanken, Caches oder Loadbalancer lassen sich durch Programmcode (Infrastructure as Code) elegant zu Architekturen verbinden. Damit können die unterschiedlichsten Szenarien für E-Commerce, CMS oder SaaS flexibel abgebildet und angepasst werden, ohne dass ein weiterer Wechsel der technischen Plattform nötig wird.

3) Hosting auf der ganzen Welt

AWS betreibt Rechenzentren in aller Welt – von Deutschland und Irland über Amerika bis Asien und Australien – die technisch über identische Schnittstellen genutzt werden können. Somit ist es für einen deutschen Online-Händler ein Leichtes, weltweit aktiv zu werden, ohne sich beispielsweise vor Ort einzelne Hosting-Partner suchen zu müssen. Selbst ein Engagement in China ist möglich. AWS betreibt als einer der wenigen internationalen Hoster ein Rechenzentrum in Peking.

shutterstock_281875970
(Foto: Shutterstock)

Welche Gründe sprechen nicht für den Einsatz von AWS?

Amazon Web Services sind keineswegs alternativlos noch machen deren Vorteile einen Wechsel in die Public Cloud zwingend notwendig: Für E-Commerce Händler mit geringen Anforderungen an Flexibilität, Skalierbarkeit und Redundanz, zum Beispiel dem völlig „ausreichenden“ Single-Server oder Webspace, wird ein Umzug auf einen ähnlich dimensionierten AWS-Server zunächst keine Verbesserung darstellen. Selbst die reinen Hardware-Kosten werden bei diesem Vorgehen keineswegs automatisch günstiger –  wie man durch einen vergleichenden Blick auf die AWS-Preislisten schnell erkennen kann. Erst bei geschickter Kombination von Diensten und Preismodellen kommen die Vorteile von Amazon Web Services tatsächlich zum Tragen. Abschließend ist anzuführen, dass das Modell „do it yourself“ von AWS dem Nutzer schlichtweg andere fachliche Fähigkeiten abverlangt als der vorkonfigurierte Webserver aus dem Hosting-Fachhandel.

Fazit

public-cloud-hosting-ecommerce-amazon-aws-780x450

Amazon Web Services sind nicht nur für Großunternehmen, sondern auch für E-Commerce KMU interessant. Es setzt mit seinen Möglichkeiten vor allem dort an, wo konventionelles Hosting bei technischer Flexibilität, Multi-Server oder globaler Verfügbarkeit seine Grenzen findet. Da AWS keine schlüsselfertigen Hosting-Lösungen bereitstellt, muss entweder eigenes Know-How aufgebaut oder ein spezialisierter AWS Partner für das Management der Umgebung ins Boot geholt werden, damit die Vorteile der Public Cloud auch gehoben werden können.

Root360 betreibt skalierbare Public-Cloud-Umgebungen für E-Commerce-Händler, SaaS-Anbieter und Portalbetreiber und nutzt hierbei die Infrastruktur von Amazon Web Services.

Erfahre mehr oder lass dich kostenlos beraten

Root360 findest du auch auf Twitter und Facebook.

 

Bitte beachte unsere Community-Richtlinien

2 Reaktionen
michael.ablass
michael.ablass

AWS bietet jetzt auch VPS an (https://amazonlightsail.com/) - bisher nur in den USA

BWelzel
BWelzel

Für einen Sponsored Post nicht schlecht, Kompliment!

Nach meiner Meinung gibt es noch einen weiteren, entscheidenen Unterschied zwischen AWS und anderen Angeboten der fehlt: es handelt sich um Äpfel und Birnen. AWS z.B. einem virtuellen Server zu vergleichen sind komplett andere Zielgruppen und Nutzungsanforderungen.

Entscheidene Faktoren aus meiner Sicht:
1. Trafficmenge und zeitlicher Verlauf (Spitzen vs. Grundlast)

2. gewünschte zugesicherte Verfügbarkeit: Gruselig was da am Markt angeboten wird, insbesondere im Hinblick auf Preis/Leistungsverhältnis. Hintergrundwissen hilft und auch die Erkentnis das jede weitere „9“ hinter der 99 auch deutlich teurer wird. Hier hilft Fachwissen und ein pragmatischer Ansatz.

3. Betreuung, Betrieb und Updates. Wird nach meiner Erfahrung gerne eingespart, schließlich läuft ja alles. Und was soll schon schiefgehen, oder?

Du musst angemeldet sein, um einen Kommentar schreiben zu können.

Jetzt anmelden